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Chemieriese DSM hält Ausschau nach Zukauf in Ernährungsbranche

05.03.2012 -

Das schwächelnde Europageschäft verdirbt DSM zum Jahresauftakt die Laune und schärft seinen Blick für Zukaufmöglichkeiten in Wachstumsbranchen. Vor allem in der gewinnträchtigen Ernährungssparte würde der Konzern gerne zuschlagen, bestätigte der weltgrößte Vitaminhersteller am Mittwoch bei der Vorlage der Bilanz. Dafür stünden mehr als 2 Mrd. €  zur Verfügung. Auch andere Chemiefirmen erhoffen sich auf dem Ernährungsmarkt Wachstumschancen. So hatte etwa der US-Chemieriese DuPont im vergangenen Jahr für rund 6,4 Mrd. US-$ den dänischen Lebensmittelzusatz-Hersteller Danisco übernommen.  Beim Rennen um die rund 10 Mrd. US-$ schwere Übernahme der Babynahrungsparte des US-Pharmariesen Pfizer lief es zuletzt auf einen Zweikampf hinaus. Der französische Lebensmittelkonzern Danone will offenbar mit US-Rivale Mead Johnson zusammen gegen den Schweizer Konkurrenten Nestle antreten. Neben Lebensmitteln reizt DSM auch das Geschäft mit Bio-Wissenschaften. Der niederländische Konzern hat in den vergangenen Jahren immer stärker auf das weniger von der Konjunktur abhängige Geschäft mit Nahrungsmitteln sowie hochwertigen Kunststoffen gesetzt. Der letzte Zukauf im Ernährungsbereich liegt allerdings schon ein Jahr zurück, seitdem ist Konzernchef Feike Sijbesma auf der Jagd nach weiteren Gelegenheiten. Im Februar 2011 hatte DSM für 1,1 Mrd. US-$  die US-Firma Martek übernommen, die Substanzen für Babynahrung herstellt.

Enttäuschendes Schlussquartal
Im vergangenen Qrl. DSM trotz eines Umsatzplus von 7 %  auf 2,23 Mrd. € einen niedrigeren Gewinn. Mit einem Rückgang von 2 % auf 166 Mio € lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) unter den Erwartungen von Analysten. Auch das laufende Jahr werde vor allem in Europa schwierig, sagte das Management voraus. Ähnlich düster sehen auch die Konkurrenten das Geschäft in Europa. Der größte US-Chemiekonzern Dow Chemical war im Schlussquartal 2011 sogar in die roten Zahlen gerutscht. Dem Pharma- und Chemiekonzern Bayer hatte in den vergangenen Monaten aufgrund der Konjunkturabkühlung insbesondere das Geschäft mit Kunststoffen zu schaffen gemacht.

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