Covestro bietet Aktien für 26,50 bis 35,50 EUR an

Covestro will Anfang Oktober 2015 an die Börse gehen. Das Unternehmen bietet im Rahmen einer Kapitalerhöhung zwischen 70,4 Millionen und 94,3 Millionen neue Aktien zu einem Ausgabepreis zwischen 26,50 und 35,50 EUR an. Covestro strebt damit Bruttoerlöse in Höhe von rund 2,5 Mrd. EUR an, wobei sich die Zahl der auszugebenden Aktien nach dem Ausgabepreis richtet. Die Aktien können vom 21. September bis voraussichtlich 1. Oktober gezeichnet werden. Der Ausgabepreis wird auf Basis eines Bookbuilding-Verfahrens festgelegt. Die Erstnotiz im regulierten Marktsegment (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse ist für den 2. Oktober geplant.

Die auf den Inhaber lautenden neuen Aktien (ISIN DE0006062144, Börsenkürzel 1COV) werden in Deutschland und Luxemburg privaten und institutionellen Anlegern öffentlich angeboten. In anderen Ländern sind Privatplatzierungen vorgesehen. Die Details des Angebots haben Covestro – vormals Bayer MaterialScience – und Bayer als Anteilseignerin zusammen mit der Deutschen Bank und Morgan Stanley festgelegt, die bei der Transaktion als „Joint Global Coordinators“ fungieren.

„Wir haben uns intensiv auf die Eigenständigkeit vorbereitet und sehen uns für den Gang an die Börse sehr gut aufgestellt. Danach können wir unsere Stärken noch schneller, effektiver und flexibler einsetzen und unsere Wettbewerbsvorteile weiter ausbauen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Patrick Thomas.

Im Rahmen des Bookbuilding-Verfahrens sollen am oberen Ende der Preisspanne 70,4 Millionen Aktien angeboten werden. Zum Mittelwert umfasst das Angebot 80,6 Millionen Aktien und am unteren Ende der Preisspanne 94,3 Millionen Aktien.

Privatanleger können bis zum voraussichtlichen Schluss der Zeichnungsfrist am 1. Oktober um 12 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) Angebote abgeben, während institutionelle Investoren die Möglichkeit haben, an diesem Tag bis 14 Uhr MESZ Aktien zu erwerben.

Nach Abschluss der Transaktion und unter Annahme der Platzierung aller angebotenen Aktien zum jeweiligen Preis würde der Streubesitz am oberen Ende der Preisspanne rund 34%, zum Mittelwert circa 37% und zum unteren Ende der Spanne etwa 40% betragen.

Es sind marktübliche Stabilisierungsmaßnahmen im Volumen von bis zu 10% des Emissionsvolumens möglich.

Den Erlös aus dem Börsengang wird Covestro überwiegend für die Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten an Bayer verwenden, um so die geplante Kapitalstruktur zu erreichen. Unmittelbar nach der Kapitalerhöhung soll sich die Nettofinanzverschuldung zusammen mit den Pensionsverpflichtungen auf circa4 Mrd. EUR belaufen. Mit einer Zielkapitalstruktur der Nettofinanzschulden zusammen mit den Pensionsverpflichtungen vom 2,5- bis 3-Fachen des bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Geschäftsjahres 2015 strebt Covestro ein Investment-Grade-Rating an.

Nachhaltige Dividendenpolitik geplant
Die Aktionäre will Covestro durch Dividendenzahlungen an seinem Geschäftserfolg beteiligen. Bereits für das verkürzte Geschäftsjahr 2015 ist eine Ausschüttungssumme von rund 100 bis 150 Mio. EUR vorgesehen. Ab dem Geschäftsjahr 2016 sind Ausschüttungen in Höhe von 30 bis 50% des Konzernergebnisses (nach IFRS) geplant. „Wir gehen davon aus, dass unser starker freier Cashflow eine nachhaltige Dividendenpolitik ermöglicht“, betonte der Vorstandsvorsitzende Thomas.

„Mittelfristig erwarten wir weiteres Wachstum bei Umsatz und bereinigtem EBITDA“, so Thomas. „Als Entwickler und Hersteller von Komponenten für hochwertige Kunststoffe, Lacke, Kleb- und Dichtstoffe sowie Beschichtungen sind wir weltweit präsent und beliefern seit Jahrzehnten Tausende Kunden aus der Automobilindustrie, dem Bauwesen, dem Elektroniksektor und vielen anderen wichtigen Branchen.“

Detaillierte Informationen über das Angebot stehen im Wertpapierprospekt von Covestro, der heute von der deutschen Aufsichtsbehörde, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), gebilligt wurde.
 

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