Gerresheimer startet gut in das neue Geschäftsjahr

Gerresheimer hat das erste Quartal des Geschäftsjahres 2019 (1. Dezember 2018 bis 28. Februar 2019) mit gutem Wachstum abgeschlossen. „Unser neues Geschäftsjahr hat gut begonnen. Unser Geschäft und alle geplanten Wachstumsprojekte laufen nach Plan. Dazu gehört der Bau eines Werkes für medizinische Kunststoffsysteme und vorfüllbare Spritzen in Skopje in der Republik Nordmazedonien. Unseren neuen Geschäftsbereich Advanced Technologies haben wir gerade um ein Start-Up Projekt zur Inhalations-Messung erweitert. Ich bin zufrieden mit dem Start des Geschäftsjahres und schaue sehr optimistisch auf den weiteren Verlauf des Jahres 2019.“, kommentierte Vorstandsvorsitzender Dietmar Siemssen.

Der Konzern hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019 die Umsatzerlöse um 6,3% auf 308,5 Mio. EUR gesteigert, im Vorjahresquartal lagen die Umsatzerlöse bei 290,4 Mio. EUR. Im ersten Quartal 2019 hat sich das Geschäft mit Injektionsfläschchen, Ampullen und Karpulen gut entwickelt, ebenso wie mit Behälterglas für Medikamente und Kosmetik. Deutlich gestiegen sind auch die Umsatzerlöse mit vorfüllbaren Glasspritzen. Pharmazeutische Verpackungen aus Kunststoff verkauften sich in Europa und den Schwellenländern, insbesondere in Brasilien, gut. Die Nachfrage nach Kunststofffläschchen für verschreibungspflichtige Medikamente in den USA war geringer, da es anders als im Vorjahreszeitraum keine erhöhte Nachfrage wegen der Grippesaison gab.

Das Unternehmen hat zahlreiche Projekte für profitables Wachstum sowie höhere Produktivität gestartet. Diese werden systematisch umgesetzt und liegen alle im Plan. Dazu gehört das neue Werk in Skopje in der Republik Nordmazedonien, das 2020 fertiggestellt und mit der Produktion starten soll. Dort werden Produktionskapazitäten für medizinische Kunststoffsysteme sowie mittelfristig auch für vorfüllbare Glasspritzen geschaffen. Außerdem hat das Unternehmen eine Mehrheitsbeteiligung an einem Start-Up-Projekt zur Inhalations-Messung erworben. Dieses Projekt wird im Rahmen des neuen Geschäftsbereiches Advanced Technologies weiterentwickelt.

Konkret wurden im ersten Quartal 2019 Investitionen im Umfang von 16,7 Mio. EUR getätigt. Schwerpunkte waren der weitere Ausbau der Inhalator-Produktion im Werk in Horsovsky Tyn in Tschechien sowie der Ausbau weiterer Produktionskapazitäten und des Produktportfolios.

Weitere Investitionen betreffen die geplante Ofenerneuerung im Behälterglaswerk in Essen sowie die Modernisierung und Automatisierung der Produktionsanlagen mehrerer Werke.

Das währungsbereinigte Adjusted EBITDA ist von 53,4 Mio. EUR im Vorjahresquartal auf 145,5 Mio. EUR im ersten Quartal 2019 gestiegen. Darin enthalten ist der Sondereffekt aus einem sonstigen betrieblichen Ertrag von 92,3 Mio. EUR aufgrund der Ausbuchung von bedingten Kaufpreisbestandteilen aus dem Erwerb der Sensile Medical. Außerdem wurde im ersten Quartal 2019 kein Adjusted EBITDA aus dem 2018 verlorenen Inhalator-Auftrag erzielt. Ohne diese beiden Sondereffekte läge das währungsbereinigte Adjusted EBITDA im ersten Quartal 2019 mit 53,2 Mio. EUR um 0,9 Mio. EUR über dem Vorjahresquartal. Das berichtete Adjusted EBITDA betrug 145,9 Mio. EUR nach 52,6 Mio. EUR im ersten Quartal 2018.

Das Konzernergebnis lag im ersten Quartal 2019 bei 99,3 Mio. EUR, und damit 50,1 Mio. EUR höher als im Vorjahresquartal. Das bereinigte Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen betrug 109,2 Mio. EUR nach einem Vorjahreswert von 58,1 Mio. EUR Das erste Quartal 2019 wurde dabei wesentlich durch den positiven Effekt aus der Ausbuchung von den bedingten Kaufpreisbestandteilen beeinflusst, wohingegen das Vorjahresquartal durch den Steuerertrag aufgrund der Neubewertung der bilanzierten latenten Steuern der US-Steuerreform beeinflusst (43,6 Mio.) wurde. Das bereinigte Ergebnis je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen bezifferte sich auf 3,48 EUR im ersten Quartal 2019 bei einem Vorjahreswert von 1,85 EUR. Der Adjusted EBITDA Leverage (Nettofinanzschulden im Verhältnis zum Adjusted EBITDA) reduzierte sich temporär auf das 2,4-fache. Der Rückgang ist auf das deutlich höhere Adjusted EBITDA zurückzuführen.

Für das Geschäftsjahr 2019 geht Gerresheimer von folgenden Erwartungen aus, gemessen jeweils zu konstanten Wechselkursen:

  • Im Geschäftsjahr 2019 sollen die Umsatzerlöse in einer Bandbreite von rund 1,4 Mrd. bis 1,45 Mrd. EUR liegen.
  • Im Geschäftsjahr 2019 rechnet das Unternehmen nun mit einem Wert von rund 387 Mio. EUR (Bandbreite: plus/minus 5 Mio. EUR) nach einem Vergleichswert für das Adjusted EBITDA von 289,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018. Die Anpassung der zuvor erwarteten 295 Mio. EUR (Bandbreite: plus/minus 5 Mio.) liegt an dem bereits im 1. Quartal 2019 realisierten sonstigen betrieblichen Ertrag in Höhe von 92,3 Mio. EUR aufgrund der Ausbuchung von bedingten Kaufpreisbestandteilen aus dem Erwerb der Sensile Medical.

Die Investitionen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen werden 2019 bei rund 12% liegen.

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