K+S: Trotz eingetrübter Aussichten gutes Ergebnis

Die K+S Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr das operative Ergebnis EBIT I um 22% im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 9% zum Vorjahr an. „Trotz der eingetrübten Lage am Kalimarkt haben wir uns im Jahr 2015 auch aufgrund unseres breiten Produktportfolios gut geschlagen und unsere Prognose beim Ergebnis erreicht. Wegen des deutlich verbesserten Konzernergebnisses schlagen wir eine um 28% höhere Dividende für das Geschäftsjahr 2015 vor“, sagt der Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens.

Konzernumsatz klettert über 4 Mrd. EUR, EBIT I steigt deutlich
Der Umsatz der K+S Gruppe stieg im Jahr 2015 auf 4,2 Mrd. EUR (2014: 3,8 Mrd. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag mit 1,1 Mrd. EUR im Jahr 2015 um rund 18% über dem Vorjahreswert. Das operative Ergebnis EBIT I stieg im gleichen Zeitraum um rund 22% auf 782 Mio. EUR und lag damit innerhalb der prognostizierten Spanne von 780 bis 830 Mio. EUR. Die Steigerungen der Kennzahlen sind in erster Linie auf im Vergleich zum Vorjahr höhere Durchschnittspreise in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte und Salz sowie den zum Euro stärkeren US‑Dollar zurückzuführen.

Der Geschäftsbereich Salz konnte das operative Ergebnis EBIT I im Jahr 2015 um 54% auf 266 Mio. EUR steigern. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte verbesserte sich das EBIT I im abgelaufenen Geschäftsjahr um knapp 12% auf 546 Mio. EUR.

Im vierten Quartal erreichte das EBITDA der Gruppe 228 Mio. EUR (Q4/2014: 205 Mio. EUR) und das EBIT I stieg auf 154 Mio. EUR (Q4/2014: 130 Mio. EUR) an.

Programm „Fit für die Zukunft“ übertrifft Erwartungen
Im Geschäftsjahr 2015 wurden die erheblichen Anstrengungen fortgesetzt, die Kosten- und Organisationsstruktur der gesamten Gruppe noch effizienter zu gestalten. Dabei wurde das gesetzte Ziel an Einsparungen erneut übertroffen. Insbesondere in den Bereichen Produktion, Materialwirtschaft, Logistik und IT konnten Kostensenkungen erzielt werden. K+S strebt an, in den Jahren 2014 bis 2016 Kosten in einer Größenordnung von insgesamt 500 Mio.

EUR gegenüber einer früheren Planung für diesen Zeitraum einzusparen. Mittlerweile wurden bereits gut zwei Drittel der avisierten Einsparungen umgesetzt.

Bereinigtes Konzernergebnis deutlich über Vorjahr
Das bereinigte Konzernergebnis konnte im vergangenen Jahr auf 542 Mio. EUR gesteigert werden (2014: 367 Mio. EUR). Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich im Berichtsjahr auf 2,83 EUR (2014: 1,92 EUR).

Deutlich höherer Dividendenvorschlag
Aufgrund des deutlich verbesserten bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 eine Dividende in Höhe von 1,15 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,90 EUR je Aktie) vorschlagen. Dies entspricht einer Steigerung von 28% und einer Ausschüttungsquote von 41% (Vorjahr: 47%).

Die sich bereits im zweiten Halbjahr 2015 abzeichnende Eintrübung der Kalimärkte dürfte sich in diesem Jahr fortsetzen. Neben einem intensiven Wettbewerb und einer anhaltend schwierigen Wirtschaftslage in den Schwellenländern ist mit weiterhin niedrigen Preisen für Agrarrohstoffe und einer geringen Kreditverfügbarkeit für Landwirte insbesondere in Lateinamerika zu rechnen. Zudem sind mit Blick auf die nur eingeschränkte Erlaubnis zur Versenkung von salzhaltigen Abwässern am Standort Hattorf temporäre Produktionseinschränkungen im Werk Werra nicht auszuschließen. Infolgedessen ist im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ein deutlicher Rückgang des Durchschnittspreises und ein leicht unter dem Wert des Vorjahres liegendes Absatzvolumen zu erwarten. Der Geschäftsbereich Salz war bis dato mit einer milden Witterung konfrontiert. Ein moderat steigender Absatz von Gewerbe-, Industrie- und Speisesalz dürfte daher den niedrigeren Absatz von Auftausalz nicht vollständig ausgleichen.

Insgesamt sollte der Umsatz der Gruppe im Geschäftsjahr 2016 daher moderat und die operativen Ergebnisse EBITDA und EBIT I deutlich unter dem Vorjahr liegen. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern dürfte der Entwicklung der operativen Ergebnisse folgen und somit ebenso deutlich niedriger ausfallen als in der Vorperiode.

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