Merck mit historischem Rekordjahr

Akquisitionen beeinflussen Ergebnis positiv

Merck hat das Jahr 2015 mit Rekordzahlen abgeschlossen und geht gestärkt aus seinem 2007 begonnenen Transformationsprozess hervor. Umsatz und EBITDA vor Sondereinflüssen liegen so hoch wie noch nie in der beinahe 350-jährigen Geschichte von Merck.

Die Umsatzerlöse des Konzerns wuchsen 2015 kräftig um 13,0% auf 12,8 Mrd. EUR (2014: 11,4 Mrd. EUR). Dabei wirkten sich die Akquisitionen von AZ Electronic Materials (AZ) und Sigma-Aldrich mit 4,3% auf das Umsatzwachstum aus. Auch organisch erzielte Merck 2,6% mehr Umsatz als im Vorjahr. Günstige Währungseffekte, vor allem bedingt durch die Stärke des US-Dollar, trugen mit 6,2% zum Umsatzwachstum bei.

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 4,6% auf 1,8 Mrd. EUR (2014: 1,8 Mrd. EUR). Das EBITDA vor Sondereinflüssen, die wichtigste Kennzahl zur Steuerung des operativen Geschäfts, wuchs um 7,1% auf 3,6 Mrd. EUR und lag, getragen von den Unternehmensbereichen Life Science und Performance Materials, deutlich über dem Vorjahr (2014: 3,4 Mrd. EUR).

Das den Anteilseignern zustehende Konzernergebnis sank 2015 indes um -3,7% und liegt bei 1,1 Mrd. EUR (2014: 1,2 Mrd. EUR). Hierzu trugen Einmalaufwendungen im Zuge der Sigma-Aldrich-Akquisition und -Integration sowie höhere Zinsaufwendungen zur Finanzierung der Übernahme bei. Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen stieg um 5,9% auf 4,87 EUR (2014: 4,60 EUR). Der Hauptversammlung am 29. April 2016 wird vorgeschlagen, die Dividende um 5 Cent auf 1,05 EUR je Aktie zu erhöhen.

Somit konnte der Konzern seine Prognose für 2015 hinsichtlich Umsatz, EBITDA vor Sondereinflüssen und Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen bestätigen oder übertreffen.

Obgleich Merck zur Jahresmitte zwischenzeitlich eine Netto-Cash-Position aufgebaut hatte, schnellten die Nettofinanzverbindlichkeiten zum Ende des Geschäftsjahrs 2015 durch die Kaufpreiszahlung für Sigma-Aldrich auf 12,7 Mrd. EUR in die Höhe (31.12.2014: 559 Mio. EUR). Wie bei den großen Übernahmen der Vergangenheit will Merck seine starke Innenfinanzierungskraft nutzen, um sich schnell zu entschulden. Zum Ende des Jahres 2015 beschäftigte das Unternehmen weltweit 49.613 Mitarbeiter (31.12.2014: 39.639).

Dass Merck somit rund 10.000 Mitarbeiter mehr beschäftigte als ein Jahr zuvor, lag vor allem an der erfolgreich vollzogenen Übernahme von Sigma-Aldrich.

„2015 war nicht nur ein ereignisreiches Jahr für Merck, sondern vor allem ein erfolgreiches. Wir sind erneut profitabel gewachsen. Mit der Akquisition von Sigma-Aldrich haben wir den Portfolio-Umbau der letzten Jahre erfolgreich abgeschlossen. In der Immunonkologie haben wir sechs zulassungsrelevante Studien gestartet. Forschungsfortschritte und richtungsweisende Investitionen in allen Unternehmensbereichen bilden das Fundament für zukünftige Erfolge. Und unser neuer Markenauftritt zeigt, was Merck ausmacht – denn er ist bunt und voller Energie“, sagte Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung.

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