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CG Chemikalien: Weiterentwicklung als ein Pflichtprogramm

27.03.2012 -

Weiterentwicklung ist für CG Chemikalien ein Pflichtprogramm. Die Chemikalien Gesellschaft (CG) wurde 1962 in Laatzen bei Hannover gegründet. Als inhabergeführtes, mittelständisches Unternehmen hat sich die CG seitdem zu einem leistungsstarken Chemikalienhändler in Deutschland entwickelt. Zum 1. Juli 2008 wurde dem Unternehmen die Bestätigung der Übereinstimmung mit GMP ausgestellt. Damit wurde für die CG-Gruppe, dazu gehören aus dem Bereich der Chemie-Distribution CSC Jäklechemie Nürnberg, Reininghaus- Chemie Essen, Reher & Ramsden Hamburg, Wendt-Chemie Hamburg und die Thommen Furler–Gruppe in der Schweiz, ein klares Signal im Hinblick auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Chemiehandels in Europa gesetzt. CHEManager befragte Uwe Klass, Geschäftsführer von CG Chemikalien, zum Stand der Firmenweiterentwicklung und zu aktuellen Themen. Die Fragen stellte Dr. Birgit Megges.

CHEManager: Herr Klass, CG Chemikalien hat in diesem Jahr zum ersten Mal die GMP-Zertifizierung für den Handel mit pharmazeutischen Wirkstoffen durchlaufen. Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Uwe Klass: Wir haben mit dem Erreichen dieses Zieles den vor Jahren eingeschlagenen Weg der qualitativen Weiterentwicklung unseres umfangreichen Dienstleistungsangebotes weiter beschritten, um so die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Lieferanten wertvoller gestalten zu können.

Welche Bedeutung hat die Zertifizierung für Ihre Kunden? Wollen Sie im Wesentlichen bestehende Partnerschaften festigen oder hoffen Sie auf die Gewinnung zahlreicher Neukunden?

Uwe Klass: Die Kunden sehen hier eine kontinuierliche Fortentwicklung unserer Leistungsfähigkeit im Handel mit Produkten, die hohen Qualitätsanforderungen unterliegen.
So wie wir bereits im Dezember 2003 die behördliche Anerkennung als Inverkehrbringer für Futtermittelzusatzstoffe oder Einzelfuttermittel erhalten konnten, haben wir in der Folge mit der Zertifizierung unseres HACCP-Konzeptes im Jahre 2006 die Grundlage für die jetzt erfolgte GMP-Zertifizierung geschaffen. Wir verstehen dies als adäquate Reaktion auf die aktuelle EU-Gesetzgebung unter dem Begriff „Legal Compliance“. Dieses ist im Kontext zu sehen mit den Grundsätzen des Responsible Care-Programmes des Verband Chemiehandel, zu dem wir uns als Chemikalienhändler bereits vor Jahren verpflichtet haben.
Den Erfordernissen des Marktes entsprechend werden wir uns auch künftig als kompetenter Partner für Produzenten und Verbraucher in unseren Märkten bewegen, bestehende Partnerschaften weiter ausbauen und neue hinzugewinnen.

Warum haben Sie sich für die Zertifizierung zu diesem Zeitpunkt entschieden? Welche Rolle spielen allgemeine Marktentwicklungen im Chemiehandelsgeschäft bei Ihrer Entscheidung?

Uwe Klass: Der Chemiehandel befindet sich in einer Wettbewerbssituation, die zunehmend geprägt ist durch die Globalisierung bei steigenden gesetzlichen Anforderungen. Um letztendlich eine höhere Sicherheit für den Endverbraucher zu erreichen, müssen Produkte die im Pharmabereich als Wirkstoff verwendet werden, erhöhte Anforderungen bei der Herstellung, Verarbeitung und Lagerung erfüllen.
CG hat bei vielen Entscheidungen in den letzten Jahren ein Gespür dafür entwickelt, was Kunden und Lieferanten erwarten. Bislang haben die Erfahrungen im Anschluss an Investitionen in Qualität aber auch in Quantität unsere Entscheidungen bestätigt. Positive Rückmeldungen von Kunden und Lieferanten bestätigen uns die Richtigkeit unserer Entscheidung.

Wie schätzen Sie die Marktsituation generell ein? Mit welchen Problemen haben insbesondere Unternehmen im Binnenhandel zu kämpfen?

Uwe Klass: Wir erleben seit geraumer Zeit eine rasante Preisentwicklung in weiten Bereichen der organischen und anorganischen Chemie. Die Ursache hierfür sind die Rohölnotierungen, sowie eine zum Teil extreme Verknappung bei Produkten, mit deutlich weniger öffentlichem Interesse. Als Beispiel seien hier nur anorganische Rohstoffe wie Kalisalze, Phosphaterze und Schwefel genannt. Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe des Chemiehandels, die vom Anwender benötigten Qualitäten – in geforderter Menge – verfügbar anzubieten.

Gerade kleinere und mittelständische Unternehmen hatten/ haben Bedenken im Hinblick auf Reach. Sie führen ein klassisches Unternehmen aus dem Mittelstand. Wie beurteilen Sie die Auswirkungen zum jetzigen Zeitpunkt?

Uwe Klass: Der Chemiehandel hat als Mittler zwischen Herstellern und den nachgeschalteten Anwendern – unseren Kunden – eine sehr arbeits- und kostenintensive Aufgabe zu bewältigen, um aktuell unter dem Begriff Supplier Chain den geforderten Informationsfluss überhaupt erst herzustellen und aufrecht zu erhalten. Diese Tatsache wird leider, wie auch die mit Sicherheit immer wichtiger werdende Funktion des Chemiehandels im Allgemeinen, noch häufig unterschätzt. Aber seien Sie versichert, unsere Branche arbeitet, unterstützt vom Verband Chemiehandel, permanent an sich. Insgesamt ist die CG, aber wohl auch die Branche insgesamt gut vorbereitet auf die neuen Herausforderungen.
Zu Reach ist viel gesagt und geschrieben worden. Es ist notwendig wenngleich über die Kosten-Nutzen-Relation dieser europäischen Herkulesaufgabe erst in einigen Jahren ein Urteil gefällt werden kann, dass Reach keine EU-Insellösung bleibt und einen Vorbildcharakter für die anderen großen Wirtschaftsräume in USA, Südamerika, Japan und Asien entwickelt. Das werden wir gespannt verfolgen. Aber auch andere globale Ziele, wie der Klimaschutz, brauchen Vorreiter. Erkennen wir also die Chancen.

www.cg-chemikalien.de

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