P&G verkauft Wella an Coty

Procter & Gamble (P&G) verkauft den Haarpflegehersteller Wella zusammen mit weiteren Marken für 12,5 Mrd. USD an den US-Konzern Coty, der von der deutschen Unternehmerfamilie Reimann kontrolliert wird. Damit hat der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel im Rennen um Wella den Kürzeren gezogen. Es hatte sich bereits angedeutet, dass Coty der bevorzugte Bieter sein würde. Ein Grund ist offenbar, dass Coty ein ganzes Bündel von Kosmetik-, Parfüm- und Haarpflegemarken übernehmen will, während Henkel Insidern zufolge nur an der Haarpflegesparte Wella interessiert war, deren Wert Experten auf 5 bis 7 Mrd. USD taxieren. 

Coty wurde 1904 von dem französischen Parfümeur Francois Coty gegründet und gehört heute den Reimanns, die vergangenes Jahr über ihren niederländischen Konzern D.E Master Blenders (Senseo) für fünf Milliarden Dollar das Kaffeegeschäft des US-Konzerns Mondelez mit den Marken Jacobs und Tassimo übernommen haben. Die Reimanns haben ihr Vermögen mit dem Ludwigshafener Spezialchemiekonzern Benckiser und dessen Verkauf an den britischen Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser gemacht. An dem Hersteller von Calgon-Entkalker, Kukident-Zahnprothesenreiniger und Durex-Kondomen hält die Familie noch einen Minderheitsanteil.

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