Merck erzielt im 3. Quartal 2017 Konzernumsätze auf dem Niveau des Vorjahres

Merck hat im 3. Quartal 2017 Konzernumsätze auf dem Niveau des Vorjahres erzielt. Das EBITDA vor Sondereinflüssen ging bedingt durch höheren Aufwand für Forschung und Entwicklung, Vorbereitungen zu den Markteinführungen bei Healthcare sowie die Geschäftsentwicklung bei den Flüssigkristallen um –8,3% zurück.

„Wir haben in Healthcare und Life Science ein gesundes organisches Wachstum erzielt. Bei Performance Materials hilft uns unser diversifiziertes Portfolio mit insgesamt vier starken Säulen, mit den Herausforderungen bei den Flüssigkristallen umzugehen“, sagte Stefan Oschmann, CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung. „Wir bestätigen den Ausblick für das Gesamtjahr trotz Gegenwind auf der Währungsseite. Die Nettoverschuldung haben wir gegenüber Jahresbeginn um eine Milliarde Euro gesenkt.“

Der Konzernumsatz wuchs im 3. Quartal um 0,1% und hielt sich mit 3,7 Mrd. EUR auf Vorjahresniveau (Q3 2016: 3,7 Mrd. EUR). Getragen von den Unternehmensbereichen Healthcare und Life Science stiegen die Konzernumsätze dabei organisch um 4,2%. Dem standen jedoch negative Währungseffekte in Höhe von –3,7% gegenüber, die hauptsächlich auf den gegenüber dem Euro schwächeren US-Dollar  zurückgingen. Portfoliobedingt gingen die Umsätze um –0,4% zurück. Geographisch betrachtet trugen alle Berichtsregionen zum organischen Wachstum des Konzerns bei.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen, die wesentliche Ertragskennzahl von Merck, sank im 3. Quartal um –8,3% auf 1,1 Mrd. EUR (Q3 2016: 1,2 Mrd. EUR), was im Wesentlichen auf die höheren Forschungs- und Entwicklungskosten im Unternehmensbereich Healthcare sowie die Normalisierung der Marktanteile bei Flüssigkristallen zurückzuführen ist. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag bei 28,9% und somit unter dem Vorjahresquartal (Q3 2016: 31,5%). Das Konzern-EBIT wuchs insbesondere aufgrund des Gewinns aus dem Verkauf des Biosimilars-Geschäfts um 33,3% auf 901 Mio. EUR (Q3 2016: 676 Mio. EUR). Das Konzernergebnis stieg um 41,1% auf 645 Mio. EUR (Q3 2016: 457 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen sank indes im 3.

Quartal 2017 um –11,2% auf 1,51 EUR (Q3 2016: 1,70 EUR).

Zum 30. September 2017 hat Merck seine Nettofinanzverbindlichkeiten, die hauptsächlich aus dem Zukauf von Sigma-Aldrich resultieren, auf 10,5 Mrd. EUR zurückgeführt (31.12.2016: 11,5 Mrd. EUR). Zum 30. September 2017 beschäftigte Merck weltweit knapp 53.000 Mitarbeiter.

Merck wächst in den ersten neun Monaten organisch
Von Januar bis September 2017 stiegen die Umsatzerlöse von Merck um 2,5% auf 11,5 Mrd. EUR (Jan.-Sept. 2016: 11,2 Mrd. EUR). Diese Steigerung ist auf ein organisches Umsatzwachstum von 3,2% zurückzuführen. Leicht negative Währungseffekte wirkten sich in den ersten neun Monaten mit –0,2% auf den Konzernumsatz aus. Merck erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 ein EBITDA vor Sondereinflüssen in Höhe von 3,4 Mrd. EUR, das damit auf Vorjahresniveau lag (Jan.-Sept. 2016: 3,4 Mrd. EUR). Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen stieg in den ersten neun Monaten 2017 leicht um 1,3% auf 4,85 EUR (Jan.-Sept. 2016: 4,79 EUR).

Ausblick für 2017 bestätigt
Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem leichten bis moderaten organischen Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr. Seit unserer Berichterstattung zum 2. Quartal hat sich die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar und verschiedenen Emerging-Market-Währungen fortgesetzt. Die Umsatzerlöse für den Konzern für 2017 werden voraussichtlich aufgrund der geänderten Währungserwartungen am unteren Ende der bisher avisierten Spanne von 15,3 bis 15,7 Mrd. liegen. Den Korridor für das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns hält Merck unverändert bei 4,4 bis 4,6 Mrd. EUR, geht aber aufgrund des insgesamt schwierigeren Währungsumfelds seit der Berichterstattung zum 2. Quartal davon aus, dass das EBITDA vor Sondereinflüssen im Jahr 2017 ebenfalls am unteren Ende der Spanne liegen wird.

 

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