Lenzing mit Fortschritten bei Spezialfasern

Lenzing verzeichnete im Geschäftsjahr 2018 eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Das deutlich schwierigere Marktumfeld führte – verglichen mit den Rekordergebnissen des Vorjahres – zu einer rückläufigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Ursächlich dafür waren insbesondere niedrigere Verkaufspreise bei Standardviscose, Wechselkurseffekte sowie gestiegene Rohstoff- und Energiekosten.

Die Umsatzerlöse der Gruppe gingen im Vorjahresvergleich um 3,7% auf 2,18 Mrd. EUR zurück. Hauptursachen dafür waren das erwartet herausfordernde Marktumfeld für Standardviscose, ungünstigere Währungsrelationen und ein leichter Rückgang der Absatzmenge. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich aufgrund von Preissteigerungen bei Schlüsselrohstoffen sowie gestiegener Energie- und Personalkosten um 24% auf 382 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge sank von 22,2% im Geschäftsjahr 2017 auf 17,6% im Berichtsjahr. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging um 36% auf 237,6 Mio. EUR zurück, was zu einer niedrigeren EBIT-Marge von 10,9% (2017: 16,4%) führte. Der Jahresüberschuss nach Einmaleffekten lag mit 148,2 Mio. EUR um 47,4% unter dem Vorjahreswert von 281,7 Mio. EUR Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 5,61 EUR (2017: 10,47EUR).

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung die Zahlung einer stabilen Dividende von 3,00 EUR und einer Sonderdividende von 2,00 EUR je Aktie vor. In Summe soll die Dividende 5,00 EUR je Aktie betragen. Das entspricht einer Ausschüttung an die Aktionäre von rund 133 Mio. EUR.

„Auch wenn das Geschäftsjahr 2018 schwieriger als die Jahre davor war, so war es doch das viertbeste Jahr der Unternehmensgeschichte. Wir haben konsequent an den strategischen Stoßrichtungen unserer Unternehmensstrategie sCore TEN gearbeitet, um die Eigenversorgung mit Zellstoff zu erhöhen, die Kundennähe zu intensivieren, den Anteil der Spezialfasern am Umsatz auszubauen sowie in neue Technologien und Geschäftsfelder zu investieren“, sagt Stefan Doboczky, Vorstandsvorsitzender der Lenzing Gruppe. „Die sehr positive Entwicklung unseres Spezialitätengeschäftes in einem erwartet herausfordernden Marktumfeld für Standardviscose bestätigt uns in unseren ambitionierten Plänen.

Die Lenzing Gruppe ist dank ihrer Spezialitätenstrategie und ihrer starken Marken basierend auf Innovation und nachhaltigem Handeln heute deutlich widerstandsfähiger als noch vor einigen Jahren. Wir sind aber nicht immun gegen globale Entwicklungen und es bedarf weiterer Anstrengungen und Investitionen in den Bereich der Spezialfasern, um noch resilienter gegen die Schwankungen des Marktes zu werden“, so Doboczky.

Solide Bilanzstruktur
Das bereinigte Eigenkapital erhöhte sich um 1,7% auf 1,55 Mrd. EUR Die bereinigte Eigenkapitalquote verringerte sich von 61,2% per 31. Dezember 2017 auf 59% per 31. Dezember 2018. Das Ergebnis auf das eingesetzte Kapital (ROCE) fiel im Berichtsjahr auf 10,3% (2017: 18,6%). Die Nettofinanzverschuldung blieb mit 219,4 Mio. EUR trotz höherer Investitionsausgaben auf einem niedrigen Niveau (Ende 2017: 66,8 Mio. EUR).

Die Investitionen in immaterielle Anlagen und Sachanlagen haben sich im Berichtsjahr auf 257,6 Mio. EUR weiter erhöht (2017: 238,8 Mio. EUR). Das Trading Working Capital ist um 7,2% auf 444,4 Mio. EUR, der Cashflow aus der Betriebstätigkeit um 3,3% auf 280 Mio. EUR gestiegen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E), berechnet nach der Frascati-Methode, beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 42,8 Mio. EUR (2017: 55,4 Mio. EUR). Sowohl in absoluten Zahlen als auch in Relation zum Umsatz stellt die Höhe der F&E-Ausgaben im Branchenvergleich einen Spitzenwert dar.

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