VCI: Mit China zu fairem Wettbewerb kooperieren, die WTO weiterentwickeln

Die internationale Handelsordnung erlebt derzeit schwere Erschütterungen. Die international stark verflochtene chemisch-pharmazeutische Industrie betrachtet diese Entwicklungen mit großer Sorge. Im Vorfeld der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen ordnet Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), das Verhältnis zu China im Lichte der Handelskonflikte ein:

„China hat die Ambition, von der globalen Werkbank zum weltweiten Technologieführer in innovativen Wirtschaftszweigen aufzusteigen. Entsprechend muss die Volksrepublik sich ihrer gewachsenen Verantwortung für die Welthandelsordnung stellen.“ Die deutsche Chemieindustrie sieht Reformbedarf in China, betont Tillmann. Zu den Problemen gehörten der eingeschränkte Marktzugang für Investoren oder staatliche Vorgaben, die den Transfer von Technologie und Know-how von Investoren erzwingen.

Weltlage als Chance nutzen
Tillmann ruft dazu auf, die komplizierte Weltlage als Chance zu nutzen. „Die weitere Marktöffnung Chinas wäre ein Schritt, der ein weitreichendes Signal für den freien Welthandel setzen würde.“ China und die EU müssten darüber hinaus gemeinsam und mit anderen Partnern verstärkt bei Regeln für faireren Wettbewerb zusammenarbeiten. Dazu zählten der Umgang mit Subventionen und der Schutz geistigen Eigentums – auch im Rahmen einer Weiterentwicklung der WTO.

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