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Linde erreicht Wachstumsziele und kündigt Dividendenerhöhung an

02.03.2019 -

The Linde Group hat sich im Geschäftsjahr 2017 solide entwickelt und sowohl den Konzernumsatz als auch das operative Konzernergebnis währungsbereinigt gesteigert. Vor allem weiterhin gute Entwicklungen in den Segmenten EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) und Asien/Pazifik der Gases Division sowie der Engineering Division haben zu dieser Verbesserung beigetragen. Mit dem Effizienzprogramm „LIFT“ kommt das Unternehmen zügiger voran als geplant.

„Ein sehr ordentliches Jahr liegt hinter uns. Wir haben unsere Ziele voll erreicht und währungsbereinigt bei Umsatz und Ergebnis zugelegt. Beim geplanten Zusammenschluss mit Praxair liegen wir zeitlich weiterhin im Plan“, sagte Vorstandsvorsitzender Aldo Belloni.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 7,00 EUR je Stückaktie auszuschütten. Die vorgeschlagene Dividende setzt sich wirtschaftlich aus einer Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 3,90 EUR (Vj. 3,70 EUR) pro Linde Aktie und zusätzlich aus einer anteiligen Ausschüttung für drei Quartale der für das Geschäftsjahr 2018 erwarteten Dividende in Höhe von 3,10 EUR pro Linde Aktie zusammen. Diese Möglichkeit ist im Business Combination Agreement zwischen Linde und Praxair vereinbart worden, um für das Jahr 2018 einen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Auszahlungszeitpunkten der Dividenden beider Unternehmen herzustellen. Linde zahlt jährlich eine Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr, während Praxair quartalsweise Dividenden für das laufende Geschäftsjahr ausschüttet. Der Dividendenvorschlag gilt sowohl für die zum Umtausch eingereichte als auch für die nicht eingereichte Aktiengattung.

Stabile Ertragskraft im Geschäftsjahr 2017 gefestigt
Im Geschäftsjahr 2017 betrug der Konzernumsatz aus fortgeführten Aktivitäten 17,113 Mrd. EUR (Vj. 16,948 Mrd. EUR). Linde konnte seine stabile Ertragskraft festigen und das operative Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten im Berichtsjahr 2017 auf 4,213 Mrd. EUR gegenüber dem Vorjahr verbessern (Vj. 4,098 Mrd. EUR).

Bereinigt um Währungseffekte lag der Konzernumsatz 2,1% über dem Vorjahr. Das operative Konzernergebnis erhöhte sich währungsbereinigt um 4,1%. Die operative Konzernmarge lag mit 24,6% 40 Basispunkte über dem Vorjahreswert (Vj. 24,2%).

Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten konnte von 1,327 Mrd. EUR auf 1,536 Mrd. EUR gesteigert werden. Dies ist auch auf die US-Steuerreform zurückzuführen. Die Reduzierung des Körperschaftsteuersatzes in den USA für Unternehmen ab dem 1. Januar 2018 von 35% auf 21% erforderte eine Neubewertung latenter Steuern. Hieraus hat sich ein positiver Effekt in Höhe von 250 Mio. EUR ergeben, der die Ertragsteuern entsprechend gemindert hat. Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten erhöhte sich von 6,50 EUR auf 7,56 EUR. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital aus fortgeführten Aktivitäten (ROCE) lag im Berichtsjahr bei 10,2% (Vj. 9,4%). Der operative Cash Flow aus fortgeführten Aktivitäten befindet sich mit 3,478 Mrd. EUR (Vj. 3,400 Mrd. EUR) weiterhin auf einem hohen Niveau.

Marge im Gase-Geschäft steigt um 20 Basispunkte
In der Gases Division ist der Umsatz im Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 0,6% auf 14,988 Mrd. EUR (Vj. 14,892 Mrd. EUR) gestiegen. Bereinigt um Währungs- und Erdgaspreiseffekte ist der Umsatz um 1,2% gestiegen. Das operative Ergebnis der Gases Division konnte Linde um 1,4% bzw. bereinigt um Währungseffekte um 2,7% auf 4,268 Mrd. EUR (Vj. 4,210 Mrd. EUR) verbessern. Dies entspricht einer operativen Marge von 28,5% (Vj. 28,3%).

Im Segment EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 5,876 Mrd. EUR um 2,4% über dem Vorjahr (Vj. 5,736 Mrd. EUR). Auf vergleichbarer Basis konnte Linde einen Anstieg um 2,9% verzeichnen. Das operative Ergebnis verbesserte sich auf 1,874 Mrd. EUR (Vj. 1,807 Mrd. EUR). Die operative Marge stieg um 40 Basispunkte auf 31,9% (Vj. 31,5%).

Im Segment EMEA entwickelten sich alle Produktbereiche positiv. Im On-site-Geschäft – also der Vor-Ort-Versorgung von Großkunden – erzielte Linde vor allem in Deutschland, Nordeuropa und im Mittleren Osten & Osteuropa aufgrund von Anlagenhochläufen Umsatzzuwächse. In den Produktbereichen Flüssig- und Flaschengase verzeichneten nahezu alle Regionen Umsatzsteigerungen.

Im Segment Asien/Pazifik hat sich der Umsatz positiv entwickelt und ist um 6,5% auf 4,378 Mrd. EUR (Vj. 4,109 Mrd. EUR) angestiegen. Das operative Ergebnis konnte um 10,9% auf 1,202 Mrd. EUR (Vj. 1,084 Mrd. EUR) gesteigert werden. Die operative Marge erreichte 27,5% und lag damit ebenfalls über dem Vorjahreswert von 26,4%.

In Süd- und Ostasien sowie in China haben sich alle Produktbereiche gut entwickelt. Vor allem in den Bereichen Flüssiggase und On-site konnten solide Volumen- und Umsatzsteigerungen erzielt werden. Im Hinblick auf die Kundensegmente waren besonders Elektronikgase gefragt.

Im Segment Amerika ist der Umsatz um 6,2% auf 4,908 Mrd. EUR (Vj. 5,232 Mrd. EUR) gesunken. Auf vergleichbarer Basis lag der Rückgang bei 5,4%. Das operative Ergebnis ging um 9,6% auf 1,192 Mrd. EUR (Vj. 1,319 Mrd. EUR) zurück. Die operative Marge verringerte sich entsprechend von 25,2% auf 24,3%. Bei der Umsatz- und Ergebnisentwicklung gilt es teilweise gegenläufige Effekte zu berücksichtigen: Im Healthcare-Geschäft in Nordamerika sind Preisreduzierungen aufgrund staatlicher Ausschreibungen weiterhin spürbar. Indes hat sich das On-site-Geschäft und das Geschäft mit Flüssiggasen in Nordamerika gut entwickelt. In Südamerika blieb das Wachstum aufgrund der bestehenden Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr weiterhin eher verhalten.

Engineering Division: Operatives Ergebnis deutlich gestiegen
Der Umsatz der Engineering Division stieg im Berichtszeitraum um 1,6% auf 2,388 Mrd. EUR (Vj. 2,351 Mrd. EUR). Das operative Ergebnis ist deutlich um 12,2% auf 220 Mio. EUR (Vj. 196 Mio. EUR) gestiegen. Entsprechend konnte Linde auch die operative Marge verbessern. Sie beträgt 9,2% – nach 8,3% im Vorjahr. Dies ist auch auf höhere Ergebnisse einzelner Anlagenbauprojekte und auf die verbesserte Auslastung zurückzuführen.

Der Auftragseingang hat sich ebenfalls erfreulich entwickelt. Er stieg um 5,9% auf 2,390 Mrd. EUR (Vj. 2,257 Mrd. EUR). Der Auftragsbestand lag Ende Dezember 2017 bei 4,178 Mrd. EUR (Vj. 4,386 Mrd. EUR) und damit weiterhin auf einem soliden Niveau.

Ausblick
Aufgrund der Unsicherheit, die mit Wechselkursen verbunden ist, und da diese nicht im Einflussbereich des Unternehmens liegen, gibt Linde unverändert die Umsatz- und Ergebnisprognosen in Form von währungsbereinigten Bandbreiten in Prozent an. Die prognostizierte Konzernumsatzentwicklung sowie die Umsatzentwicklung für die Gases Division für 2018 werden außerdem um den Effekt aus der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden) bereinigt. Der neue Standard ist zum 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwenden. Die Anwendung wird zu einem Rückgang der berichteten Umsatzerlöse in Höhe von rund 400 Mio. EUR führen.

Der um die Effekte von IFRS 15 und um Währungseffekte bereinigte Konzernumsatz soll auf dem Niveau des Vorjahres liegen und könnte um bis zu 4% steigen. Das währungsbereinigte operative Konzernergebnis soll innerhalb einer Bandbreite liegen, die vom Vorjahresniveau bis zu einem Plus von 5% reicht. Für die Rendite auf das eingesetzte Kapital strebt Linde im Geschäftsjahr 2018 einen Wert von rund 10% an. Für das Jahr 2018 erwartet Linde weitere Aufwendungen im Zusammenhang mit der angestrebten Fusion mit Praxair in Höhe von insgesamt rund 150 Mio. EUR. Diese werden – wie bereits in den vergangenen Berichtsperioden – als Sondereinflüsse ausgewiesen. Aufgrund des geplanten Zusammenschlusses mit Praxair und den damit zusammenhängenden kartellrechtlichen Auflagen wird es im Laufe des Geschäftsjahres 2018 zum Verkauf von Vermögenswerten kommen. Dies kann zu einer Anpassung der Prognose führen.

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