Morphosys bestätigt Prognose

Ergebnisse des ersten Quartals 2018

Morphosys hat heute die Ergebnisse des ersten Quartals 2018 vorgelegt. Die Konzernumsatzerlöse betrugen 2,8 Mio. EUR, verglichen mit Umsatzerlösen von 11,8 Mio. EUR im ersten Quartal des Vorjahres. Der erwartete Rückgang ist hauptsächlich auf den Abschluss der aktiven Partnerschaft mit Novartis zurückzuführen, die gemäß Vertrag im November 2017 endete.

Im Segment Proprietary Development konzentriert sich das Unternehmen auf die Erforschung und Entwicklung eigener Produktkandidaten in den Bereichen Krebs und entzündliche Erkrankungen. Im ersten Quartal 2018 verzeichnete dieses Segment Umsätze von 0,2 Mio. EUR (Q1 2017: 0,2 Mio. EUR).

Im Segment Partnered Discovery setzt man seine firmeneigene Technologie ein, um neue Antikörper für Pharmaunternehmen zu generieren. Das Unternehmen profitiert von den Entwicklungsfortschritten der Partner in Form von Forschungsentgelten, Lizenzgebühren, erfolgsbasierten Meilensteinzahlungen und Tantiemen (Umsatzbeteiligungen). Im ersten Quartal 2018 beliefen sich die Umsätze in diesem Segment auf 2,6 Mio. EUR (Q1 2017: 11,6 Mio. EUR).

Die gesamten betrieblichen Aufwendungen erreichten im ersten Quartal 2018 eine Höhe von 21,9 Mio. EUR (Q1 2017: 26,9 Mio. EUR). Die Aufwendungen für die Entwicklung eigener Produkte und die Technologieentwicklung sanken um 18% auf 15,5 Mio. EUR (Q1 2017: 19,0 Mio. EUR). Dieser Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die gesunkenen Entwicklungskosten für MOR202 im Zusammenhang mit dem im November 2017 geschlossenen Lizenzvertrag mit I-Mab zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich im ersten Quartal 2018 auf -19,0 Mio. EUR (Q1 2017: -14,9 Mio. EUR). Der operative Verlust spiegelt wie erwartet die laufenden Aktivitäten in der klinischen Entwicklung der firmeneigenen Medikamentenkandidaten sowie den erwarteten Umsatzrückgang wider. Das Segment Proprietary Development erzielte ein EBIT von -15,9 Mio. EUR (Q1 2017: -18,9 Mio. EUR). Das EBIT im Segment Partnered Discovery betrug 0,6 Mio. EUR (Q1 2017: 7,3 Mio. EUR). Das Konzernergebnis lag bei -19,5 Mio. EUR (Q1 2017: -15,0 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie erreichte -0,67 EUR (Q1 2017: -0,52 EUR).

Zum Ende des ersten Quartals 2018 verfügte das Unternehmen über eine Liquiditätsposition von 285,8 Mio.

EUR, verglichen mit 312,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017. In der Bilanz wird diese Liquiditätsposition in den folgenden Positionen dargestellt: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente; finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen erfolgswirksam erfasst werden, und andere finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten. Der Bruttoerlös aus der Kapitalerhöhung aus dem erfolgreichen Nasdaq-Börsengang im April 2018 in Höhe von 239,0 Mio. USD ist in der Liquiditätsposition zum 31. März 2018 nicht enthalten.

Die Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien betrug 29.420.785 zum Ende des ersten Quartals 2018 (31. Dezember 2017: 29.420.785). Die Anzahl der Aktien enthält nicht die im Zusammenhang mit dem Nasdaq-Börsengang ausgegebenen Aktien.

„Wir sind gut ins Jahr gestartet und haben im ersten Quartal 2018 bei mehreren wichtigen Wirkstoffprogrammen große Fortschritte erzielt. Im Mittelpunkt steht unser am weitesten fortgeschrittener eigener Medikamentenkandidat MOR208. Hier meldeten wir aktualisierte Zwischenergebnisse der laufenden L-MIND-Studie in der Indikation des aggressiven Lymphoms. Während des Quartals führten wir konstruktive Gesprächen mit der FDA, die den Weg zur Marktzulassung unter dem aktuellen Status Therapiedurchbruch deutlich klarer gemacht haben", sagte Vorstandsvorsitzender Simon Moroney. „Außerdem haben wir gemeinsam mit unserem Partner Galapagos vielversprechende Daten aus der Phase 1-Studie mit MOR106 bei atopischer Dermatitis vorgestellt und kürzlich die Phase 2-Entwicklung in dieser Indikation gestartet. Und wir freuen uns, dass unser Partner Janssen die Zulassung für Tremfya bei Schuppenflechte in Japan, Brasilien, Australien und Südkorea erhalten hat und in Japan zudem die Zulassung für psoriatische Arthritis."

„Morphosys befindet sich in einer wahrlich spannenden Phase seiner Unternehmensentwicklung. Angetrieben von den Zwischenergebnissen der L-MIND-Studie und unseren konstruktiven Gesprächen mit der FDA werden wir nun mit dem Aufbau von kommerziellen Strukturen in den USA beginnen, um uns auf eine mögliche Vermarktung von MOR208 als unseren ersten eigenen Produktkandidaten vorzubereiten. Dies ist eine zentrale Aufgabe in unseren Plänen, Morphosys zu einem voll integrierten biopharmazeutischen Unternehmen weiterzuentwickeln", sagte Finanzvorstand Jens Holstein.

Finanzprognose und operativer Ausblick für 2018
Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet MorphoSys weiterhin Konzernumsätze zwischen 20 und 25 Mio. EUR. Die Aufwendungen für firmeneigene Entwicklung und Technologieentwicklung werden unverändert in einem Korridor zwischen 95 und 105 Mio. EUR erwartet. Das Unternehmen bestätigt seine Prognose für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von -110 bis -120 Mio. EUR. Diese Prognose beinhaltet weder zusätzliche Umsätze aus potenziellen zukünftigen Kooperationen und/oder Lizenzpartnerschaften noch Effekte aus möglichen Einlizensierungen oder Entwicklungspartnerschaften für neue Wirkstoffkandidaten.

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