Roche in Deutschland für die Zukunft stark aufgestellt

Diagnostics-Sparte kann zulegen

Das Jahr 2017 steht bei den Roche Gesellschaften Pharma und Diabetes Care im Zeichen der Transformation. Die Diagnostics-Sparte kann zulegen.

Pharma: Nachfrage nach neuen Produkten nimmt zu
Die Marktakzeptanz neuer innovativer Medikamente kompensiert weitestgehend den Eintritt der biosimilaren Antikörper als neue Wettbewerber im Pharmageschäft von Roche in Deutschland in 2017. Diese Entwicklung im Produktportfolio zeigt sich auch im Geschäftsergebnis, das mit einem leichten Umsatzrückgang von -1,6% auf 1,85 Mrd. EUR im Berichtsjahr abschloss. Im Ranking der umsatzstärksten Pharmaunternehmen in Deutschland nimmt Roche 2017 den zweiten Platz im verschreibungspflichtigen Gesamtmarkt ein (Marktanteil: 5,6%). Nach wie vor hält Roche mit seinem Portfolio die führende Marktposition im Krankenhausgeschäft (Marktanteil: 14,9%) und in der Onkologie (Marktanteil: 26,3%). Hauptgeschäftsfeld bleibt die Onkologie mit einem Umsatzanteil von 81% (-1,9%, gefolgt von der Rheumatologie mit 11% (-0,2%).

„Die hohe Akzeptanz und Nachfrage nach unseren Produktneuheiten zeigt, dass wir den Markteintritt der biosimilaren Antikörper mit Medikamenten der nächsten Generation kompensieren können“, sagt Vorstand Hagen Pfundner.

Diagnostics: Erfolgskurs setzt sich 2017 fort
Die Diagnostics-Vertriebsgesellschaft von Roche in Deutschland hat auch das Jahr 2017 mit einem deutlichen Plus abgeschlossen: Mit 582 Mio. EUR steigerte die Gesellschaft im letzten Jahr die Umsätze um 6,8% im Vergleich zu 2016. Roche macht 31% des IVD-Marktes aus und wächst damit deutlich über dem Markt. Ein wichtiger Wachstumstreiber ist das Systemportfolio, das den Trend zur Automation im Labor begleitet. Roche bietet Lösungen, die Labore sowohl unterstützen, dem wachsenden Kostendruck im Gesundheitswesen zu begegnen als auch die diagnostische Qualität zu steigern, weil fehleranfällige manuelle Arbeitsschritte entfallen. Proben, die automatisiert bearbeitet und analysiert werden, sind Basis einer hohen Ergebnissicherheit im medizinischen Befund. Ein weiterer starker Treiber ist das große Reagenzportfolio. Allein im serologischen Bereich bringt Roche im Jahr durchschnittlich fünf neue Parameter auf den Markt.

In Zeiten der Digitalisierung sind auch im Labor Ideen und Antworten gefragt, die den Arzt dabei unterstützen, seine Entscheidungsfindung zu erleichtern: Roche investiert stark in digitale Lösungen, erste Produkte sind bereits auf dem Markt. So stellt das Navify Tumor Board relevante klinische Daten zur Entscheidungsunterstützung in der Onkologie bereit, während mit der Übernahme der Firma Viewics eine Plattform für datenbasierte Business Analytics im Labor angeboten wird.

Diabetes Care: Fortführung der Digitalisierungsstrategie und innovative Produkteinführungen
Der Diabetes Care Markt befindet sich in einer grundlegenden Umbruchphase – von der klassischen Blutzuckermessung hin zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM). Gleichzeitig steigt die Zahl der Diabetes-Patienten ständig. Damit verbunden ist ein steigender Bedarf an digitalen Lösungen, die den Umgang mit den zunehmenden Datenmengen vereinfachen.

Auf diese Entwicklung reagierte Roche Diabetes Care u. a. mit dem Launch und der Öffnung der Accu-Chek Smart Pix Software 3.0. Damit stellt das Unternehmen die Interoperabilität mit vielen gängigen Glukosemessgeräten und Insulinpumpen auch anderer Hersteller sicher. Die erste Digitalisierungs- und Versorgungsstudie (PDM ProValue) zeigt zudem, dass Accu-Chek Smart Pix in Verbindung mit einem strukturiertem Behandlungsprozess die Therapieergebnisse signifikant verbessert. Mit dem Launch des weltweit ersten Langzeit-CGM Systems, Eversense, ist Diabetes Care darüber hinaus erfolgreich in den Zukunftsmarkt der kontinuierlichen Glukosemessung eingestiegen.

Im klassischen Teststreifengeschäft konnte das Unternehmen trotz schrumpfenden Marktvolumens (-4,8%) mit dem Launch des innovativen Accu-Chek Guide Blutzuckermesssystems seine Marktführerschaft behaupten und bei den Marktanteilen auf 37% zulegen.

Kontinuierlich hohe Investitionen stärken Wirtschaftsstandort
2017 stiegen die Lieferungen in den Konzern um 3,8% auf 3,8 Mrd. EUR (2016: 3,67 Mrd. EUR). Auch 2017 investierte die Roche-Gruppe kräftig in die deutschen Standorte, vor allem in den Neu- und Ausbau von Produktionsanlagen, Technologien und in Infrastrukturmaßnahmen. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug im letzten Jahr 495 Mio. EUR. Insgesamt flossen in den letzten fünf Jahren 2,5 Mrd. EUR an die deutschen Standorte. Auch die Mitarbeiterentwicklung ist positiv: Deutschlandweit wurden rund 240 neue Stellen geschaffen, vorwiegend in Entwicklung und Produktion im Bereich Diagnostik. Durch die kontinuierlich hohen Investitionen in modulare und multifunktionale Produktions- und Laborgebäude ist Roche in Deutschland bestens gerüstet um flexibel auf die aktuellen und künftigen Produktionsnachfragen des Konzerns zu reagieren.

Am Biotechnologie-Standort Penzberg schloss Roche 2017 den Ausbau des Werks mit insgesamt fünf Großprojekten und einem Volumen von rund 600 Mio. EUR ab. In Mannheim steht dieses Jahr ebenfalls der Abschluss mehrerer Bauprojekte an. Gebäude im Gesamtinvestitionsvolumen von rund 400 Mio. EUR werden im Laufe des Jahres fertig gestellt.

Roche in Deutschland baut Digitalisierung im Gesundheitswesen aus
„Digitale Anwendungen verändern das Leben der Patienten und den Arbeitsalltag von Medizinern“, sagt Hagen Pfundner. „Die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet voran und bietet für die Forschung und Entwicklung von Medikamenten sowie die Versorgung von Patienten ganz neue Möglichkeiten.“ Schon jetzt bietet das Unternehmen zahlreiche Lösungen und Produkte an, die dieses Potential realisieren. So vernetzt das Accu-Chek View Präventions- und Diabetesmanagement Programm Ärzte und Patienten mit Prä- und Typ-2-Diabetes. Kürzlich publizierte Studienergebnisse zeigen, dass die Anwendung signifikant Gewicht reduziert und so hilft, das Diabetes Risiko zu senken und Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Im Bereich Diagnostics setzt Roche mit dem Navify Tumor Board auf eine Entscheidungsunterstützung von onkologischem Fachpersonal auf der Basis relevanter klinischer Daten. Mit der Übernahme des Unternehmens Viewics bietet man darüber hinaus eine Plattform für datenbasierte Business Analytics im Labor. Die strategische Partnerschaft mit Foundation Medicine (FMI) und Flatiron kombiniert die Expertise im Bereich Big Data, molekularer und medizinischer Informationen sowie der Biotechnologie. Das Potenzial der Digitalisierung wird so bestmöglich genutzt, um die personalisierte Medizin auf das nächste Level zu bringen.

Der Standort Penzberg wird nachhaltig zu einem Exzellenzzentrum für personalisierte Medizin ausgebaut. Dort werden interne und externe Netzwerke sowie eine starke IT-Infrastruktur mit der Expertise aus Pharma und Diagnostics zusammengeführt und ermöglichen so eine gezieltere und schnellere Forschung und Entwicklung. Auch in der Produktion eröffnen sich neue Wege. Beispielsweise vereinfachen „Smart Glasses“ die Instandhaltung und ermöglichen den Experten enger und ortsunabhängig zusammenzuarbeiten. Die Wartung und Reparatur erfolgt aus der Ferne - ein weiteres Beispiel wie digitale Technologien Effizienz und Qualität in der Produktion erhöhen.

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