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Clariant baut neue Sunliquid-Anlage in Rumänien

01.11.2017 -

Clariant hat die Genehmigung des Verwaltungsrates für die Investition in eine neue kommerzielle Großanlage zur Produktion von Zellulose-Ethanol aus Pflanzenreststoffen unter Anwendung der Sunliquid-Technologie bekanntgegeben. Die neue Anlage mit einer jährlichen Produktionskapazität von 50.000 t wird im Südwesten Rumäniens errichtet. Die Einrichtung unterstreicht als Referenzanlage die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Sunliquid-Technologie im kommerziellen Maßstab und unterstützt somit auch Clariants Geschäftsstrategie zur Kommerzialisierung der Technologie.

„Clariant investiert laufend in die Entwicklung nachhaltiger Produkte und innovativer Lösungen. Dieses bahnbrechende Verfahren demonstriert eindrucksvoll die Produktion effizienter, nachhaltiger und fortschrittlicher Biokraftstoffe und zeichnet sich darüber hinaus durch sein großes Potenzial als Technologieplattform für eine Vielzahl biobasierter Materialien aus.“, so Christian Kohlpaintner, Mitglied des Executive Committee bei Clariant.

Um sich weiter auf die Kommerzialisierung von Bioethanol, Lizenzen und Enzymen zu fokussieren, hat Clariant eine neue Business Line – Biofuels & Derivatives – gegründet, die Teil des Geschäftsbereichs Catalysis ist. Ab Januar 2018 gehen sämtliche Aktivitäten und Kosten in Zusammenhang mit der Sunliquid-Technologieplattform von Corporate Costs auf die Business Line Biofuels & Derivates über.

Im September dieses Jahres hat Clariant mit der Unterzeichnung der ersten Technologie-Lizenzvereinbarung mit Enviral, einem Mitglied der Envien Group, bereits einen erfolgreichen Schritt hin zur gesteigerten kommerziellen Attraktivität der Technologie bekanntgegeben.

„Nach fünfjährigem Betrieb unserer vorkommerziellen Sunliquid-Anlage in Straubing, Deutschland und sorgfältiger Prozessdemonstration sind wir jetzt bereit für den Scale-up auf die nächste Stufe“, erläutert Markus Rarbach, Leiter Start-up-Geschäft Biofuels & Derivates. „Diese Anlage markiert den nächsten wichtigen Schritt in einen attraktiven Markt und einen signifikanten Fortschritt bei der erfolgreichen Kommerzialisierung dieser hochinnovativen und nachhaltigen Technologie. Die Investition bringt auch erhebliche ökonomische Vorteile für die Region mit sich. Durch die regionale Beschaffung von Rohstoffen sind maximale Einsparungen von Treibhausgasen möglich und in der Region entsteht zusätzliche Wertschöpfung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“

In einem nächsten Schritt finden ausführliche technische Planungen vor dem offiziellen Spatenstich statt, der für 2018 geplant ist. Die Auslieferung der ersten Produktcharge aus der Anlage ist für 2020 vorgesehen. Von der Anlage wird ein Umsatzpotenzial im mittleren zweistelligen Millionenbereich erwartet.

Bei voller Kapazitätsauslastung verarbeitet die neue Anlage pro Jahr ca. 250.000 t Weizenstroh und sonstiges Getreidestroh, das von lokalen Landwirten bezogen wird. Im Prozess entstehende Nebenprodukte werden zur Erzeugung erneuerbarer Energie verwendet. Ziel hierbei ist die Unabhängigkeit der Anlage von fossilen Energiequellen. Daher ist das entstehende Zellulose-Ethanol ein praktisch klimagasneutraler, fortschrittlicher Biokraftstoff.

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