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Lanxess erweitert globales Produktionsnetzwerk für Hightech-Kunststoffe

Investition von rund 20 Mio. EUR für neues Werk in Changzhou

24.11.2017 -

Lanxess stärkt seine Präsenz im Wachstumsmarkt China: In Changzhou baut das Kölner Unternehmen ein neues Werk für Hochleistungs-Kunststoffe für rund 20 Mio. EUR. Ab dem zweiten Quartal 2019 soll die Compoundier-Anlage pro Jahr bis zu 25.000 t Hightech-Kunststoffe der Marken Durethan und Pocan für die Automobilbranche sowie die Elektro- und Elektronikindustrie produzieren.

„China ist der größte Automarkt der Welt und Schrittmacher bei der Elektromobilität. Wir wollen das Wachstum in dieser wichtigen Region begleiten und bauen unsere Präsenz im Bereich der Hochleistungs-Kunststoffe aus“, sagte Vorstandsvorsitzender Matthias Zachert auf einer Pressekonferenz in Shanghai. Das Unternehmen betreibt bereits ein Werk für Hochleistungs-Kunststoffe in China am Standort Wuxi.

Von weltweit rund 85 Millionen Autos in diesem Jahr wird laut Studien etwa jedes vierte in China verkauft. 2025 soll es schon jedes dritte sein. Auch die Elektro- und Elektronikindustrie bietet in China viel Potenzial. Hier erwartet Lanxess bis 2021 ein jährliches Wachstum von rund 9%.

„Gleichzeitig bauen wir mit der neuen Produktionsstätte unser weltweites Netzwerk mit Compoundier-Anlagen aus und setzen die strategische Ausrichtung unseres Portfolios auf hochveredelte Kunststoffe weiter konsequent um“, sagte Michael Zobel, Leiter des Geschäftsbereichs High Performance Materials.

Stärkung des Standortes Changzhou
Mit der Investition stärkt man auch den Standort Changzhou deutlich. Im dortigen Binjiang Chemical Park ist der Konzern bereits mit einer Anlage für Lederchemikalien und einem Werk für synthetischen Kautschuk präsent. Dort arbeiten derzeit 350 Mitarbeiter. Durch die neue Anlage für Hochleistungs-Kunststoffe werden 35 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Leichtbau-Lösungen für moderne Mobilität
Die Automobilindustrie ist der wichtigste Abnehmer für die Hochleistungs-Kunststoffe. Die innovativen Materialien ermöglichen die Konstruktion von Bauteilen, die Metallteile in Kraftfahrzeugen ersetzen und so zur Verringerung von Gewicht, Kraftstoffverbrauch und Emissionen beitragen. Diese Kunststoffe werden beispielsweise in Motoranwendungen, Türstrukturen, Pedalen, Frontends und Cockpitquerträgern eingesetzt. Je nach Bauteil kann durch die Leichtbauweise eine Gewichtseinsparung bis zu 50% erzielt werden.

Auch bei Hybrid- und rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen gibt es für die Kunststoffe des Unternehmens viele und teilweise schon serienbewährte Anwendungen. Dazu zählen Bauteile für Ladesysteme, Träger und Zellhalter für Batteriesysteme sowie Sensoren und Gehäuseteile für Elektromotoren. Großes Potenzial haben die Werkstoffe außerdem in der Infrastruktur der Elektromobilität wie etwa bei Gehäuseteilen, Schaltern und Anschlussklemmen für Ladesäulen. Beim autonomen Fahren bieten sich die Polyamide und Polyester zum Beispiel für Konnektoren von Sensoren, Displays und Steuergeräten an.

Weltweites Produktionsnetzwerk
Der Geschäftsbereich High Performance Materials betreibt ein weltweites Produktionsnetzwerk an den folgenden Standorten: Dormagen (Forschung & Entwicklung), Krefeld-Uerdingen (PA 6-Polymerisation, Compoundierung), Hamm-Uentrop (PBT-Polymerisation, Compoundierung), Brilon (Tepex-Produktion und -Entwicklung); Antwerpen, Belgien (PA 6-Polymerisation); Wuxi, China (Compoundierung); Jhagadia, Indien (Compoundierung); Gastonia, USA (Compoundierung) und Porto Feliz, Brasilien (Compoundierung).