Morphosys erhöht Prognose

Morphosys konzentrierte sich 2017 weiterhin darauf, seine Technologien und seine Expertise zur Erforschung und Entwicklung innovativer Arzneimittelkandidaten einzusetzen, sowohl für Partner als auch für firmeneigene Programme.

Der Konzernumsatz stieg 2017 um 34% auf 66,8 Mio. EUR (2016: 49,7 Mio. EUR) und lag somit leicht über der aktualisierten Prognose von November 2017 (63 bis 66 Mio. EUR). Der EBIT-Verlust 2017 lag wie erwartet bei -67,6 Mio. EUR (Prognose: -66 bis -71 Mio. EUR). Die Aufwendungen für F&E stiegen 2017 um 26% auf 99,1 Mio. EUR (Prognose: 96 bis 100 Mio. EUR). Das ergibt eine Liquiditätsposition von 312 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahres 2017.

Der Umsatz enthält Tantiemen (Umsatzbeteiligungen) an Tremfya in Höhe von 1,9 Mio. EUR für das dritte und vierte Quartal 2017. Nach der Zulassung durch die FDA in den Vereingten Staaten Mitte Juli 2017 wurde Tremfya dort im dritten Quartal 2017 auf den Mark gebracht. In Europa und Kanada wurde die Zulassung im November erteilt, gefolgt von der Markteinführung in diesen Regionen. Durch Wechselkurseinflüsse wurden die Tremfya-Tantiemen um 0,2 Mio. EUR verringert.

„2017 war ein ausgesprochen erfreuliches Jahr für uns. Wir haben wesentliche Meilensteine erreicht, die den zunehmenden Fortschritt unserer Produktpipeline bezeugen. Tremfya, von unserem Partner Janssen entwickelt, erhielt die Zulassung in den USA, Europa und Kanada und ist somit das erste Medikament auf dem Markt, das auf unserer Technologie basiert", sagte Vorstandsvorsitzender Simon Moroney. „Ein entscheidender Höhepunkt war die Erteilung des Status des Therapiedurchbruchs für unseren Antikörper MOR208 gegen Blutkrebs durch die FDA. Wir sind in konstruktiven Gesprächen mit der FDA, um die weiteren Schritte für einen Zulassungsantrag und die Prüfung von MOR208 durch die FDA abzustimmen. Insgesamt haben wir 2017 in unserem gesamten Entwicklungsportfolio deutliche Fortschritte erzielt und das Jahr mit 114 Programmen in Forschung und Entwicklung auf einem Rekordniveau abgeschlossen. Weitere Höhepunkte waren die Vertragsunterzeichnung mit I-Mab Biopharma zur Weiterentwicklung unseres Krebs-Antikörpers MOR202 in China sowie die klinischen Phase 1-Ergebnisse des gemeinsam mit Galapagos entwickelten Antikörper-Programms MOR106, das erste Anzeichen klinischer Aktivität bei atopischer Dermatitis gezeigt hat."

„Im Falle einer Zulassung von MOR208 setzen wir auf eine Kommerzialisierungsstrategie, um den Wert des Programms zu maximieren", kommentierte Finanzvorstand Jens Holstein.

„Wir erwarten in den kommenden Jahren steigende Einkünfte auf Basis der Umsatzbeteiligung an Tremfya. Zudem sehen wir finanzielles Potenzial durch weitere Partnerprogramme. Wir beabsichtigen, verstärkt in unsere firmeneigenen Programme zu investieren, um so den Unternehmenswert für unsere Aktionäre auch in Zukunft zu steigern."

Im Geschäftsjahr 2018 plant man eine deutliche Erhöhung der Ausgaben mit dem Ziel, MOR208 zur Marktreife zu bringen und notwendige Vorbereitungen für eine Kommerzialisierung zu treffen. Da sich die Umsätze des Unternehmens künftig vermehrt aus produktbasierten Einnahmen anstelle von Einnahmen aus Dienstleistungen generieren werden, erwartet man für 2018 einen Konzernumsatz im Bereich von 20 bis 25 Mio. EUR. Diese Prognose beinhaltet Tremfya-Tantiemen von 12 bis 17 Mio. EUR basierend auf konstanten Umrechnungskursen für den US-Dollar. Aufwendungen für die firmeneigene Forschung und Entwicklung werden in Höhe von 95 bis 105 Mio. EUR erwartet. Das Unternehmen rechnet mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von -110 bis -120 Mio. EUR.

Kontaktieren

Jetzt registrieren!

Die neusten Informationen direkt per Newsletter.

To prevent automated spam submissions leave this field empty.