Evotec verzeichnet hohe Wachstumsdynamik

Evotecs Konzernerlöse aus Verträgen mit Kunden stiegen gegenüber dem Vorjahr um 42% auf 375,4 Mio. EUR an (2017: 263,8 Mio. EUR). Dieser Anstieg ist das Ergebnis einer sehr guten Entwicklung des Basisgeschäfts, höherer Meilensteinzahlungen sowie des Erlösbeitrags des akquirierten Unternehmens Aptuit (117,7 Mio. EUR). Aptuit hatte im Vorjahr 46,0 Mio. EUR zu den Konzernerlösen beigetragen (von Mitte August bis Dezember 2017). Die Erlöse aus Meilensteinen, Abschlagszahlungen und Lizenzen sind mit 29,5 Mio. EUR gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs (27,8 Mio. EUR) um 6% höher ausgefallen. Meilensteine wurden 2018 vor allem in den Kooperationen mit Bayer in den Bereichen Endometriose/chronischem Husten sowie Nierenerkrankungen und in den iPSC-basierten Allianzen mit Celgene im Bereich Neurodegeneration sowie mit Sanofi im Bereich Diabetes erreicht.

2018 fokussierte das Unternehmen seine F+E-Aufwendungen in Höhe von 35,6 Mio. EUR insbesondere auf ihre iPSC-Forschung, Projekte im Bereich Stoffwechsel, Onkologie sowie F+E-Plattformen (2017: 17,6 Mio. EUR). Zudem erhöhte man die F+E-Aufwendungen erheblich im Bereich Infektionskrankheiten infolge der Akquisition von Evotec ID (Lyon) von Sanofi. Diese zusätzlichen ID-bezogenen F+E-Aufwendungen in Höhe von 12,7 Mio. EUR werden im Rahmen der neuen fünfjährigen Vereinbarung vollständig von Sanofi getragen und unter sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Sie wirken sich somit nicht negativ auf das Betriebsergebnis oder das bereinigte EBITDA aus.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten des Konzerns haben sich 2018 erwartungsgemäß um 35% auf 57,0 Mio. EUR erhöht (2017: 42,4 Mio. EUR). Dieser Anstieg ist das Ergebnis zusätzlicher Vertriebs- und Verwaltungskosten von Aptuit für das erste volle Jahr, zusätzlicher Kosten bei Evotec ID (Lyon), erhöhten Aufwendungen für Vertriebs- und Verwaltungsmitarbeiter in Business Development und administrativen Funktionen sowie akquisitionsbedingter Aufwendungen im Rahmen des allgemeinen Unternehmenswachstums. Dieser Anstieg ist jedoch unterproportional zu den Wachstumsraten bezüglich der Erlöse aus Verträgen mit Kunden und des bereinigten EBITDA.

Das Unternehmen verzeichnete 2018 einen erheblichen Anstieg des bereinigten Konzern-EBITDA auf 95,5 Mio.

EUR (2017: 57,2 Mio. EUR), was einer bereinigten EBITDA-Marge von 25,4% entspricht (2017: 21,7%). Das bereinigte EBITDA beinhaltete Einmaleffekte aus Forderungen und Steuergutschriften in Höhe von 3,5 Mio. EUR, die sich auf andere Zeiträume beziehen. Ohne diese Effekte würde sich das bereinigte EBITDA auf 92,0 Mio. EUR belaufen.

Evotecs Betriebsergebnis betrug 2018 77,5 Mio. EUR (2017: 36,7 Mio. EUR) und wurde durch den negativen Unterschiedsbetrag, höhere F+E-Steuergutschriften sowie Einmaleffekte aus Steuergutschriften und Forderungen positiv beeinflusst. Im Jahr 2018 wurden Erträge aus negativem Unterschiedsbetrag von 15,4 Mio. EUR für die Akquisition von Evotec ID (Lyon) ausgewiesen, da der Kaufpreis unter den erworbenen Nettovermögenswerten lag. Der Jahresüberschuss belief sich im Jahr 2018 auf 84,1 Mio. EUR (2017: Jahresüberschuss von 23,2 Mio. EUR) und wurde von den jüngsten Akquisitionen und der guten Entwicklung des Basisgeschäfts beeinflusst.

Evotecs Liquidität betrug am Jahresende 2018 149,4 Mio. EUR (2017: 91,2 Mio. EUR). Davon entfielen 109,0 Mio. EUR auf Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten und 40,4 Mio. EUR auf Wertpapiere. Der Anstieg der Liquidität resultierte 2018 vor allem aus den Vorauszahlungen von Celgene und der Abschlagszahlung, die Sanofi für Evotec ID (Lyon) geleistet hat (61 Mio. EUR), die durch die Netto-Darlehensrückzahlungen ausgeglichen wurden (78,2 Mio. EUR).

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