R. Stahl streicht Stellen

Explosionsschutz-Spezialist R. Stahl streicht angesichts eines Auftragseinbruchs 225 seiner knapp 2000 Arbeitsplätze. Vor allem die Öl- und Gasindustrie, die normalerweise für rund die Hälfte des Umsatzes von R. Stahl sorgt, leide unter dem niedrigen Ölpreis und habe daher ihre Investitionen deutlich zurückgefahren, begründete der börsennotierte Mittelständler aus Waldenburg den Abbau jeder neunten Stelle. 120 Arbeitsplätze fielen bis zum Jahresende allein in Deutschland weg, davon sei rund die Hälfte mit Leiharbeitern besetzt.

Der Stellenabbau soll 8 Mio. EUR kosten. Das werde den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) in diesem Jahr auf 2 bis 5 Mio. EUR drücken; bisher hatte R. Stahl 16 bis 20 Mio. erwartet. Statt bis zu 330 Mio. EUR Umsatz geht das Unternehmen nur noch von 300 bis 310 Mio. EUR aus. Im kommenden Jahr sollen auch bei einem weiteren Rückgang auf 280 bis 290 Mio. EUR mindestens 14 Mio. EUR EBIT zu Buche stehen. R. Stahl erhofft sich von dem Abbau Einsparungen von 20 Mio. EUR. Zudem soll das Geschäft mit der Chemie, der Pharmabranche und der Marine ausgebaut werden, um die Ausfälle wettzumachen.
 

Kontaktieren

Das könnte Sie auch interessieren

Jetzt registrieren!

Die neusten Informationen direkt per Newsletter.

To prevent automated spam submissions leave this field empty.