Hygiene Austria startet Produktion von Gesichtsmasken am Lenzing-Standort in Großbritannien

Im Mai startete das neu gegründete Unternehmen Hygiene Austria mit der Produktion von Gesichtsmasken in Österreich. Die Produktpalette umfasst Mund-Nasen-Masken, FFP2-Masken sowie farbige Gesichtsmasken für Kinder. „Ziel dieses Joint Ventures ist es, den Menschen in Österreich und Europa durch lokal hergestellte, hochwertige und zertifizierte Produkte den bestmöglichen Schutz zu bieten. Das anfängliche Echo war enorm: Zahlreiche Unternehmen haben sich binnen weniger Stunden mit uns in Verbindung gesetzt, um Bestellungen in Millionenhöhe zu ordern“, sagt Stefan Doboczky, Vorstandsvorsitzender der Lenzing-Gruppe.

Hygiene Austria plante von Anfang, das Geschäft mit Schutzartikeln geografisch auf das Ausland zu erweitern. Palmers-Vorstand Tino Wieser erklärt: „Die Nachfrage in Großbritannien nach Schutzmasken wird massiv durch den konsequenten Umgang mit Covid-19 getrieben. Die Lieferkette ist komplex und es ist kostspielig, den britischen Markt von Österreich aus zu bedienen.“ Die Geschäftsführung hat sich deshalb entschieden, den gleichen Ansatz wie für die Produktion am Standort Wiener Neudorf zu wählen. Ranil Jayawardena, Minister für internationalen Handel: „Die Beschaffung von PSA für unsere Mitarbeiter an vorderster Front hat für unsere Regierung höchste Priorität. Neben unseren Bemühungen um die internationale Beschaffung ist es hervorragend, dass wir Unternehmen aus Übersee dabei unterstützen konnten, auch in Großbritannien zu investieren, um so die inländische Produktion lebenswichtiger Güter zu ermöglichen.“

Als idealer Produktionsstandort haben sich Lenzings Werke in Grimsby, in der Region Yorkshire / Humber, erwiesen. Phil Munson, Betriebsleiter am Standort Grimsby: „Wir sind bestrebt, in einer führenden Rolle die primäre Gesundheitsversorgung der britischen Bevölkerung als wichtiger Lieferant, in Zusammenarbeit mit unserem National Health Service (NHS) sicherzustellen. Darüber hinaus können wir hier in Grimsby auf sehr erfahrenes Service- und Wartungspersonal zurückgreifen.“ Wie in Österreich werden auch in Grimsby neue Arbeitsplätze geschaffen.

Phil Munson geht davon aus, dass es in den nächsten drei Monaten rund 60 neue Stellen geben wird.

Die Produktion in Wiener Neudorf dient als Blaupause für die Produktion in Grimsby. Die gesammelten Erfahrungen werden einen noch schnelleren und reibungsloseren Produktionsstart ermöglichen. Am Standort in Grimsby werden im Mai erste Produktionsmaschinen installiert, um bereits zwischen Ende Mai und Anfang Juni mit der Produktion von Masken mit einer monatlichen Kapazität von 10 Millionen Stück beginnen zu können. Die in Pittsburgh (Pennsylvania) ansässige Anwaltskanzlei Reed Smith beriet bei der Gründung der Tochtergesellschaft.

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