Wacker: Umsatzsteigerung und Bestätigung der Jahresprognose

Wacker Chemie hat im 1. Quartal 2019 den Gesamtumsatz sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch im Vergleich zum Vorquartal weiter gesteigert. Wegen des herausfordernden Marktumfelds bei Solarsilicium und der erheblich gestiegenen Energiepreise ist das Ergebnis aber deutlich zurückgegangen. Im Berichtsquartal erwirtschaftete der Münchner Chemiekonzern Umsatzerlöse in Höhe von 1.235,7 Mio. EUR (Q1 2018: 1.217,6 Mio. EUR). Das sind 2% mehr als im Vorjahr. Ausschlaggebend für diesen Anstieg waren insgesamt höhere Absatzmengen und etwas bessere Preise bei Chemieprodukten. Bei Polysilicium sind die Absatzmengen deutlich gewachsen, die Durchschnittspreise für Solarsilicium waren aber erheblich niedriger als vor einem Jahr. Währungsveränderungen haben die Umsatzentwicklung im Jahresvergleich positiv beeinflusst. Gegenüber dem Vorquartal (1.188,6 Mio. EUR) ist der Umsatz vor allem mengenbedingt um 4% gewachsen.

Wacker hat im 1. Quartal 2019 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 142,0 Mio. EUR erwirtschaftet. Das sind 44% weniger als im Vorjahr (254,5 Mio. EUR). Zusätzlich zu den deutlich geringeren Durchschnittspreisen für Solarsilicium haben auch höhere Energiepreise sowie der zeitweise Ausfall einer Produktionsanlage für Siliconkautschuk die Ergebnisentwicklung gebremst. Im Vergleich zum Vorquartal (173,3 Mio. EUR) lag der Rückgang bei 18%. Für die drei Monate Januar bis März 2019 ergibt sich eine EBITDA-Marge von 11,5% (Vorjahr 20,9 Pro-zent). Im Vorquartal hatte sie 14,6% betragen.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) summiert sich im Berichtsquartal auf 0,1 Mio. EUR (Q1 2018: 121,7 Mio. EUR). Das entspricht einer EBIT-Marge von 0,0% (Q1 2018: 10,0%). Neben den bereits genannten Faktoren haben auch die im Jahresvergleich höheren Abschreibungen das EBIT gemindert. Sie stiegen um 7% auf 141,9 Mio. EUR (Q1 2018: 132,8 Mio. EUR). Hier wirkt sich unter anderem der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 aus, der die Bilanzierung von Leasingverhältnissen regelt. Das Perioden-ergebnis des Berichtsquartals summiert sich auf -5,5 Mio. EUR (Q1 2018: 79,1 Mio. EUR) und das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf -0,16 EUR (Q1 2018: 1,52 EUR).

Die Prognose für das Gesamtjahr 2019 bleibt gegenüber dem im Geschäftsbericht 2018 veröffentlichten Ausblick unverändert.

Wacker erwartet den Konzernumsatz 2019 weiterhin um einen mittleren einstelligen Prozentsatz höher als im Vorjahr (4.978,8 Mio. EUR). Das EBITDA wird voraussichtlich um 10 bis 20% unter dem Vorjahreswert (930,0 Mio. EUR) liegen.

„Gestiegene Absatzmengen, etwas bessere Preise für Chemieprodukte und anhaltend schwierige Bedingungen auf dem Solarmarkt haben im 1. Quartal 2019 das Geschäft von Wacker geprägt“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Donnerstag in München. „Abgesehen von dem ungeplanten Anlagenausfall hat sich das Geschäft mit Siliconen anhaltend solide entwickelt. Der Produktmix mit margenstarken Spezialitäten ist weiter von hoher Qualität und wir haben hier etwas höhere Preise als vor einem Jahr erzielt. Bei Polymerprodukten wiederum haben wir im abgelaufenen Quartal unsere Absatzmengen und den Umsatz weiter ausgebaut. Hinzu kommen bessere Preise. Dagegen stellt das derzeitige Marktumfeld unser Geschäft mit Polysilicium vor erhebliche Herausforderungen. Zwar gehen viele Marktbeobachter davon aus, dass sich das Preisniveau für Solarsilicium im zweiten Halbjahr verbessern wird. Im Berichtsquartal war von einer solchen Entwicklung jedoch noch nichts zu spüren. Gleichzeitig hat sich Strom an unseren deutschen Standorten binnen Jahresfrist erheblich verteuert. Um dem Preis- und Kostendruck entgegenzuwirken, arbeiten wir daran, unsere Produktionsprozesse weiter zu optimieren und damit die Kosten zu senken sowie unsere Marktanteile im margenstärkeren Geschäft mit qualitativ besonders hochwertigem Polysilicium für Halbleiteranwendungen und monokristalline Solarzellen weiter auszubauen.“

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