Märkte & Unternehmen

Starthilfe für die grüne Wasserstoffwirtschaft in Europa

08.12.2021 - Die Europäische Union hat das Ziel klar definiert: eine 55% Reduzierung der Emissionen bis 2030 und Klimaneutralität bis 2050. Diese Defossilierungsziele stellt auch die chemische Industrie vor große Herausforderungen.

Eine Defossilierung durch die alleinige Nutzung von grünem Strom ist bei vielen chemischen Prozessen nicht möglich. Neben der Bereitstellung hoher Prozesstemperaturen sind auch die heutigen Kohlenwasserstoffe zwingend zur Herstellung der chemischen Produkte notwendig.

Leonhard Birnbaum: „Grüner Wasserstoff ist die einzige wirklich nachhaltige Option zur Dekarbonisierung der Industrie. Dafür werden wir in Deutschland langfristig viel mehr Wasserstoff benötigen, als wir selbst produzieren können. Was wir brauchen, sind starke paneuropäische Partnerschaften und leistungsfähige Lieferketten, die jetzt etabliert werden müssen. Unser Anspruch bei E.ON ist, beim Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft schnell und konkret voranzugehen.“

Zudem stellt sich auch die Frage der Verfügbarkeit von grünem Strom, weder Deutschland noch Europa sind in der Lage selbst ausreichend erneuerbare grüne Energie zu produzieren. Der Import grüner Energie ist daher zwingend notwendig. Dieser Import wird aufgrund physikalischer Vorteile weitestgehend über grüne Moleküle zu realisieren sein. Der Import erfolgt gasförmig über leistungsfähige Pipelinesysteme oder flüssig via Ammoniak, Methanol oder kyrogenem Wasserstoff auf dem Seeweg. Der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft inklusive der angesprochenen flüssigen Energieträger ist daher ein zentrales Handlungsfeld und eine gesamteuropäische Aufgabe.

E.ON engagiert sich im Rahmen der CEO-Alliance, gemeinsam mit weiteren führenden europäischen Unternehmen. Ziel der CEO Alliance ist es, die EU zur weltweit führenden Region im Klimaschutz zu machen, Investitionen freizusetzen, Innovationen voranzutreiben und damit zukunftssichere Jobs zu schaffen. In einem der Projekte setzen sich E.ON, Enel und Iberdrola mit Unterstützung von ABB und SAP für die Errichtung einer integrierten, grenzüberschreitenden europäischen Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff für Unternehmen im Ruhrgebiet ein. Die Entwicklung dieses Projektes ist dabei von Fördermitteln abhängig, da die wirtschaftliche Konkurrenz Fähigkeit von grünem dem grauen Wasserstoff unterlegen ist. E.ON kann auf umfangreiche Erfahrung zurückgreifen und wird diese Fördermittel gemeinsam mit den Projektpartnern einwerben.

Katherina Reiche: „Neben den großen Konzernen benötigen vor allem auch die vielen mittelständischen Unternehmen in der Region grünen Wasserstoff. Nur so können sie ihre Klimaziele erreichen. Der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft ist für einen Großteil des industriellen Mittelstandes essentiell – und damit für Hunderttausende Arbeitsplätze in Deutschland. Mit H2.Ruhr bieten wir diesen Unternehmen eine Perspektive für ihre Zukunft und leisten einen zentralen Beitrag, um das Ruhrgebiet als das industrielle Herz Deutschlands zu erhalten. Je mehr Unternehmen früher in die Umstellung auf grünen Wasserstoff einsteigen, desto wirtschaftlicher kann sie erfolgen.“

Die notwendige Energie soll maßgeblich aus neu gebauten Photovoltaik- und Windkraftanlagen in Italien und Spanien kommen. So wird der in Italien generierte Strom von E.ON genutzt, um im Ruhrgebiet mittels Elektrolyse grünen Wasserstoff herzustellen. Dafür ist bis 2025 der Bau eines lokalen Elektrolyseurs geplant, dessen Kapazität konstant erweitert wird. Zusätzlich wird ab 2024 in Spanien generierter Wasserstoff in Ammoniak umgewandelt und per Schiff nach Deutschland importiert. Hierfür ist der Bau eines Ammoniak-Terminals zum Empfang, zur Speicherung und Verteilung des grünen Ammoniaks direkt an die Abnehmer vorgesehen.

In einer weiteren Anlage soll Ammoniak gespalten und bei Bedarf wieder in grünen Wasserstoff umgewandelt werden. Der aus Ammoniak gewonnene oder mittels Elektrolyse erzeugte grüne Wasserstoff wird direkt in das neue Wasserstoffnetz eingespeist und an Unternehmen verteilt. Das neue Wasserstoffnetz entsteht in Etappen. Dabei wird, auch die Möglichkeit der Nachrüstung bestehender Leitungsinfrastrukturen geprüft. Bis 2032 soll so sukzessive ein neues regionales Wasserstoff-Pipelinenetz zwischen Duisburg und Dortmund entstehen, das Wasserstoff an regionale Kunden liefert. 

E.ON möchte schon jetzt die Bedürfnisse und Anforderungen der chemischen Industrie im Ruhrgebiet in das Projekt integrieren. Interessierte Unternehmen können sich über die Projektwebsite informieren und Ihre Bedürfnisse einbringen. Als Teil des Projektes wird Ihr Betrieb fit für die Zukunft.

 

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