VCI: Die Chancen der steuerlichen Forschungsförderung nutzen

Der Bundestag berät morgen in 1. Lesung laut Tagesordnung das sogenannte Forschungszulagengesetz. Hierzu unterstreicht Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI): „Die steuerliche Forschungsförderung für alle Unternehmen ist eine gute und richtige Investition in die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Wir müssen ihr Potenzial nutzen. Denn sie verspricht langfristig zusätzliche Arbeitsplätze, mehr Wertschöpfung und steigende Steuereinnahmen.“

Das geplante Förderinstrument müsse praxisnah und bürokratiearm gestaltet sein, fordert der VCI. Außerdem sollte bei der Auftragsforschung der Auftraggeber die Forschungszulage erhalten, da er das unternehmerische Risiko der FuE-Aktivitäten trage, betont Tillmann. Das sei auch für kleine und mittlere Unternehmen von Nutzen, denn für sie habe die Auftragsforschung eine große Bedeutung.

Nach Meinung des Chemieverbandes muss die steuerliche Forschungsförderung stetig ausgebaut werden. Nur so ließe sich das politische Ziel erreichen, die Forschungsintensität in Deutschland bis 2025 auf 3,5% des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen. „Die zurzeit maximale Förderung von 500.000 Euro je Unternehmen und Jahr ermuntert die Firmen aber nur wenig, ihre FuE-Anstrengungen kräftig auszuweiten. Daher sollten wir bei diesem Förderinstrument nicht zu lange auf Sparflamme kochen “, sagt Tillmann.

Die geplante Evaluierung der Forschungsförderung nach fünf Jahren wird vom Chemieverband begrüßt. Nur so sei eine praxisgerechte Weiterentwicklung des Instruments zu erreichen.

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