VDMA-Forum Prozesstechnik legt auf Achema Prognose vor

Das VDMA-Forum Prozesstechnik hat in einer Pressekonferenz Mitte Februar zur Achema Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung seiner Teilbranchen und eine Prognose 2009 vorgelegt. So steigerten die deutschen Hersteller von Prozesstechnik in den ersten drei Quartalen 2008 die Produktion von Maschinen und Apparaten um 12% gegenüber dem Vorjahreswert auf mehr als 16 Mrd. €, sagte Rüdiger Vieten, Vorsitzender des VDMA-Forums Prozesstechnik und Sprecher des Vorstands der KMPT in Vierkirchen.

2007 war die Produktion dieser Branchen im Vergleich zu 2006 bereits um 16% auf 20 Mrd. € gestiegen. Hinter diesen Zahlen stehen insgesamt 674 VDMA-Mitgliedsunternehmen – Industriearmaturen (170), Pumpen (120), Kompressoren (85), Pharma-Maschinen (68) und verfahrenstechnische Maschinen- und Apparate (231). Neuerdings verspürten diese Branchen „eine deutliche Zurückhaltung bei den wichtigsten Abnehmerbranchen“, so Vieten.

Aus der Chemie sei die Nachfrage deutlich abnehmend, die Pharmabranche sei aber nahezu stabil. Insgesamt, so Vieten weiter, sind die Auftragseingänge in der Prozesstechnik „zwar im letzten Quartal zurückgegangen, aber eben nicht eingebrochen. Ich wage zu behaupten, dass sich der Umsatz Ende 2009 immer noch auf einem höheren Niveau als Ende 2007 bewegen wird.“ Grund dafür sind vor allem die hohen Auftragsbestände der Unternehmen der Prozesstechnik-Branchen. Sie seien in vielen Fällen noch bis Mitte des Jahres oder sogar darüber hinaus ausgelastet. Ob man in diesem Jahr dann noch Wachstumszahlen wie 2008 erreichen werde sei fraglich, aber nicht ausgeschlossen, so Vieten.

„Dieser Optimismus lässt sich jedoch nur aufrecht erhalten, wenn möglichst rasch das Vertrauen in die Geld- und Finanzmärkte weltweit wieder hergestellt wird.“ Die Prozesstechnik-Hersteller sieht Vieten gut gerüstet für schwierigere Zeiten. Die Eigenkapitalquote der Mitgliedsunternehmen wies 2007 mit durchschnittlich 32 bis 41% je Teilbranche einen Höchststand seit der ersten Erfassung vor fast 40 Jahren auf. Die Umsatzrendite vor Steuern lag 2007 bei allen Teilbranchen über 6%.

Auch die Ausgaben der Unternehmen für F&E stiegen; in der Branche Verfahrenstechnik beispielsweise von 1,9 auf 3,3% in den letzten 5 Jahren.

Insgesamt bescheinigte Vieten den Mitgliedsunternehmen eine „hervorragende Innovationsstrategie“, die den Anforderungen der Kunden nachkomme. Diese seien je nach Teilbranche unterschiedlich. Bei Pumpen und Kompressoren sei Energieeffizienz sehr wichtig.

Für verfahrenstechnische Maschinen und Apparate seinen Verfügbarkeit, Risikominimierung beim Betrieb, Produktreinheit oder Dichtigkeit die wesentlichen Anforderungen. Bei den Maschinen und Anlagen für Pharma und Kosmetik sieht Tim Remmert, Vorstandsmitglied der gleichnamigen VDMA-Fachabteilung und Verkaufsleiter der L.B. Bohle in Ennigerloh zwei wesentliche Trends: Die Verbesserung der so genannten Overall Equipment Effectiveness (OEE) infolge langer Rüst- und Reinigungszeiten und ein wachsendes Interesse an kontinuierlichen Produktionsverfahren.

www.vdma.org

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