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EPCA-Jahresversammlung: Lösungen für eine grünere Zukunft

19.10.2015 -

Anfang Oktober fand die 49. Jahresversammlung der EPCA – European Petrochemical Association – in Berlin statt. Unter dem diesjährigen Leitthema „Hydrocarbons and the Chemical Industry: Shaping a better world together” diskutierten die Vertreter der Mitgliedsunternehmen mit weltweit bekannten Experten wie Bertrand Piccard, Anders Fogh Rasmussen, Daniel Yergin und Gillian Tett.

Knapp 2.850 Vorstände, Führungskräfte und hochrangige Gäste von einigen der größten Unternehmen weltweit kamen im Rahmen der Jahresversammlung in Berlin zusammen. Mitgliedsunternehmen sind unter anderem ExxonMobil, Shell und Total, Evonik, Lanxess und BASF.

Während des viertägigen Treffens diskutierten die Delegierten in verschiedenen Workshops Themen und Trends, die die Branche bewegen. Dr. Mirjam Mayer von McKinsey & Company zeigte beispielsweise in ihrem Vortrag, wie Vielfalt und Inklusion den Erfolg von modernen Unternehmen steigern können, besonders in der petrochemischen Industrie. Gillian Tett von der Financial Times betonte diesen Aspekt und ergänzte: “Tunnelblick ist für Unternehmen tödlich – einer der besten Wege, diesen zu vermeiden, ist Vielfalt und Einbezug verschiedener Sichtweisen“. Weitere Workshops behandelten unter anderem die Verbindung von Rohöl und der chemischen Industrie und wie diese nachhaltige Lösungen für die Gesellschaft und Umwelt ermöglichen kann. Weiter wurde auch über den Umgang mit schwankenden Ölpreisen sowie Zulieferketten diskutiert.

Ein Highlight der Jahresversammlung war der Vortrag von Bertrand Piccard, dessen aktuelles Projekt – eine Weltumrundung in einem solarbetriebenen Flugzeug – maßgeblich auf den Erfolgen der chemischen Forschung und Entwicklung beruht. „Früher hatte die petrochemische Industrie den Ruf des Umweltverschmutzers, heute ist sie an vorderster Front, Lösungen für eine grünere Zukunft zu schaffen“, so Piccard. Er betonte, dass sein Projekt ohne die Errungenschaften der Industrie nicht möglich gewesen wäre. Dies gelte auch für viele Aspekte und Annehmlichkeiten des modernen Lebens, eine Tatsache, die oft in Vergessenheit gerate. Philippe Sauquet, Mitglied der Geschäftsführung bei Total und Präsident Refining & Chemicals, unterstrich diesen Aspekt: “Der Anteil von erneuerbaren Energien wächst, aber Erdöl ist nach wie vor der Schlüssel zum Energiemix aus fossilen Energien, die auch in 2040 70% der Energieversorgung ausmachen werden“. Erdölderivate und die chemische Industrie werden auch weiterhin ein wichtiger Teil des alltäglichen Lebens und einer besseren Zukunft sein.

Anders Fogh Rasmussen, ehemaliger NATO-Generalsekretär und Experte für Geopolitik, hielt den Schlussvortrag der Jahresversammlung. In seinen Ausführungen ermöglichte er den Teilnehmern wertvolle Einblicke in geopolitische Entwicklungen und wie diese die chemische Industrie beeinflussen.

Für die rund 2.850 Delegierten aus aller Welt bot die EPCA-Jahresversammlung erneut zahlreiche Möglichkeiten, hochrangige und inspirierende Sprecher zu hören und gleichzeitig mit Kollegen aus aller Welt zu sprechen. Nächstes Jahr feiert die EPCA mit der 50. Jahresversammlung ein ganz besonderes Jubiläum und auch der Ort und das Datum für dieses steht bereits fest – vom 1. bis zum 5. Oktober 2016 in Budapest, Ungarn.

Engagement für MINT-Bildung
Die EPCA verfolgt im Rahmen ihrer Aktivitäten für Mitglieder verschiedene Projekte. Eines davon ist die Förderung und Entwicklung von Nachwuchs im Bereich der wissenschaftlichen Studiengänge und Ausbildungen (MINT). Als Teil dieses Engagements hat die EPCA eine Reihe von Lehrfilmen produziert, deren bereits dritter Film – „Petro & Chemie: Partner für ein besseres Leben” – im Rahmen des Berliner mini-Marathon zum ersten Mal präsentiert wurde. Der Animationsfilm zeigt, wie die Gesellschaft heute in ihrem alltäglichen Leben von Erdölprodukten und der chemischen Industrie profitiert.

Weiter unterstütze EPCA zum zweiten Mal als offizieller Partner den mini-Marathon, der am 26. September in Berlin stattfand. An dem 4,2195 Kilometer langen Rennen nahmen mehr als 10.000 Kinder teil. EPCA Generalsekretärin Cathy Demeestere zeichnete die beiden schnellsten Läufer aus und überreichte ihnen ihre Preise.
 

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