Lenzing Gruppe verpflichtet sich zu Produktion ohne CO2-Emissionen

Investitionen von 100 Mio. EUR, um jährliche Emission von 1,3 Mio. t CO2 zu verhindern

Die Lenzing Gruppe wird ihre CO2-Emissionen in den kommenden Jahren substantiell reduzieren. Man will mehr als 100 Mio. EUR in Einsparungen von Energie, in die Umstellung auf Erneuerbare Energien und in neue Technologien investiert.

Das Unternehmen reduziert aber nicht nur die Emissionen in den bestehenden Produktionsprozessen, sondern fokussiert beim Bau neuer Zellstoff- und Lyocellanlagen sehr stark auf CO2-arme Energiequellen und Produktionsverfahren. Das ermöglicht ein weiterhin prosperierendes Wachstum bei gleichzeitiger substantieller Reduktion der spezifischen Treibhausgas-Emissionen.

Ziel dieser Klimastrategie ist es, bis zum Jahr 2050 netto kein CO2 mehr zu emittieren. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu dieser Klimaneutralität ist das Jahr 2030. Bis dahin werden die Emissionen pro Tonne produziertem Zellstoff und Fasern um 50% im Vergleich zu 2017 gesenkt. Damit wird die Lenzing Gruppe durch weltweite Aktionen die Emission von 1,3 Mio. t CO2 vermeiden. Diese Menge ist äquivalent zum CO2-Fußabdruck von über 200.000 Österreichern.

„Der Klimawandel ist die größte Herausforderung, vor der die Menschheit derzeit steht. Mit unserer strategischen Festlegung, bis 2050 klimaneutral zu sein, helfen wir die Geschwindigkeit der Erderwärmung einzubremsen und die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Mit unseren Dekarbonisierungszielen sind wir Vorreiter in der gesamten produzierenden Industrie und speziell in der Faserbranche. Unsere substantiellen Investitionen sehen wir nicht nur als einen sehr verantwortungsvollen Schritt, sondern auch als einen, der den Wert unseres Unternehmens weiter steigern wird“, sagt Vorstandsvorsitzender Stefan Doboczky. „Wir können als Vorreiter in unserer Industrie nur dann glaubwürdig Verantwortung für unsere Kinder und Enkelkinder übernehmen, wenn wir jetzt handeln.“

Die vollständige Vermeidung der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 wird durch eine Vielzahl von Initiativen erreicht werden. Ein wesentlicher Beitrag wird vom Wachstum mit Spezialfasern, vor allem durch maßgebliche zusätzliche Kapazitäten der besonders umweltfreundlichen Fasern der Marke Tencel kommen.

Weiters wird die Senkung des Energieeinsatzes und die Umstellung auf Erneuerbare Energien den ökologischen Fußabdruck weiter verbessern.

„Um diese Strategie zu untermauern, wird sich Lenzing der Science Based Targets Initiative verpflichten, der anerkanntesten Organisation auf dem Gebiet der klimarelevanten Zielsetzung. Dieser Schritt ist ein bedeutender Beitrag zur Ökologisierung der Modebranche und wird unseren Partnern helfen, Konsumenten Textilien mit einem ökologisch verantwortungsvollen Fußabdruck anzubieten“, sagt Robert van de Kerkhof, Marketing- und Vertriebsvorstand. Die Maßnahmen von Unternehmen, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren, werden dann als „science based“ bezeichnet, wenn sie den Zielen des Pariser Klimaabkommens entsprechen.

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