Merck holt Pharmasparte zurück

Merck will die Zentrale für das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten laut einem Pressebericht von Genf nach Darmstadt zurückholen. Diesen Plan verfolge der neue Pharmachef Stefan Oschmann, berichtet das "Manager Magazin" unter Berufung auf Konzernkreise am Mittwoch vorab. Der Dax-Konzern will nach den jüngsten Rückschlägen sein Pharmageschäft auf mehr Effizienz und Erfolg trimmen. Ein Merck-Sprecher lehnte einen Kommentar ab. Zu Gerüchten nehme das Unternehmen nicht Stellung. Die Pharmaforschung solle gestrafft, unnötige Bürokratie abgebaut und Kosten gespart werden, hatte Unternehmenschef Karl-Ludwig Kley auf der Hauptversammlung Anfang April angekündigt. Details werden erst in der zweiten Jahreshälfte erwartet, wenn auch der neue Finanzchef Matthias Zachert an Bord ist. Er tritt sein Amt am 1. Juni an. Die Pharmasparte Merck Serono macht mit 5,8 Mrd. € Jahresumsatz fast zwei Drittel des Darmstädter Dax-Konzerns aus. In der Arzneimittelforschung von Merck war zuletzt vieles schiefgegangen. So war die Tablette Cladribin gegen Multiple Sklerose - die größte Medikamentenhoffnung des Unternehmens seit Jahren bei den Arzneimittelbehörden in Europa und den USA durchgefallen. Dem Magazin zufolge ist die Verlagerung der Merck-Serono-Führung Teil eines größeren Umbauprogramms, das Oschmann seiner Sparte in den kommenden Monaten verordnen wolle.

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