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Together for Sustainability

Sechs führende Chemiekonzerne gründen Initiative für nachhaltiges Beschaffungsmanagement

29.10.2013 -

Um die Nachhaltigkeit in der Lieferkette zu verbessern, haben BASF, Bayer, Evonik, Henkel, Lanxess und Solvay die Initiative „Together for Sustainability" (TfS) gegründet. Die zwischen den Einkaufschefs der Unternehmen Mitte 2011 verabredete Initiative hat inzwischen nach einer Aufbauphase die zwölfmonatige Pilotphase mit Erfolg abgeschlossen. Während dieser Pilotphase wurden Assessments und Auditierungen in den globalen Lieferketten der Mitgliedsunternehmen durchgeführt.

Ziel der TfS-Initiative ist die Entwicklung und Umsetzung eines globalen Programms zur verantwortungsvollen Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen und der Verbesserung der ökologischen und sozialen Standards bei Lieferanten.

Vereinfachung für Chemiezulieferer
Teilnehmende Lieferanten der beteiligten Chemieunternehmen brauchen jetzt nur noch ein Assessment- oder Audit-Formular anstatt mehrerer Fragebögen zu beantworten. Die sich daraus ergebenden Nachhaltigkeitsinformationen der Zulieferpartner werden allen Mitgliedsunternehmen zur Verfügung gestellt, welche ansonsten jeweils separate Assessments oder Auditierungen von den Lieferanten benötigen würden.
Die Initiative basiert auf bewährten Verfahren und etablierten Grundsätzen wie dem United Nations Global Compact (GC) und Responsible Care Global Charter. Darüber hinaus werden die Richtlinien von der Internationalen Organisation für Arbeit (ILO), der Internationalen Organisation für Normung (ISO) und der amerikanischen Nichtregierungsorganisation Social Accountability International (SAI) berücksichtigt.

Entwicklung zum Industriestandard
Während der im Juni zu Ende gegangenen einjährigen Pilotphase haben die TfS-Mitglieder rd. 2.000 Assessments und Audits initiiert. Die nächste Ausbaustufe, die gegenwärtig läuft und bis Mitte 2015 abgeschlossen werden soll, zielt darauf ab, die Aktivitäten der TfS-Initiative auf weitere Beschaffungsmärkte auszudehnen und neue Mitglieder zu gewinnen. Anschließend soll TfS zum weltweiten Industriestandard weiterentwickelt werden.

Die Aktivitäten der TfS-Initiative umfassen Assessments und Audits von Lieferanten durch unabhängige Experten:
▪ Assessments: Als Partner für die Bewertung der Nachhaltigkeit von Lieferanten hat TfS die in Paris ansässige Rating-Agentur für nachhaltiges Beschaffungsmanagement EcoVadis ausgewählt. Die Ergebnisse und Scorecard Ratings sind innerhalb von TfS über eine webbasierte Plattform zugänglich.
▪ Audits: TfS arbeitet daneben auch mit unabhängigen Prüfgesellschaften zusammen, um die Performance von Lieferanten hinsichtlich Nachhaltigkeit zu ermitteln. Dies geschieht anhand vordefinierter Prüfkriterien, die auf die Anforderungen der chemischen Industrie zugeschnitten sind. Dazu gehören Aspekte wie Management, Umwelt, Gesundheit und Sicherheit sowie Arbeits- und Menschenrechte bis hin zu Themen der ethischen Unternehmensführung. Die Audits umfassen Vor-Ort-Prüfungen, z. B. in Produktionsstätten, Lagerhallen und Bürogebäuden von Lieferanten.
CHEManager befragte die Einkaufschefs (Chief Procurement Officer, CPO) der Gründungsmitglieder BASF, Bayer, Evonik, Henkel, Lanxess und Solvay zu den Hintergründen und Zielen der Initiative „Together for Sustainability". Lesen Sie nachfolgend ihre Statements.