Klaus Müllen erhält den Karl-Ziegler-Preis

Eröffnungsveranstaltung des GDCh-Wissenschaftsforums Chemie mit weiteren Preisverleihungen

  • Prof. Dr. Klaus Müllen, emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz,  erhält den Karl-Ziegler-Preis 2019. © MPIP MainzProf. Dr. Klaus Müllen, emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz, erhält den Karl-Ziegler-Preis 2019. © MPIP Mainz

Am 15. September 2019 zeichnet die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) Klaus Müllen, emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz, mit dem Karl-Ziegler-Preis aus. Die Verleihung erfolgt im festlichen Rahmen der Eröffnung des GDCh-Wissenschaftsforums Chemie (WiFo) in Aachen. Vor Ort erhalten außerdem Andrea Sinz, Universität Halle-Wittenberg, und Detlev Belder, Universität Leipzig, den Fresenius-Preis. Kyoko Nozaki, University of Tokyo, Japan, wird mit der August-Wilhelm-von-Hofmann-Vorlesung geehrt und hält anschließend den Festvortrag.

Alle Preise überreicht GDCh-Präsident Matthias Urmann, der auch durch den Abend führt. Im Rahmen der Veranstaltung kommen außerdem prominente Gäste zu Wort: Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Pilar Goya, Präsidentin der European Chemical Society (EuChemS), Floris Rutjes, Präsident der Koninklijke Nederlandse Chemische Verenigung (KNCV), NL, und Eric Schouteden, Vizepräsident der Koninklijke Vlamse Chemische Verenigung (KVCV), BE, werden die Besucher begrüßen.

Der Karl-Ziegler-Preis wird von der gleichnamigen Stiftung vergeben, die die GDCh verwaltet. Mit 50.000 EUR Preisgeld und einer Medaille in Gold ist er einer der höchstdotierten Chemie-Preise in Deutschland. Müllen erhält die Auszeichnung für seinen lebenslangen Einsatz als Botschafter für die Chemie. Seine herausragenden Forschungen, in denen er Organische Chemie und Polymerchemie verband und metallorganische Agenzien zur Synthese von organischen Molekülen und Systemen einsetzte, fanden internationale Anerkennung. Müllens interdisziplinäre Arbeiten führten zu Anwendungen u.a. in Batterien, Brennstoffzellen, LED und organischen Solarzellen. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit setzte er sich für die Stärkung der Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ein und engagierte sich für die Scientific Community, u.a. als Präsident der GDCh (2009/2010) und der GDNÄ (2013/2014). Er gilt außerdem als überzeugter und überzeugender Botschafter der Chemie in Wissenschaft und Öffentlichkeit.

Klaus Müllen (72) studierte in Köln Chemie und promovierte an der Universität Basel. Er habilitierte sich an der ETH Zürich und bekleidete im Anschluss Professuren an den Universitäten Köln und Mainz.

Von 1989 bis zu seiner Emeritierung 2016 war Müllen Direktor am MPI für Polymerforschung in Mainz. Für seine Forschung erhielt er zahlreiche Auszeichnungen sowie Ehrendoktorwürden und er ist Mitglied in mehreren Akademien der Wissenschaften.

Mit dem Fresenius-Preis zeichnet die GDCh Andrea Sinz, Universität Halle-Wittenberg, und Detlev Belder, Universität Leipzig, aus. Beide erhalten eine Goldmedaille, eine Urkunde und einen Geldbetrag für ihre besonderen Verdienste um die wissenschaftliche Entwicklung und um die Förderung der analytischen Chemie.

Andrea Sinz gilt als Wegbereiterin der Kreuzvernetzungs-Massenspektroskopie, die in beeindruckender Weise chemische Aspekte und Massenspektroskopie verbindet und der strukturellen Massenspektroskopie, insbesondere zur Analytik von Proteinstrukturen und Protein-Protein-Wechselwirkungen, zum Durchbruch verholfen hat. Die 1969 geborene Wissenschaftlerin studierte an der Universität Tübingen Pharmazie. Nach ihrer Promotion 1997 arbeitete sie als Postdoktorandin im In- und Ausland und absolvierte zeitgleich eine Weiterbildung zur Fachapothekerin für Pharmazeutische Analytik. Im Anschluss habilitierte Sinz sich an der Universität Leipzig, bevor sie 2007 Professorin für Pharmazeutische Chemie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wurde.

Detlev Belder erhält die Auszeichnung insbesondere für seine international stark beachteten Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der miniaturisierten Trenntechnik, sowohl im chemischen als auch im technischen Bereich. Darüber hinaus leistet der Wissenschaftler wertvolle Gremienarbeit für die Analytische Chemie. Belder wurde 1964 geboren. Er studierte Chemie an der Technischen Universität Clausthal und der Universität Marburg, an der er 1994 promovierte. Nach einigen Jahren in der Forschung habilitierte er sich 2003 an der Universität Wuppertal. Seit 2007 ist er Professor für Analytische Chemie / Konzentrationsanalytik an der Universität Leipzig.

Zum Abschluss der Veranstaltung wird Kyoko Nozaki, Tokio, JP, mit der August-Wilhelm-von-Hofmann-Vorlesung ausgezeichnet und den Festvortrag halten, bevor die GDCh zum Begrüßungsempfang einlädt.

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