Chemie & Life Sciences

Nachhaltige Kunststoffe für die Kreislaufwirtschaft

08.10.2021 - Lanxess setzt bei der Kunststoff-Produktion verstärkt auf Rohstoffe, die biobasiert oder recycelt sind. 

Eine neue Variante des Verbundwerkstoffs Tepex basiert zu 100% auf den biologischen Rohstoffen Flachs und Polymilchsäure. „Wir haben Gewebe aus der Naturfaser Flachs mit biobasierter Polymilchsäure als Matrixkunststoff kombiniert und auf diese Weise einen Verbundwerkstoff entwickelt, der komplett aus natürlichen Ressourcen hergestellt wird. Wir können ihn inzwischen in großserientauglicher Qualität produzieren“, erklärt Stefan Seidel, Leiter Forschung und Entwicklung Tepex bei Lanxess.

Das extrem feste Material eignet sich für den Einsatz bei Sportartikeln, bei der Fertigung von Automobil-Interieurteilen und in der Elektronik für Gehäusekomponenten. Der Verbundwerkstoff wird am Standort Brilon produziert.

Tepex lässt sich vollständig rezyklieren. Nach seiner Nutzung kann das Produkt geschreddert und problemlos zu neuem Kunststoff verarbeitet werden. 

„Grünes“ Cyclohexan für Kunststoffe im Automobilbau

Auf nachhaltige Rohstoffe setzt der Spezialchemiehersteller auch bei seinen Polyamid-6-Kunststoffen der Marke Durethan. Im neuesten Produkt sind 92% der Rohstoffe durch nachhaltige Alternativen ersetzt; langfristig geplant ist, den Anteil auf 100% zu steigern.

Die nachhaltige Herkunft der Rohstoffe ist nach den Regeln von ISCC Plus („International Sustainability and Carbon Certification“) nach der Massebilanz-Methode zertifiziert. Dieses Verfahren stellt eingesetzte Rohstoff- und produzierte Produktmengen gegenüber und schafft eine buchhalterische Verbindung zwischen In- und Output, ähnlich wie beim Kauf von Ökostrom.

Bei der Produktion des Hochleistungskunststoffs nutzt Lanxess „grünes“ Cyclohexan aus nachhaltigen Quellen wie Rapsöl oder anderer Biomasse als Rohstoff. Für die Belieferung mit Cyclohexan wurde eine strategische Kooperation mit dem Energieunternehmen BP geschlossen. Verstärkt ist der Hochleistungskunststoff zudem mit 60 Gew.-% Glasfasern, die aus industriellen Glasabfällen recycelt werden. 

Die alternativen Rohstoffe sind mit den jeweiligen Materialien fossilen Ursprungs chemisch identisch. Deshalb hat der Kunststoff die gleichen Eigenschaften wie das Pendant aus fossilen Rohstoffen. Er wurde am Standort in Dormagen entwickelt und wird am Standort Krefeld hergestellt. 

„Eine klimaneutrale Zukunft kann nur Realität werden, wenn wir zunehmend nachhaltige Produkte verwenden“, sagt Frederique van Baarle, Leiterin des Geschäftsbereichs High Performance Materials bei Lanxess. 

Neues Markenlabel „Scopeblue“

Zukünftig versieht Lanxess seine nachhaltigsten Produkte mit dem Zusatz „Scopeblue“. Das Markenlabel kennzeichnet Produkte, die entweder zu mindestens 50% aus zirkulären (rezyklierten oder biobasierten) Rohstoffen bestehen, oder deren CO2-Bilanz um mindestens 50% geringer ist als die herkömmlicher Produkte.
 

 

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