Linde plant Übernahme für 4,6 Mrd. US-$

Der Technologiekonzern Linde baut sein Gesundheitsgeschäft mit einem Milliardenzukauf deutlich aus. Der Münchner Gase-Spezialist will den Sauerstoffgeräte-Hersteller Lincare für 4,6 Mrd. US-$ (umgerechnet 3,6 Mrd. €) übernehmen.

Durch die Akquisition würde Linde den Umsatz seiner Gases Division in Nordamerika verdoppeln und seine Marktposition entsprechend stärken. Lincare hat im Geschäftsjahr 2011 mit rund 11.000 Mitarbeitern einen Umsatz von umgerechnet annähernd 1,5 Mrd. € und ein EBITDA von 363 Mio. € erwirtschaftet. Das Unternehmen ist die weltweite Nummer Eins im Markt für Respiratory Homecare und betreut derzeit rund 800.000 Patienten. Mit Respiratory Homecare wird die Versorgung von Patienten außerhalb klinischer Einrichtungen zur Behandlung von Atemwegserkrankungen bezeichnet. Linde erzielte im Homecare-Geschäft 2011 einen Umsatz von 300 Mio. €.


„Mit dieser strategischen Akquisition können wir den nächsten großen Schritt auf einem stabilen, zukunftsträchtigen und profitablen Geschäftsfeld machen. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ist der Gesundheitsmarkt ein globaler Megatrend, an dem wir in der neuen Aufstellung noch stärker partizipieren werden", erklärte Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, Vorstandsvorsitzender bei Linde.

Der weltweite Healthcare-Markt hat ein Volumen von rund 12 Mrd. €. Zwei Drittel davon entfallen auf den Bereich Homecare, der mit einer prognostizierten jährlichen Wachstumsrate von etwa 6 % die dynamischste Entwicklung innerhalb der Branche aufweist. Mit einem Volumen von gut 4 Mrd. € stellen die USA den mit Abstand größten regionalen Homecare-Markt. Als klarer Marktführer ist Lincare in nahezu allen US-Bundesstaaten und in Kanada tätig.

 

 

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