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Kunststoffsparte und teure Medikamentenstarts bremsen Bayer

05.03.2012 -

Der teure Marktstart neuer Medikamente und eine schwaches Kunststoffgeschäft bremsen das Wachstum des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer auch im laufenden Jahr. "Wir sind wie in 2011 in einem Übergangsjahr, in dem uns die Kosten für neue Produkte belasten und wir noch nicht die Umsatzvorzüge haben", sagte Konzernchef Marijn Dekkers  in Leverkusen zur Bilanzvorlage. Der Umsatz und das operative Ergebnis sollen wie im vergangenen Jahr nur leicht zulegen. Anleger reagierten enttäuscht: Die Aktie zählte mit einem Minus von 1,7 % auf 54,95 € zu den größten Verlierern im Dax.  Bayer investiert viel in die Vermarktung neuer Arzneien, allen voran das Thrombose-Mittel Xarelto. Der Niederländer Dekkers, der Bayer seit Oktober 2010 leitet, will den Konzern wieder unter die zehn führenden Pharmafirmen der Welt führen. Aktuell geben dort US-Konkurrenten wie Pfizer und Merck & Co den Ton an. Seinen Umsatz will Bayer 2012 um 3 % ausweiten - bereinigt um Währungseffekte sowie um Firmenkäufe und -verkäufe. Zum Jahresende sollen rund 37 Mrd. € in den Büchern stehen. Seinen um Sondereinflüsse bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) will Bayer leicht steigern. "Wir sind ordentlich ins Geschäftsjahr 2012 gestartet," sagte Marijn Dekkers. Er setzt vor allem auf die breit aufgestellte Gesundheitssparte, zu der neben dem Pharmageschäft auch Tiermedizin und das Geschäft mit rezeptfreien Arzneien wie Aspirin gehört, und auf das Pflanzenschutzgeschäft. Für das stark von der allgemeinen Wirtschaftslage abhängige Kunststoffsegment rechnet Dekkers 2012 mit einem stagnierenden Ergebnis. Aber auch im Pharmageschäft läuft nicht alles rund. So spürt Bayer weiterhin die Generika-Konkurrenz bei seinen Verhütungsmitteln Yaz/Yasmin in den USA. Zudem lasten auf dem Geschäft mit der Pille in den USA inzwischen tausende Klagen wegen Gesundheitsschäden.

Gewinnsprumg 2011
Im vergangenen Jahr schnellte der Konzernüberschuss um fast 90 % auf 2,5 Mrd. €  in die Höhe. Grund dafür ist vor allem, dass ein Jahr zuvor noch Sonderlasten wie Rechtsstreitigkeiten und Konzernumbaukosten den Überschuss belastet hatten. Operativ profitierte Bayer unter anderem von guten Geschäften in den Schwellenländern. Der Konzern setzte 2011 mit seinen weltweit fast 112.000 Beschäftigten 36,5 Mrd. € um - ein Plus von 4 %. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) legte um 7 %  auf 7,6 Mrd. € zu. Im 4. Qrl.  machte Bayer aber auf Grund der Konjunkturabkühlung das Geschäft mit Kunststoffen zu schaffen, so dass der bereinigte operative Quartalsgewinn um knapp 9 %  auf 1,5 Mrd. € sank. Im Kunststoffgeschäft brach der operative Gewinn sogar um mehr als 64 %ein.  Auch andere Chemiekonzerne wie Dow Chemical und DuPont hatten im Schlussquartal unter schwacher Nachfrage gelitten. Dow Chemical hatte sogar rote Zahlen geschrieben. Beim Branchenprimus BASF ging zwar der bereinigte Betriebsgewinn zurück, der Konzern überraschte unlängst aber mit einem optimistischen Geschäftsausblick.


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