Watson übernimmt Schweizer Rivalen Actavis

Der US-Generikahersteller Watson übernimmt für mindestens 4,25 Mrd. € den in der Schweiz ansässigen Rivalen Actavis und treibt damit die Fusionswelle in der Branche weiter voran. Schon seit einigen Jahren findet unter den Herstellern von Nachahmermedikamenten weltweit eine massive Konsolidierung statt. Die Nachrichtenagentur Reuters hat eine Chronik der größten Übernahmen in den vergangenen Jahren zusammengestellt:

2005 - Der Schweizer Pharmariese Novartis kauft für rund 8 Mrd. US-$ die Holzkirchener Hexal sowie das US-Unternehmen Eon Labs. Damit verdrängt Novartis mit seiner Generikatochter Sandoz zeitweise den israelischen Generikahersteller Teva Pharmaceutical von der Spitzenposition in der Branche.
2005 - Teva kontert und übernimmt den US-Wettbewerber Ivax für rund 7,4 Mrd. US-$. Damit werden die Israelis wieder die Nummer eins unter den Generikaherstellern.
2006 - Der indische Generikahersteller Dr. Reddy's erwirbt für rund 480 Mio. € die Augsburger Generikafirma Betapharm. Mit dem Kauf setzt sich Dr. Reddy's gegen den indischen Rivalen Ranbaxy durch, der ebenfalls an Betapharm interessiert war.
2006 - Deutschlands drittgrößter Generikaproduzent Stada übernimmt die serbische Firma Hemofarm für mehr als 490 Mio. €. Hemofarm ist nach eigenen Angaben Marktführer in Serbien und Montenegro.
2006 - Der US-Konzern Barr Pharmaceuticals übernimmt nach einem monatelangen Übernahmekampf mit dem isländischen Wettbewerber Actavis für rund 2,4 Mrd. US-$ die Mehrheit am größten osteuropäischen Generikahersteller Pliva aus Kroatien. Damit steigt Barr in die weltweite Spitzengruppe unter den Generikaherstellern auf.
2006 - Der US-Generikahersteller Watson Pharmaceuticals kauft für rund 1,9 Mrd. US-$ den heimischen Wettbewerber Andrx und wird damit in den USA die Nummer drei in der Branche.
2007 - Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck verkauft sein Geschäft mit Nachahmermedikamenten für rund 4,9 Mrd.

€ an den US-Pharmakonzern Mylan.
2008 - Der Branchenführer Teva übernimmt für 7,5 Mrd. US-$ den US-Rivalen Barr Pharmaceutical. Mit dem Schritt baut Teva sein Geschäft in den USA und Europa aus und untermauert seine weltweite Führungsposition.
2008 - Japans drittgrößter Pharmakonzern Daiichi Sankyo kauft für umgerechnet rund 3,3 Mrd. € die Mehrheit am führenden indischen Generikahersteller Ranbaxy.
2008 - Der Bad Homburger Gesundheitskonzern Fresenius übernimmt für insgesamt 3,7 Mrd. US-$ den amerikanischen Hersteller von intravenös verabreichten Generika APP.
2009 - Der französische Pharmariese Sanofi kauft für umgerechnet rund 1,51 Mrd. € das tschechische Generikaunternehmen Zentiva.
2009 - Der US-Generikahersteller Watson übernimmt für 1,75 Mrd. US-$ den nicht börsennotierten Rivalen Arrow Group.
2010 - Teva baut seine Spitzenposition in der Generikabranche aus und schluckt für rund 3,8 Md. € den Ulmer Generikahersteller Ratiopharm. Damit bleibt unter den großen drei der Branche in Deutschland, Ratiopharm, Hexal und Stada, nur noch der Bad Vilbeler Hersteller Stada als unabhängiges Unternehmen übrig.
2011 - Der US-Konzern Watson übernimmt für 562 Mio. US-$ die in Griechenland ansässige Pharmafirma Specifar Pharmaceuticals und baut damit sein Europa-Geschäft weiter aus.
2011 - Der US-Generikakonzern Par Pharmaceuticals kauft für 410 Mio. US-$ die nicht börsennotierte kalifornische Firma Anchen Pharmaceuticals.
25. April 2012 - Der US-Konzern Watson kündigt an, für mindestens 4,25 Mrd. € den in der Schweiz ansässigen Generikarivalen Actavis zu schlucken.

 

 

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