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Fuchs steigert 2021 Umsatz – Prognose für 2022 schwierig

18.03.2022 - Fuchs hat 2021 einen Umsatz in Höhe von 2,9 Mrd. EUR erwirtschaftet. Damit konnte nicht nur eine Steigerung von 21% im Vergleich zum pandemiebeeinträchtigten Vorjahr erzielt werden, sondern auch ein Plus von 12% im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019.

Das EBIT konnte um 50 Mio. EUR auf 363 Mio. EUR verbessert werden. Damit hat Fuchs die ursprüngliche Prognose für das Jahr 2021 und auch das Ergebnis des Jahres 2019 übertroffen. Drastische Steigerungen der Rohstoffpreise führten zu einer hohen Mittelbindung und dadurch zu einem Freien Cashflow vor Akquisitionen von 90 Mio. EUR.

Prägend für das vergangene Jahr waren die Verwerfungen auf den Einkaufsmärkten. Ein Kälteeinbruch in Texas gleich zu Jahresbeginn und die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie brachten die globalen Lieferketten aus dem Gleichgewicht. Eine so noch nie gesehene Knappheit an Rohstoffen und Verpackungsmaterialien sowie steil ansteigende Einkaufspreise waren die Folgen, die Fuchs tagtäglich vor neue Herausforderungen stellte. Hinzu kam eine anhaltende Halbleiterknappheit, welche insbesondere die automotiven Kunden weltweit negativ beeinträchtigte. Gegen Ende des Jahres führten zudem die Virusvariante Omikron und Quarantänebestimmungen zu Ausfällen in Teilen der Belegschaft. Vor dem Hintergrund all dieser Widrigkeiten sind die erzielten Umsatz- und Ergebnissteigerungen erfreulich.

Geschäftsentwicklung in den Regionen
Trotz des anspruchsvollen Umfelds konnte Fuchs seinen Umsatz in allen Regionen deutlich steigern. Die Region EMEA konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Umsatz auf 1.710 Mio. EUR erhöhen und weist ein Umsatzplus in Höhe von 264 Mio. EUR oder 18% im Vergleich zu 2020 aus. Die Region sah sich mit deutlichen Rohstoffpreissteigerungen und einer erheblichen Zunahme von Transport- und Arbeitskosten konfrontiert und verfehlte mit einem EBIT von 166 Mio. EUR das Vorjahresergebnis um 2 Mio. EUR knapp.

Die Region Asien-Pazifik steigerte ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 157 Mio. EUR oder 22% auf nunmehr 855 Mio. EUR. Haupttreiber war China, das maßgeblich zu den Steigerungen beitrug. Währungskursbedingt fielen die Preissteigerungen auf der Einkaufsseite geringer aus als in den anderen Regionen. Das EBIT verbesserte sich um 22% oder 22 Mio. EUR auf 122 Mio. EUR.

Die Region Nord- und Südamerika hatte 2020 besonders unter der Covid-19-Pandemie gelitten und trotz eines starken externen Wachstums Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Im Berichtsjahr 2021 konnten diese ausgeglichen und der Umsatz auf 471 Mio. EUR und damit um 22% oder 84 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Beeinträchtigt wurde die Umsatzentwicklung von Verlusten aus der Währungsumrechnung. Mit einem Plus von 43% im Vergleich zu 2020 fiel die Ergebnissteigerung auf 60 Mio. EUR besonders deutlich aus. Hierzu trug auch die erfreuliche Entwicklung des Spezialitätenherstellers Nye bei, der im Vorjahr erworben wurde.

20. Dividendenerhöhung in Folge
Auch für das Jahr 2021 schlägt Fuchs der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende um 4% vor, auf 1,03 EUR (0,99) je Vorzugsaktie und 1,02 EUR (0,98) je Stammaktie.

Das starke Umsatz- und Ergebniswachstum, trotz Inflation und Lieferkettenproblemen, untermauern die Robustheit und den Erfolg des Geschäftsmodells von Fuchs und bestätigen die Politik einer stetig steigenden, mindestens aber stabilen Dividende. Die Kontinuität in der Dividendenpolitik ist für Fuchs ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie, seine Aktionäre am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen.

Investitionen wie geplant reduziert
Im ersten Jahr nach Beendigung der großen Investitionsoffensive, in deren Rahmen Fuchs von 2016 bis 2020 knapp 600 Mio. EUR investiert hat, wurden die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte 2021 deutlich reduziert. Mit rund 80 Mio. EUR lagen sie rund 34% unter Vorjahr (122) und wie geplant auf dem vergleichbaren Niveau der Abschreibungen. Die größte Einzelinvestition des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurde von der Holding getätigt: Am Standort Mannheim schritten die Arbeiten an der neuen Firmenzentrale voran, so dass einem Einzug im ersten Halbjahr 2022 nichts im Wege steht.

Prognose 2022 vor Einfluss aus dem Russland-Ukraine Krieg
Der Fuchs-Konzern nimmt den Ausblick für das Jahr 2022 auf Basis der erwarteten weltwirtschaftlichen Entwicklung, des Wachstums des Schmierstoffmarkts sowie seiner globalen und breit diversifizierten Aufstellung vor.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und die bereits beschlossenen Sanktionen gegen Russland sowie eine sich daraus möglicherweise verschärfende Situation in den Lieferketten und dem Rohstoffmarkt hatten noch keinen Eingang in die Prognose zum Jahresbeginn.

Stefan Fuchs, Vorsitzender des Vorstands bei Fuchs: „Fassungslos blicken wir in diesen Tagen auf die Geschehnisse in der Ukraine. Unsere erste Sorge gilt dabei der ukrainischen Bevölkerung und insbesondere unseren 55 ukrainischen Kollegen. Wir verurteilen die russische Invasion in der Ukraine. Die unmittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und der beschlossenen Sanktionen gegen Russland auf unsere ukrainische und russische Landesgesellschaft sowie deren mittelbare Effekte auf den Rest der Welt lassen sich derzeit noch nicht abschätzen."

Unter Vorbehalt der noch nicht abschätzbaren Einflüsse des Kriegs in der Ukraine und den verhängten Sanktionen gegen Russland plant der Fuchs-Konzern zum derzeitigen Zeitpunkt für das Jahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum auf 3,0 Mrd. EUR bis 3,3 Mrd. EUR. Dieses Wachstum soll insbesondere auf einer weiteren Zunahme des Geschäftsvolumens basieren, daneben aber auch weitere Steigerungen der Verkaufspreise berücksichtigen. Beim Ergebnis geht Fuchs davon aus, ein EBIT zwischen 360 Mio. EUR und 390 Mio. EUR zu erzielen. Dazu beitragen werden ein weiterhin konsequentes Kostenmanagement und die deutliche Begrenzung von Neueinstellungen.

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