Zentiva: Angebot abgelehnt

Zentiva: Angebot abgelehnt – Der tschechische Generikahersteller Zentiva hat die Übernahmeofferte des französischen Pharmakonzerns und Großaktionärs Sanofi-Aventis in Höhe von 1.050 Kronen pro Aktie abgelehnt.

Sanofi-Aventis bietet für die ausstehenden Aktien 40,043 Mio. tschechische Kronen (1,655 Mio. €). Die Offerte reflektiert nach Ansicht des Verwaltungsrates nicht den Unternehmenswert und die Zukunftsaussichten des Unternehmens, teilte Zentiva mit.

Der Verwaltungsrat empfehle den Aktionären eine Ablehnung des Angebotes. Auch die Offerte des heimischen Finanzinvestors PPF hatte Zentiva-Chef Jiri Michal jüngst als zu niedrig zurückgewiesen. Beraten wird Zentiva von der Investmentbank Merrill Lynch.

Sowohl PPF als auch Sanofi-Aventis sind bereits Großaktionäre von Zentiva, PPF hält gut 19 %, Sanofi knapp 25 %.

Das Geschäft mit Nachahmermedikamenten wächst derzeit schneller als das mit neuen Originalpräparaten. Einige große Pharmakonzerne haben daher angesichts der Nachschubprobleme bei neuen Medikamenten das Generikageschäft als zusätzliche Einnahmequelle entdeckt.

So will Daiichi Sankyo den indischen Generikahersteller Ranbaxy übernehmen. Teva Pharmaceutical plant die Übernahme des amerikanischen Konkurrenten Barr.

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