Gerresheimer steigert Ergebnis je Aktie im ersten Quartal

Im ersten Quartal 2018 konnte der Gerresheimer Konzern den währungsbereinigten Umsatz von 298,0 Mio. EUR im Vorjahresquartal auf 299,2 Mio. EUR steigern. Damit ist der Umsatz organisch, d.h. bereinigt um Währungseffekte und um Akquisitionen sowie Desinvestitionen, um 0,4% gegenüber dem Vorjahresquartal angestiegen. Die Umsätze mit Entwicklungsleistungen und Werkzeugen waren im Quartal wie geplant rückläufig. Der Verkauf von medizinischen Kunststoffsystemen entwickelte sich gut. Gerade das Inhalatorprojekt in Nordamerika entwickelt sich gut und konnte die geringere Nachfrage mit anderen medizinischen Kunststoffsystemen mit einigen Kunden überkompensieren. Die Umsätze mit pharmazeutischen Kunststoffverpackungen in Brasilien und Indien zogen deutlich an. Unter anderem aufgrund der stark ausgeprägten Grippesaison war auch die Nachfrage nach Kunststofffläschchen für verschreibungspflichtige Medikamente in den USA recht hoch. Die Umsätze mit Primärverpackungen aus Glas waren in Nordamerika hingegen weiterhin rückläufig. Die relativ hohe Zurückhaltung einiger Pharma-Großkunden hält dort weiter an und verbessert sich nur langsam. Die gute Umsatzentwicklung mit Primärverpackungen aus Glas in allen anderen Regionen konnte dies allerdings vollständig kompensieren, insbesondere getragen durch gute Umsätze mit Kosmetikglas in Europa und mit Pharmaglas in China. Im Wesentlichen bedingt durch die Entwicklung des USD-Kurses ist der berichtete Umsatz im gleichen Zeitraum von 302,8 Mio. EUR auf 290,4 Mio. EUR gesunken.

Das währungsbereinigte Adjusted EBITDA ist wie geplant von 59,0 Mio. EUR im Vorjahresquartal auf 54,9 Mio. EUR im ersten Quartal 2018 gesunken. Hierbei hat sich die Umsatzentwicklung im Engineering- und Werkzeuggeschäft geringfügig negativ auf das Adjusted EBITDA ausgewirkt. Des Weiteren haben höhere Kosten für Plastikgranulate, die Gerresheimer nur mit Zeitverzögerung von einigen Monaten an seine Kunden weitergeben kann, das Adjusted EBITDA negativ beeinflusst. Im Geschäft mit Primärverpackungen aus Glas waren geringere Umsätze in der Region Nordamerika mit einer damit einhergehenden geringeren Auslastung der installierten Kapazitäten eine wesentliche Ursache für ein geringeres Adjusted EBITDA.

Ferner wurde, wie auch im Vorjahresquartal, eine geplante Ofenreparatur durchgeführt. Das Adjusted EBITDA inklusive Währungseffekten betrug 52,6 Mio. EUR nach 59,9 Mio. EUR im ersten Quartal 2017. Die Adjusted EBITDA-Marge beträgt somit 18,1% und liegt damit ebenfalls unter dem Niveau des Vorjahresquartals von 19,8%.

Das bereinigte Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen betrug 58,1 Mio. EUR und erhöhte sich damit um 39,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert von 18,7 Mio. EUR im Wesentlichen durch Effekte aus der US-Steuerreform. Als Konsequenz ergibt sich damit das bereinigte Ergebnis je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen von 1,85 EUR im ersten Quartal 2018 bei einem Vorjahreswert von 0,60 EUR.

Die Nettofinanzschulden sind zum 28. Februar 2018 um 14,2 Mio. EUR auf 726,9 Mio. EUR leicht gestiegen. Der Adjusted EBITDA Leverage, berechnet als Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate lag bei dem 2,4-fachen und damit unter der mittelfristigen Zielvorgabe des 2,5-fachen.

Die Investitionen betrugen im 1. Quartal 2018 10,8 Mio. EUR nach 15,1 Mio. EUR im Vorjahresquartal. Ein größerer Teil der Investitionen entfiel auf den Ausbau der Inhalatorproduktion in den USA und den Ausbau des Produktportfolios. Außerdem wurde in eine geplante Ofenreparatur investiert.

Am 9. April 2018 hat Gerresheimer die Kaufoption (Call-Option) auf den Erwerb der verbleibenden 25% der Anteile an der Triveni Polymers Private, Neu-Delhi (Indien) ausgeübt. Der Kaufpreis für diesen Anteil wird voraussichtlich im niedrigen zweistelligen Millionenbereich liegen.

Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2018 geht das Unternehmen weiterhin von folgenden Erwartungen aus, gemessen jeweils zu konstanten Wechselkursen. Die Berechnung erfolgt dabei auf Basis der Ist-Durchschnittskurse des Geschäftsjahres 2017. Dabei hat das Unternehmen für den US-Dollar, der mit einem Umsatzanteil von rund einem Drittel an den geplanten Konzernumsatzerlösen für das Geschäftsjahr 2018 bzw. ca. 40 % des Adjusted EBITDA den größten Währungseinfluss auf die Konzernwährung haben dürfte, eine Wechselkursannahme von rund 1,12 USD je 1,00 EUR zugrunde gelegt. Weiterhin gilt hierbei, dass eine Steigerung bzw. eine Verringerung des US-Dollars im Verhältnis zum Euro von rund 1 Cent ca. 4 Mio. EUR Umsatzerlös- bzw. 1 Mio. EUR Adjusted EBITDA-Einfluss hat. Wertschwankungen des US-Dollars gegenüber dem Euro haben aufgrund der Produktionsstandorte in den USA und Finanzschulden in US-Dollar keinen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns, sondern führen im Wesentlichen lediglich zu Translationseffekten.

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