Merck erhöht Gewinnprognose

Merck verzeichnet deutlich gestiegene Umsatz- und Gewinnzahlen für das erste Quartal 2016. Dabei spielte der Zukauf von Sigma-Aldrich eine tragende Rolle. Auch organisch wuchs das Geschäft.

„Wir sind gut ins Jahr 2016 gestartet und profitabel gewachsen. Die Integration von Sigma-Aldrich geht zügig voran und auch beim Schuldenabbau sind wir voll im Plan“, sagte CEO Stefan Oschmann. „Für 2016 erwarten wir für den Konzern weiterhin ein leichtes organisches Umsatzwachstum“, so Oschmann.

Die Umsatzerlöse stiegen im ersten Quartal um 20,5% auf 3,7 Mrd. EUR (Q1 2015: 3,0 Mrd. EUR). Organisch stieg der Umsatz des Konzerns um 4,7%, getragen vom starken operativen Geschäft der Unternehmensbereiche Healthcare und Life Science. Akquisitionsbedingt stieg der Umsatz um 19,8%, was ganz wesentlich auf den Zukauf von Sigma-Aldrich zurückgeht, der im November 2015 abgeschlossen und nun erstmals für ein volles Quartal konsolidiert wurde. Gegenwind bekam man von der Währungsseite, wo negative Währungseffekte in Höhe von -4,0% zu verzeichnen waren, die vor allem auf lateinamerikanische Währungen zurückgingen. Das Unternehmen wuchs im ersten Quartal in allen Berichtsregionen organisch, besonders in den beiden Regionen Nord- und Lateinamerika. Der Anteil von Nordamerika stieg durch die Sigma-Aldrich-Akquisition deutlich auf 26% (Q1 2015: 20%). Größte Berichtsregion war mit einem Anteil von 33% am Konzernumsatz Europa.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen, die wichtigste Steuerungskennzahl des Konzerns, stieg getragen von der guten operativen Entwicklung bei Healthcare und Life Science sowie dem Sigma-Aldrich-Zukauf um 27,0% auf 1,1 Mrd. EUR (Q1 2015: 853 Mio EUR). Das EBIT des Konzerns stieg um 76,8% auf 849 Mio. EUR (Q1 2015: 480 Mio. EUR). Darin enthalten ist als Sondereinfluss der Gewinn aus dem im Oktober 2015 bekanntgegeben Verkauf der Rechte an Kuvan in Höhe von rund 325 Mio. EUR. Das Konzernergebnis hat der Konzern in den ersten drei Monaten des Jahres auf 591 Mio. EUR mehr als verdoppelt (Q1 2015: 282 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen stieg im ersten Quartal 2016 um 37,5% auf 1,54 EUR (Q1 2015: 1,12 EUR).

Merck hat nach dem Sigma-Aldrich-Kauf mit der Entschuldung des Konzerns begonnen und seine Nettofinanzverbindlichkeiten im ersten Quartal um 581 Mio.

EUR auf 12,1 Mrd. EUR gesenkt, nachdem die Verschuldung zum Jahresende 2015 – bedingt durch die Kaufpreiszahlung – stark gestiegen war. Man strebt wie bei den großen Akquisitionen der Vergangenheit eine rasche und durchgreifende Entschuldung an. Zum 31. März 2016 beschäftigte der Konzern weltweit 50.259 Mitarbeiter.

Das Unternehmen hat den qualitativen Ausblick bestätigt, den man mit Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2015 im März 2016 gegeben hatte, und ihn präzisiert. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im ersten Quartal geht man für 2016 von einem Anstieg der Umsatzerlöse auf 14,8 bis 15,0 Mrd. EUR aus und rechnet dabei weiterhin mit einem leichten organischen Umsatzwachstum. Durch die Akquisition von Sigma-Aldrich erwartet man eine portfoliobedingte Steigerung der Umsatzerlöse im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Dem gegenüber steht die Erwartung negativer Wechselkurseffekte in Höhe von voraussichtlich -3 bis -5%, die insbesondere auf weiterhin andauernde Währungsabwertungen in Lateinamerika zurückzuführen sind. Das EBITDA vor Sondereinflüssen wird im Jahr 2016 auf Konzernebene voraussichtlich zwischen 4,1 und 4,3 Mrd. EUR liegen. Für den Business Free Cash Flow des Konzerns wird für 2016 ein Wert zwischen 3,1 und 3,3 Mrd. EUR erwartet. Für das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen werden 5,65 – 6,00 EUR erwartet.
 

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