Wacker erwartet 2016 Umsatzzuwächse

Wacker Chemie hat im Geschäftsjahr 2015 ihr Umsatzziel erreicht und beim Ergebnis die eigenen Erwartungen leicht übertroffen. Wie der Münchner Chemiekonzern bei der Vorlage seines Geschäftsberichts bekannt gab, wuchs der Konzernumsatz mit 5,30 Mrd. EUR (Vj. 4,83 Mrd. EUR) gegenüber dem Vorjahr um rund 10%. Ausschlaggebend für dieses Plus waren höhere Absatzmengen und positive Währungseffekte. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 1.048,8 Mio. EUR (Vj. 1.042,3 Mio. EUR). Das entspricht einer EBITDA-Marge von 19,8% (Vj. 21,6%).

Obwohl die Sondererträge aus einbehaltenen erhaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen von Kunden aus der Solarindustrie deutlich geringer waren als im Jahr 2014, lag das EBITDA auf dem Niveau des Vorjahres. Diese Sondererträge summierten sich im Gesamtjahr 2015 auf 137,6 Mio. EUR (Vj. 206,3 Mio. EUR). Bereinigt um diesen Effekt belief sich das EBITDA des abgelaufenen Geschäftsjahres auf 911,2 Mio. EUR (Vj. 836,0 Mio. EUR). Das ist ein Zuwachs von 9%. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Geschäftsjahres 2015 ist mit 473,4 Mio. EUR (Vj. 443,3 Mio. EUR) gegenüber dem Vorjahr um 7% gewachsen. Unter dem Strich hat WACKER das Geschäftsjahr 2015 mit einem Konzernergebnis von 241,8 Mio. EUR (Vj. 195,4 Mio. EUR) abgeschlossen. Das sind rund 24% mehr als vor einem Jahr.

Der Konzern will 2016 an seine gute Geschäftsentwicklung in einem volatilem Umfeld anknüpfen. Im Gesamtjahr will das Unternehmen seinen Umsatz leicht steigern. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll auf vergleichbarer Basis – also ohne Sondererträge aus Schadenersatzzahlungen sowie aus der Auflösung von Vertrags- und Lieferbeziehungen zu Solarkunden – gegenüber dem Vorjahr ebenfalls leicht zulegen. Unterstützt wird die Entwicklung durch das stabile Chemiegeschäft mit seinem breiten Anwendungsspektrum, das im Jahr 2016 weiter wachsen soll. Der Konzernjahresüberschuss wird aber auf Grund höherer Abschreibungen voraussichtlich deutlich unter dem Wert des Jahres 2015 liegen. Weitere Faktoren, die das Ergebnis mindern, sind die vor allem im 1. Halbjahr anfallenden Anlaufkosten am neuen Standort Charleston im US-Bundesstaat Tennessee, die im Jahresvergleich niedrigeren Preise für Polysilicium und geringere Sondererträge.

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