Stada 2017 mit guter Geschäftsentwicklung

„Beim Konzernumsatz, EBITDA und Konzerngewinn konnten wir 2017 auf bereinigter Basis hohe Steigerungsraten erzielen. Dabei haben sich sowohl das Generika- als auch das Markenproduktgeschäft sehr gut entwickelt. Darüber hinaus wurden wichtige Weichen für nachhaltiges Wachstum von Stada über das Jahr 2018 hinaus gestellt“, so der Vorstandsvorsitzende Claudio Albrecht.

Der ausgewiesene Konzernumsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 um 8% auf 2.313,9 Mio. EUR. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Steigerung im belgischen, italienischen und serbischen Generika- sowie russischen Markenprodukt-Segment. Der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz stieg um 6% auf 2.255,3 Mio. EUR. Im Wesentlichen basierte dieses Wachstum auf Umsatzsteigerungen im belgischen und italienischen Generika- sowie russischen Markenprodukt-Segment.

Stada stellte auch im Geschäftsjahr 2017 seine erfolgreiche Produktentwicklung mit der Einführung von insgesamt 670 Produkten im Generika- und Markenprodukt-Segment unter Beweis (Vorjahr: 665). Mit über 1.200 laufenden Zulassungsverfahren zum 31. Dezember 2017 für mehr als 170 pharmazeutische Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen für über 55 Länder verfügt das Unternehmen unverändert über eine gut gefüllte Produkt-Pipeline.

Ertragskennzahlen durch Sondereffekte beeinflusst
Die ausgewiesenen Ertragskennzahlen waren durch Sondereffekte beeinflusst, die insbesondere auf Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der 2017 vollzogenen Übernahme durch Bain Capital und Cinven sowie auf Abfindungen zurückzuführen waren.

Bereinigtes EBITDA steigt um 9%
Das ausgewiesene EBITDA nahm 2017 um 1% auf 363,8 Mio. EUR zu. Diese Entwicklung war durch gegenläufige Effekte geprägt. Zum einen konnten Verbesserungen des operativen Ergebnisses im belgischen, deutschen und spanischen Generika-Segment sowie eine starke Umsatzentwicklung und positive Translationseffekte in Russland erzielt werden. Zum anderen gab es Belastungen durch hohe Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit der in 2017 vollzogenen Übernahme. Das bereinigte EBITDA verzeichnete eine Zunahme von 9% auf 433,9 Mio. EUR – maßgeblich auf Grund der verbesserten operativen Ergebnisse im belgischen, deutschen und spanischen Generika-Segment sowie der starken Umsatzentwicklung – insbesondere des Markenprodukt-Segments – und der positiven Translationseffekte in Russland.

Bereinigter Konzerngewinn mit 10% Wachstum
Der ausgewiesene Konzerngewinn reduzierte sich im Geschäftsjahr 2017 um 1% auf 85,3 Mio.

EUR. Belastend wirkten sich die Sondereffekte im Zusammenhang mit der Übernahme aus. Darüber hinaus beeinflusste eine erhöhte Steuerquote den Konzerngewinn. Ursache hierfür waren eine geänderte Allokation der Vorsteuerergebnisse mit deutlich gestiegenen Ergebnisbeiträgen in Deutschland und der Russischen Föderation sowie nachteilige Effekte durch die Entkonsolidierung der Stada Vietnam. Der bereinigte Konzerngewinn zeigte einen Zuwachs von 10% auf 195,6 Mio. EUR – maßgeblich resultierend aus der positiven Entwicklung des operativen Ergebnisses in Belgien, Deutschland, Spanien und Russland.

Dividendenvorschlag
Das Unternehmen verfolgt das Ziel, ihr Wachstum zu beschleunigen und ihre Position im globalen Pharmamarkt in den kommenden Jahren auszubauen. Um dieses Ziel zu erreichen, erachten der Vorstand und der Aufsichtsrat es als erforderlich, Investitionen in F&E, neue Produkte, Technologien und Märkte deutlich zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund schlagen beide Gremien der Hauptversammlung am 6. Juni 2018 vor, eine Dividende von 0,11 EUR je Stada-Aktie auszuschütten (Vorjahr: 0,72 EUR).

Cashflow rückläufig
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 262,9 Mio. EUR (Vorjahr: 333,5 Mio. EUR), unter anderem auf Grund eines rückläufigen Factoringvolumens. Der Free Cashflow belief sich auf 140,2 Mio. EUR (Vorjahr: 161,8 Mio. EUR). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen beziehungsweise Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow lag bei 181,2 Mio. EUR (Vorjahr: 243,9 Mio. EUR).

Nettoverschuldung reduziert
Die Nettoverschuldung konnte zum Bilanzstichtag auf 1.054,7 Mio. EUR reduziert werden (31.12.2016: 1.118,2 Mio. EUR). Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA verbesserte sich 2017 auf 2,4 (Vorjahr: 2,8).

Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2018 geht der Vorstand im Vergleich zum Vorjahr von weiterem Konzernwachstum aus. Dabei sollte der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz bei 2,495 Mrd. EUR +/- 5% liegen. Dies entspricht um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigt einem hohen einstelligen Wachstum. Das bereinigte EBITDA sollte bei 480 Mio. EUR +/- 5% und der bereinigte Konzerngewinn bei 230 Mio. EUR +/- 5% liegen.

Bei dem strategischen Ausblick für 2019 erwartet der Vorstand, einen bereinigten Konzernumsatz von 2,575 Mrd. EUR +/- 5%, ein bereinigtes EBITDA von 540 Mio. EUR +/- 5% und einen bereinigten Konzerngewinn von 275 Mio. EUR +/- 5% erreichen zu können.

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