Neues aus dem VAA

Einkommensumfrage 2011

Der zurückliegende Aufschwung in der Chemie hat sich bei den rund 5.600 befragten Führungskräften in Einkommenszuwächsen niedergeschlagen. Die Unternehmen haben ihre Erfolge an die Mitarbeiter weitergegeben. Insbesondere die Boni lagen 2011 deutlich über dem Vorjahresniveau.
Die Gesamteinkommen sind im vergangenen Jahr um 9,6 % gestiegen. Grund für diese spürbare Steigerung des Gesamteinkommens - im Vorjahr nur um 2 % angestiegen - ist der Zuwachs der Boni um durchschnittlich 44 %. Dies entspricht einer Steigerung von durchschnittlich 5.000 €. Vor allem Großunternehmen mit über 10.000 Mitarbeitern haben ihren wirtschaftlichen Erfolg über die variablen Einkommensbestandteile an die Führungskräfte weitergegeben: In den Großfirmen lagen die Bonuszahlungen in 2011 um 69 % über dem Vorjahresniveau.

Die Fixgehälter der Führungskräfte sind im vergangenen Jahr um insgesamt 3,3 % im Vergleich zum Vorjahresniveau gestiegen. Die sonstigen Einkommensbestandteile wie etwa Erlöse aus Aktienoptionen, Erfindervergütungen oder Sonderzahlungen blieben weitestgehend konstant. Die Längsschnittbetrachtung über einen längeren Zeitraum hinweg zeigt, dass das Fixgehalt in den unteren Berufsjahren stärker ansteigt, während in den oberen Berufsjahren ein geringerer prozentualer Anstieg zu beobachten ist.

Unternehmensgröße ist entscheidend

Führungskräfte in Großunternehmen haben ein deutlich höheres Gehalt. Die Gesamteinkommen in Firmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern liegen rund 28 % über denen mit weniger als 1.000 Mitarbeitern. Pro Berufsjahr wächst das Gesamteinkommen zwischen dem 5. und dem 25. Berufsjahr um durchschnittlich 3.300 €.

„Obere" Führungskräfte der Stufe 2 verdienen durchschnittlich 25 % mehr als Führungskräfte des gehobenen außertariflichen Bereichs und Leitende Angestellte der Stufe 3. Deren Einkommen liegen wiederum 42 % über denen von Mitarbeitern aus dem tarifnahen außertariflichen Bereich der Stufe 4. Auch der Funktionsbereich ist ein entscheidender Einflussfaktor für das Gesamteinkommen: So liegen die Einkommen im Bereich Forschung und Entwicklung unterhalb der Einkommen in anderen Funktionsbereichen.

Gleicher Start - ungleicher Verlauf

Der Vergleich zwischen Männern und Frauen zeigt, dass die Gesamteinkommen in den ersten elf Berufsjahren etwa auf gleicher Höhe liegen.

Ab dem zwölften Berufsjahr bildet sich jedoch eine Schere aus und die Gesamteinkommen der Frauen liegen deutlich niedriger. Nach 29 Jahren ist das Gesamteinkommen der Frauen um etwa 10 % niedriger als das der Männer. Während die Frauen 15 % der Manager auf den unteren Führungsebenen stellen, reduziert sich dieser Anteil auf den höheren Ebenen auf 6 %.

Laut der Einkommensumfrage unterscheidet sich der Berufsweg der Führungskräfte auf höheren Stufen von denen auf niedrigeren Stufen vor allem durch häufigere Auslandaufenthalte im Beruf, häufigere Wechsel der Funktionsbereiche sowie eine höhere Promotionsrate. Berufliche Wechsel in andere Unternehmen waren 2011 verbunden mit einer durchschnittlichen Steigerung des Fixeinkommens von 7 % sowie einer deutlich höheren Arbeitszufriedenheit.

Dienstwagen nur auf höheren Stufen

Die Gesamteinkommen setzten sich in 2011 im MTV-Bereich zusammen aus 81 % Fixgehalt, 16 % variablen Bezügen und 3 % sonstigen Einkommensbestandteilen. Der wertmäßig größte sonstige Einkommensbestandteil sind die Erlöse aus Aktienoptionen. Solche Erlöse erzielten jedoch nur rund 7 % der Teilnehmer. Der anteilmäßig häufigste sonstige Einkommensbestandteil ist die Erfindervergütung. Rund 24 % der Teilnehmer erhielten Erfindervergütungen von durchschnittlich 900 Euro. Während auf Stufe 4 nur 7 % über einen Dienstwagen verfügen, ist dies bei 59 % der Teilnehmer auf Stufe 2 der Fall. Der durchschnittliche Listenpreis eines Dienstwagens liegt bei rund 44.000 €.

Die Einkommensumfrage ist eine der wichtigsten Verbandsleistungen des VAA. Sie wird seit 1963 durchgeführt und seit 2008 wissenschaftlich begleitet von Professor Christian Grund, Universität Duisburg-Essen, Mercator School of Management. Die wissenschaftlich fundierte Auswertung sichert eine große Datenbelastbarkeit und noch höhere Auswertungsstandards. An der Umfrage 2011 haben sich knapp 5.600 Mitglieder von VAA und Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) beteiligt. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 29 %. VAA-Mitglieder erhalten jedes Jahr die Broschüre mit den detaillierten Ergebnissen der Einkommensumfrage per Post nach Hause. 

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