News

Innovation: Besser mit System als durch Zufall

27.04.2011 -

Die Vereinigung Chemie und Wirtschaft (VCW) ist die am schnellsten wachsende Fachsektion der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Regionale VCW-Gruppen und Gäste treffen sich in mehreren Städten regelmäßig zum Gedankenaustausch. Das Wort „Stammtisch" mag dabei altbacken klingen, hat jedoch nichts an Originalität und Netzwerkcharakter verloren. Dem 9. VCW-Stammtisch Rhein-Main am 28. Februar ging ein dreistündiger Innovationsworkshop mit Beispielen aus der Praxis voraus, den Dr. Karl-Michael Schumann (Innovation, Management, Strategies & Systems) und Dr. Friedhelm Böttcher (Böttcher Consulting) organisierten.

Die Zahlen sprechen für sich: Innovative Unternehmen grenzen sich in ihrer Leistungsfähigkeit erheblich von Wettbewerbern ab. Dies haben Untersuchungen an den in verschiedenen Börsenindices notierten Unternehmen bewiesen. Doch wie schaffen es Innovatoren, bis zu zehn Mal besser zu sein als die Konkurrenz? Große Erfindungen, so die oft vertretene Meinung, erfolgen häufig durch die in der Wissenschaft bekannten Zufälle (Serendipity) oder durch durchsetzungsfähige, ignorante oder hartnäckige Persönlichkeiten. Doch auf dem Prinzip Zufall kann kein Unternehmen ein dauerhaft wirksames Geschäftsmodell aufbauen: Der systematische Innovationsprozess gehört genauso zum Unternehmen wie Produktion, Vertrieb oder Liquiditiätsmanagement. Und strategische Betrachtungen gehören genauso in den Aufgabenpool für erfolgreiches Innovationsmanagement wie ein profundes Wissen über Kunden und Märkte, eine Innovationskultur, in der Ideen ihren Platz haben und Gehör finden, und Strukturen, in denen das Einzelkämpferdasein zugunsten der firmeninternen Kollaboration in den Hintergrund tritt.

Was für das jeweilige Unternehmen der richtige Innovationsprozess ist, hängt von der jeweiligen Definition einer Innovation ab: „One size fits all" gibt es auch im Innovationsmanagement nicht. Das nötige Handwerkszeug wie die Planungswerkzeuge, die Festlegung der Prozesse und Portfolio- und Roadmap-Techniken bilden die Grundlage. Und wie groß muss ein Unternehmen sein, damit man sich dem Thema Innovation im eigenen Unternehmen solide widmen kann? Diese Frage beantworteten die beiden Protagonisten sehr ehrlich: „Es gibt keine Mindestgröße für ein Unternehmen. Die Geschäftsführung muss es nur wollen und muss nur an einer Stelle anfangen." Hier waren sich Schumann und Böttcher einig. Mit ihrer Idee, als VCW-Mitglieder aus den Stammtischen heraus einem wichtigen Thema mehr Raum zu geben, haben es die zwei erfahrenen Innovationsmanager vorgemacht. Eine Prozess-Innovation par excellence. Wer mehr über die Innovationsseminare von Karl-Michael Schumann und Friedhelm Böttcher erfahren möchte, kann mit der VCW Kontakt aufnehmen: www.gdch.de/vcw


Die Stammtische der VCW in Rhein-Main finden seit drei Jahren regelmäßig in den Monaten Februar, Mai und September statt. Gäste sind herzlich willkommen. Kontakt: Dr. Holger Bengs, bengs@bcnp-consultants.com