Strüngmann-Firma schließt Millionendeal mit US-Pharmariese Merck

Die Pharmainvestoren Thomas und Andreas Strüngmann haben für ihre Forschungsfirma AiCuris einen großen Lizenzvertrag mit dem US-Pharmakonzern Merck & Co an Land gezogen. Die auf Wirkstoffe gegen Infektionskrankheiten spezialisierte Wuppertaler Firma verkaufte die Rechte an einem ihrer wichtigsten Wirkstoffe an den US-Konzern. AiCuris winken Zahlungen von bis zu 440 Mio.€, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten. "Dieses ist der erste Lizenzvertrag aus der umfangreichen AiCuris-Pipeline", sagte Thomas Strüngmann. Hauptwirkstoff der Vereinbarung ist die Substanz Letermovir, eine Tablette zum Schutz vor Infektionen durch das menschliche Cytomegalovirus (HCMV). Das Mittel soll unter anderem bei Transplantationen eingesetzt werden. Der Wirkstoff hat bereits die zweite Phase der klinischen Entwicklung abgeschlossen. Neue Präparate müssen erst drei klinische Testphasen bestehen. AiCuris erhalte zunächst eine Zahlung von 110 Mio.€, teilten die Unternehmen mit. Zudem hat die 2006 gegründete Firma Aussicht auf weitere Zahlungen von bis zu 332,5 Mio.€, die an bestimmte Entwicklungs-, Zulassungs- und Verkaufsziele geknüpft sind. AiCuris soll zudem an den künftigen Umsätzen beteiligt werden. "Dieses ist der erste Lizenzvertrag aus der umfangreichen AiCuris-Pipeline", sagte Thomas Strüngmann. Die Kosten für die weitere Entwicklung der Substanzen übernimmt Merck & Co. AiCuris war vor sechs Jahren entstanden, als Bayer seine Anti-Infektiva-Forschung an die Strüngmann-Brüder veräußerte, die damals nach dem Verkauf ihrer Generikafirma Hexal nach neuen Investments suchten. Das Unternehmen forscht unter anderem an Wirkstoffen gegen Hepatitis B und C, Herpes und multiresistente Bakterien. AiCuris hat nach eigenen Angaben 55 Beschäftigte.

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