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Wacker steigert Umsatz

01.02.2017 -

Wacker Chemie hat nach einem guten 4. Quartal ihr Umsatzziel für das Gesamtjahr 2016 erreicht und beim operativen Ergebnis die eigenen Erwartungen übertroffen. Nach vorläufigen Berechnungen erzielte der Münchner Chemiekonzern im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von 5,4 Mrd. EUR (2015: 5,3 Mrd. EUR). Das sind rund 2% mehr als im Jahr 2015. Höhere Absatzmengen sind der wesentliche Grund für diesen Anstieg. Alle Geschäftsbereiche haben 2016 ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr gesteigert.

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich nach den vorläufigen Zahlen auf 1,10 Mrd. EUR (2015: 1,05 Mrd. EUR). Es lag damit um 5% über Vorjahr, trotz deutlich geringerer Sondererträge aus einbehaltenen erhaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen von Kunden aus der Solarindustrie. Diese Sondererträge beliefen sich auf rund 20 Mio. EUR (2015: 138 Mio. EUR). Bereinigt um diesen Effekt hat sich das EBITDA im abgelaufenen Geschäftsjahr um 19% erhöht. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Geschäftsjahres 2016 ist mit 365 Mio. EUR (2015: 473 Mio. EUR) gegenüber dem Vorjahr um 23% zurückgegangen. Hier wirkten sich die deutlich höheren Abschreibungen aus. Diese beliefen sich 2016 auf rund 735 Mio. EUR (2015: 575 Mio. EUR). Das Jahresergebnis des Konzerns liegt nach den vorläufigen Berechnungen bei 190 Mio. EUR (2015: 242 Mio. EUR).

„Sowohl unser Chemiegeschäft als auch die Absatzmengen bei Halbleiterwafern und Polysilicium haben sich im 4. Quartal gut entwickelt“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Mittwoch in München. „In allen Segmenten waren die Umsätze dank der guten Kundennachfrage deutlich höher als vor einem Jahr. Insgesamt verzeichnen wir das bislang umsatzstärkste Schlussquartal.“

Investitionen, Netto-Cashflow und Nettofinanzschulden Die Investitionen im Geschäftsjahr 2016 lagen nach den vorläufigen Zahlen bei 430 Mio. EUR (2015: 834 Mio. EUR). Sie haben sich damit wie erwartet gegenüber dem Vorjahr fast halbiert. Der Großteil der Investitionen ging in den Ausbau der Kapazitäten für fertige Siliconprodukte, die Modernisierung der Kristallziehanlagen von Siltronic sowie in die Fertigstellung des Polysiliciumstandorts Charleston im US-Bundesstaat Tennessee. Das Unternehmen hat dort im 3. Quartal 2016 die Inbetriebnahme der Produktionsanlagen wie geplant abgeschlossen.

Der Netto-Cashflow des Konzerns ist wie prognostiziert deutlich positiv. Er belief sich auf rund 400 Mio. EUR (2015: 23 Mio. EUR). Die erheblich niedrigeren Investitionen sind der wesentliche Grund für diesen starken Anstieg. Die Nettofinanzschulden liegen wie erwartet leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Sie lagen zum Stichtag 31. Dezember 2016 bei 990 Mio. EUR (31.12.2015: 1,07 Mrd. EUR).

Das 4. Quartal 2016 hat mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und EBITDA abgeschlossen. Der Konzernumsatz summierte sich von Oktober bis Dezember 2016 auf rund 1,35 Mrd. EUR (Q4 2015: 1,23 Mrd. EUR). Das ist ein Plus von 10%. Das EBITDA belief sich im 4. Quartal 2016 auf 270 Mio. EUR (Q4 2015: 188 Mio. EUR). Das sind 44% mehr als vor einem Jahr.

Das Geschäft hat im Schlussquartal vor allem von einer regen Kundennachfrage profitiert. Die Umsätze lagen in allen Geschäftsbereichen über den jeweiligen Werten aus dem 4. Quartal 2015.

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