GDCh verurteilt Giftgaseinsatz in Syrien

Nachdem die OVCW den erneuten Giftgaseinsatz in Syrien im Februar 2018 bestätigt hat, hat die Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. (GDCh) den Einsatz scharf verurteilt. „Wir sind entsetzt, dass erneut und immer wieder Menschen mit chemischen Kampfstoffen ermordet oder verletzt werden“, sagt Matthias Urmann, Präsident der GDCh. Die Fact Finding Mission (FFM) der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) hatte am 15. Mai bestätigt, dass bei dem Angriff am 4. Februar 2018 in der syrischen Stadt Saraqib, Provinz Idlib mit hoher Wahrscheinlichkeit das giftige Gas Chlor verwendet wurde.

Die chemischen Gesellschaften Europas, darunter auch die GDCh, bekräftigen ihr Bekenntnis zur „Erklärung von Sevilla“, die bereits 2016 abgegeben wurde. In der Erklärung, die von 36 chemischen Gesellschaften in Europa unterzeichnet wurde, heißt es: „Wir, die Mitgliedsgesellschaften der Europäischen Vereinigung für chemische und molekulare Wissenschaften (EuCheMS), verurteilen den Einsatz von Chlor in Syrien und anderen Teilen der Welt und fordern die internationale Gemeinschaft auf, die Verantwortlichen für den Missbrauch von Chlor vor Gericht zu stellen."

Die GDCh hat bereits 1998 einen Verhaltenskodex in die Satzung aufgenommen, die für jedes Mitglied bindend ist. Darin positionieren sich die Mitglieder eindeutig gegen den Missbrauch der Chemie, etwa zur Herstellung von Chemiewaffen. Darüber hinaus setzt sich die GDCh auch international als Partner der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) gegen chemische Waffen ein.

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