Wiley tritt Projekt DEAL bei

Zukunftsorientierte Partnerschaft für Deutschland zur Erprobung neuer wissenschaftlicher Publikationsmodelle

  • Die Delegationen von Wiley und Projekt DEAL nach der Signing Ceremony. In der vorderen Reihe in der Mitte: Judy Verses, Executive Vice President of Research bei Wiley, Guido Herrmann, Vize-Präsident und Managing Director von Wiley-VCH, und Frank Sander, Geschäftsführer der MPDL Services. (Foto: Wiley/picture alliance/Tanja M. Marotzke)Die Delegationen von Wiley und Projekt DEAL nach der Signing Ceremony. In der vorderen Reihe in der Mitte: Judy Verses, Executive Vice President of Research bei Wiley, Guido Herrmann, Vize-Präsident und Managing Director von Wiley-VCH, und Frank Sander, Geschäftsführer der MPDL Services. (Foto: Wiley/picture alliance/Tanja M. Marotzke)

Der weltweit tätige, führende Wissenschaftsverlag John Wiley & Sons, in Deutschland präsent durch Wiley-VCH (Weinheim), hat eine bundesweite Partnerschaftsvereinbarung mit dem Projekt DEAL unterzeichnet. Die richtungsweisende Kooperation zwischen dem internationalen Verlagsunternehmen mit Hauptsitz in Hoboken, New Jesrsey/USA und dem Projekt DEAL, das von der Allianz der deutschen Wissenschafts­organisationen ins Leben gerufen wurde, ermöglicht allen Projekt DEAL-Institutionen den Zugang zu den wissenschaftlichen Journals von Wiley zurück bis ins Jahr 1997. Forscher an Projekt DEAL-Institutionen können Artikel als „Open Access“ in Wiley-Zeitschriften veröffentlichen. Die Partnerschaft wird Institutionen und Forschern helfen, Open Science zu fördern, Entdeckungen zu machen sowie Wissen zu entwickeln und zu verbreiten.

Um die allgemeine Förderung der wissenschaftlichen Forschung zu unterstützen, starten Wiley und Projekt DEAL im Rahmen der Partnerschaft gemeinsam drei wichtige neue Initiativen. Erstens ein neues Flaggschiff unter den Open-Access-Journals: Eine interdisziplinäre Zeitschrift wird führende Wissenschaftserkenntnisse aus der globalen Forschungsgemeinschaft veröffentlichen und als einzigartiges Forum für die Entwicklung neuer Open-Access-Publikationsmodelle dienen. Zweitens werden Wiley und Projekt DEAL eine Gruppe zu Open-Science and Author Service Development einrichten, die sich auf die Innovation und Beschleunigung neuer Publikationskonzepte konzentriert. Drittens werden die Partner ein neues jährliches Symposium für deutsche Nachwuchswissenschaftler ins Leben rufen, das zukunftsweisende Ideen für die Forschungskommunikation erarbeiten soll.

Judy Verses, Executive Vice President of Research bei Wiley, kommentierte die Vereinbarung: „Wiley und Projekt DEAL glauben daran, zusammen die Art und Weise, wie Wissen geschaffen und weitergegeben wird, verbessern und vorantreiben zu können. Unsere Partnerschaft und gemeinsamen Projekte spiegeln Wileys Engagement für die Forschungsgemeinschaft wider, mit der wir die Überzeugung teilen, dass die Förderung der wissenschaftlichen Forschung und die Beschleunigung der Wissensbildung einen tiefgreifenden und nachhaltigen positiven Einfluss auf die Gesellschaft hat.“

„Mit der jetzt getroffenen Vereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein erreicht“, erklärte Professor Horst Hippler, ehemaliger Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Sprecher des Lenkungsausschusses und Leiter des Projekts DEAL.

„Wir haben ein Kernziel erreicht: ein faires Preismodell, das es uns ermöglicht, Forschung bezahlbar und nachhaltig zugänglich zu machen. Es ist revolutionär, dass wir diesen Weg zu einer Open-Access-Publikationspraxis gemeinsam mit Wiley gehen. Ich möchte der Max-Planck-Gesellschaft für ihre Unterstützung bei der endgültigen Vertragsunterzeichnung danken.“

Um die Unterzeichnung des Projekt DEAL-Vertrags mit Wiley zu ermöglichen, gründete die Max-Planck-Gesellschaft als Mitglied der Allianz der deutschen Wissenschafts­organisationen hinter dem Projekt DEAL-Konsortium die Max Planck Digital Library Services (MPDL Services). „Auf Wunsch der Allianz der Forschungseinrichtungen in Deutschland haben wir diesen nationalen Vertrag mit Wiley gerne organisiert und umgesetzt. Dies steht im Einklang mit Bemühungen wie der OA2020, die die Max-Planck-Gesellschaft seit vielen Jahren unterstützt, um den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen zu fördern, in moderne wissenschaftliche Publikationsmethoden zu investieren, und sicherzustellen, dass die Urheberrechte an wissenschaftlichen Artikeln dort bleiben, wo sie hingehören – bei unseren Wissenschaftlern“, sagte Max-Planck-Präsident Martin Stratmann.

Das hinter Projekt DEAL stehende Konsortium umfasst fast 700 überwiegend öffentlich finanzierte, akademische Einrichtungen in Deutschland, wie Universitäten, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Staats- und Regionalbibliotheken. Im Rahmen des Projekts sollen nationale Lizenzvereinbarungen für das gesamte Portfolio an elektronischen Zeitschriften großer akademischer Verlage umgesetzt werden.

Projet DEAL
Im Rahmen des Projekts DEAL wird das Ziel verfolgt, bundesweite Lizenzverträge für das gesamte Portfolio elektronischer Zeitschriften (E-Journals) großer Wissenschaftsverlage abzuschließen. Dabei wird eine signifikante Änderung gegenüber dem gegenwärtigen Status Quo bei der Verhandlung, den Inhalten und der Preisgestaltung angestrebt. Durch die Effekte eines Konsortialvertrages auf Bundesebene sollen die einzelnen Einrichtungen finanziell entlastet und der Zugang zu wissenschaftlicher Literatur für die Wissenschaft auf breiter und nachhaltiger Ebene verbessert werden. Zugleich soll eine Open-Access-Komponente implementiert werden.

Wiley-VCH
Wiley-VCH, 1921 als Verlag Chemie gegründet, kann auf eine fast 100-jährige Tradition zurückblicken. Das Verlagsprogramm umfasst viele Bereiche der Naturwissenschaften - wie Chemie, Material- und Biowissenschaften, Physik, Medizin und Technik - sowie den Bereich Wirtschaft. Seit 1996 ist der Verlag Chemie Teil der weltweiten Verlagsgruppe John Wiley & Sons und u.a. Herausgeber des CHEManager.

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Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA
Boschstraße 12
69469 Weinheim

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