Merck erreicht Finanzziele und macht deutliche Fortschritte bei strategischer Agenda

Merck hat im Geschäftsjahr 2019 alle selbst gesteckten finanziellen Ziele erreicht und ist somit profitabel gewachsen. Deutliche Fortschritte machte Merck auch dabei, seine strategische Agenda umzusetzen.

„Wir haben unser Versprechen eingelöst: Wachstum bei allen wesentlichen Finanzkennzahlen, also bei Umsatz, EBITDA pre und EPS pre. Wir setzen unsere Strategie konsequent um und stärken unsere innovationsgetriebenen Geschäfte in allen drei Unternehmensbereichen. Außerdem konzentrieren wir uns auf einen planmäßigen Schuldenabbau. Auch 2020 wollen wir weiterhin profitabel wachsen“, sagte Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck.

Deutliche Fortschritte bei strategischer Agenda
Die Konzernstrategie von Merck setzt voll auf starke, wissenschafts- und technologiefokussierte Unternehmensbereiche. Im Vergleich zu Mitbewerbern will das Unternehmen außerdem bei Umsatz- und Margenwachstum eine führende Position einnehmen. Im Jahr 2019 machte Merck klare Fortschritte, seine strategische Agenda umzusetzen. So erhielt der Unternehmensbereich Healthcare in den USA, in Europa und in Japan Zulassungen für das Krebsmedikament Bavencio in Kombination mit Inlyta zur Behandlung bestimmter Formen von Nierenkrebs. Außerdem vereinbarte Healthcare eine strategische Allianz mit Glaxosmithkline (GSK) zur Entwicklung sowie Vermarktung der aus der hauseigenen Forschung stammenden Krebsimmuntherapie Bintrafusp alfa. Ferner erzielte Merck substanzielle Fortschritte mit den Pipeline-Projekten Tepotinib (Onkologie) und Evobrutinib (Immunologie und Neurologie). Der Unternehmensbereich Life Science erhielt unter anderem weitere Patente für sogenannte CRISPR-Technologien zur Genomeditierung und verfügt nun über ein Portfolio aus 22 Patenten auf diesem zukunftsträchtigen Gebiet. Zudem hat Life Science weitere Produkte seiner BioContinuum-Plattform für eine effektivere, kontinuierliche Fertigung biopharmazeutischer Medikamente eingeführt. Der Unternehmensbereich Performance Materials erreichte mit den Akquisitionen von Versum Materials und Intermolecular wesentliche Meilensteine auf dem Weg zu seinem Ziel, eine führende Position im Markt für Elektronikmaterialien einzunehmen.

Konzern wächst 2019 profitabel
Der Konzernumsatz stieg 2019 gegenüber dem Vorjahr um 8,9% auf 16,2 Mrd.

EUR. Organisch wuchs der Umsatz um 5,3%. Hinzu kamen positive Währungseffekte von 2,1% sowie ein akquisitionsbedingter Anstieg um 1,4%1. Das EBITDA pre, die wichtigste Kennzahl zur Steuerung des operativen Geschäfts, legte stärker als der Umsatz um 15,4% auf 4,4 Mrd. EUR zu, die EBITDA pre-Marge stieg auf 27,1%.

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 22,8% auf 2,1 Mrd. EUR. Der Rückgang des Konzernergebnisses um -60,9% auf 1,3 Mrd. EUR war auf einen Einmaleffekt, den im Vorjahr erzielten Gewinn aus der Veräußerung des Consumer-Health-Geschäfts, zurückzuführen. Die Nettofinanzverbindlichkeiten stiegen, vor allem infolge der Akquisition von Versum, von 6,7 Mrd. EUR Ende 2018 auf 12,4 Mrd. EUR zum Jahresende 2019.

Das Ergebnis je Aktie pre, an dessen Höhe sich die Dividende orientiert, legte 2019 um 9% auf 5,56 EUR zu. Im Einklang mit der nachhaltigen Dividendenpolitik von Merck werden Geschäftsleitung und Aufsichtsrat der Hauptversammlung daher eine Dividende in Höhe von 1,30 EUR je Aktie vorschlagen, ein Anstieg von 5 Cent gegenüber dem Vorjahr.

4. Quartal 2019: deutliche Zuwächse bei Umsatz und EBITDA pre
Im letzten Quartal des Geschäftsjahrs 2019 legte der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 12,7% auf 4,4 Mrd. EUR zu. Dazu trug ein organischer Anstieg um 4,3% bei, der durch die Unternehmensbereiche Healthcare und Life Science getragen wurde. Hinzu kamen vorteilhafte Währungseffekte von 2,2% und ein Portfolioeffekt von 6,2%, der vor allem auf die Akquisition von Versum zurückzuführen ist. Das EBITDA pre stieg um 27,0% auf 1,2 Mrd. EUR. Das EPS pre erreichte 1,54 EUR.

Ausblick 2020: Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie derzeit schwer zu bestimmen
Die möglichen Auswirkungen der aktuellen Coronavirus-Epidemie auf die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und auf das Geschäft von Merck sind derzeit schwer zu bestimmen. Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen verschiedene Szenarien entwickelt. Gemäß dem zurzeit angewandten Szenario erreicht die Epidemie im ersten Quartal 2020 ihren Höhepunkt und klingt im Laufe des zweiten Quartals ab. Für das zweite Halbjahr 2020 wird von einer Normalisierung der Lage ausgegangen. Unter diesen Annahmen sollte sich die Coronavirus-Epidemie im Jahr 2020 mit einem negativen Effekt von -1% im Konzernumsatz niederschlagen. Dieser Effekt dürfte vor allem im ersten Quartal auftreten und stünde im Einklang mit der nachstehenden qualitativen Prognose für das Geschäftsjahr 2020. Sollte sich die Krise jedoch ausweiten oder gar eine globale Rezession auslösen, würde das Unternehmen die Geschäftsprognose anpassen.

Für den Konzern erwartet man im Jahr 2020 ein solides organisches Wachstum der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr, das hauptsächlich von den Unternehmensbereichen Healthcare und Life Science getrieben sein sollte. Für Performance Materials rechnet das Unternehmen mit einem leichten organischen Anstieg. Insbesondere für das Geschäft mit Halbleitermaterialien wird eine starke Wachstumsdynamik erwartet. Mit Blick auf die Wechselkurse geht man infolge der politischen und makroökonomischen Entwicklungen weiterhin von einem volatilen Umfeld aus und erwartet einen leicht unvorteilhaften Währungseffekt auf den Konzernumsatz von 0% bis -3%. Dieser dürfte sich auf die Währungen mehrerer Wachstumsmärkte sowie die Entwicklung des US-Dollars zurückführen lassen.

Hinsichtlich des EBITDA pre rechnet Merck für das Geschäftsjahr 2020 mit einem starken organischen Wachstum, hauptsächlich getrieben von den Unternehmensbereichen Healthcare und Life Science, wobei auch Performance Materials mit einem leichten organischen Wachstum beitragen sollte. Die erwartete Währungsentwicklung dürfte das EBITDA pre des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich leicht, zwischen 0% bis -3%, belasten und sich insbesondere in den Geschäften von Performance Materials und Healthcare niederschlagen.

Eine Prognose für das Ergebnis je Aktie pre veröffentlicht Merck, zusammen mit der ersten quantitativen Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr, im Rahmen des Geschäftsergebnisses des ersten Quartals am 14. Mai 2020.

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