Additive für das Recycling von Kunststoffabfällen

Clariant-Additive verbessern Wiederverwertung von Verpackungsfolien, textilen Bodenbelägen und Kunstrasen

  • AddWorks PKG 906 Circle unterstützt die Hersteller von Verpackungsfolien beim Recyceln Ihrer Polyolefinabfälle aus der Fertigung ohne die Qualität der Verpackungsfolien zu beeinträchtigen und trägt gleichzeitig dazu bei, die Fertigungseffizienz zu steigern. (Fotos: Clariant)AddWorks PKG 906 Circle unterstützt die Hersteller von Verpackungsfolien beim Recyceln Ihrer Polyolefinabfälle aus der Fertigung ohne die Qualität der Verpackungsfolien zu beeinträchtigen und trägt gleichzeitig dazu bei, die Fertigungseffizienz zu steigern. (Fotos: Clariant)
  • AddWorks PKG 906 Circle unterstützt die Hersteller von Verpackungsfolien beim Recyceln Ihrer Polyolefinabfälle aus der Fertigung ohne die Qualität der Verpackungsfolien zu beeinträchtigen und trägt gleichzeitig dazu bei, die Fertigungseffizienz zu steigern. (Fotos: Clariant)

Clariant will mit Partnern entlang der gesamten Kunststoff-Wertschöpfungskette richtungsweisende Maßnahmen ergreifen, um das Problem der Kunststoffabfälle durch neue Lösungen für diverse Marktsegmente der Branche aufzugreifen, von Verpackungen – auf die der größte Anteil des Kunststoffverbrauchs entfällt – über textile Bodenbeläge bis hin zur Verbraucherelektronik. Das Schweizer Spezialitätenchemieunternehmen zeigt, wie seine Additive auch das Recyceln von Kunststoffabfällen aus Produktions- und Verbraucherquellen erleichtern können, ohne die Leistungseigenschaften des Materials zu beeinträchtigen.

Die Wiederverwertung von Fertigungsabfällen in Verpackungsfolien steigern. Das neu entwickelte AddWorks PKG 906 Circle für Polyolefinfolien ist ein hervorragendes Beispiel für Innovationen, mit denen Hersteller von Kunststoffverpackungen einige ihrer wichtigsten Nachhaltigkeits- und Geschäftsziele erreichen können: Abfallreduzierung, weniger Verbrauch von Neumaterial, Kostenoptimierung und erhöhte Fertigungseffizienz. Die Beimischung dieses Polymerstabilisators ermöglicht eine signifikante Steigerung des Anteils an wiederverwertetem Altmaterial in Folien aus Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE). Auf diese Weise können Verarbeiter den vermahlenen Ausschuss aus ihrer eigenen Produktion ohne Leistungs- oder Wirtschaftlichkeitseinbußen recyceln. Das Additiv eignet sich besonders gut für die Fertigung biaxial orientierter Polypropylen- (BOPP) Folien, aber auch für Gieß- und Blasfolienverfahren. Der Anteil des wiederverwendeten Produktionsabfalls in der fertigen Folie lässt sich mit AddWorks PKG 906 Circle um bis zu 30% erhöhen. Gleichzeitig hat das Additiv gezeigt, dass es zum Schutz der Schmelze beiträgt, sodass die Folie ihre ausgezeichnete Qualität unter erheblich reduzierter Gelbildung und ohne zusätzliche Gelbfärbung bei gleichen Anlagengeschwindigkeiten beibehält. Indem es Kunststoffabfälle wiederverwertbar macht und die Fertigungseffizienz steigert, ohne die Qualität der Verpackungsfolien zu beeinträchtigen, trägt AddWorks PKG 906 Circle zu einer nachhaltigeren Kreislaufwirtschaft bei. Der Polymerstabilisator ist das erste Clariant Produkt mit der Zusatzbezeichnung ‚Circle‘ für neuentwickelte Produkte und Lösungen mit zielgerichteten, signifikanten Vorteilen in Wiederverwertungs- oder Recyclingverfahren.

Obwohl das Obermaterial der überwiegenden Mehrzahl aller Teppiche heute aus recycelbaren Gewebe- oder Tuftmaterialien besteht, landen die meisten ausgedienten textilen Bodenbeläge auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen.

Dies liegt zum Großteil an der traditionellen Verwendung eines latex- und wasserbasierten Teppichrückens, der sich nicht sauber von den Florfasern trennen lässt und so einen schwer recycelbaren Materialmix darstellt. In einem richtungsweisenden Gemeinschaftsprojekt von Clariant und dem Fraunhofer Institut, das den Creasolv-Prozess entwickelt hat, ist es gelungen, diese Hürde zu überwinden. Die Lösung – mit recycelbaren und EcoTain zertifizierten Licocene Performance Polymers (LPP) für einen Hotmelt-Teppichrücken – bietet der Branche im Hinblick auf die angestrebte Abfallfreiheit enorme Vorteile. Dank der Substitution von Latex durch das 100%tige LPP-Feststoffmaterial entfallen das Wasser und der damit verbundene Trocknungsprozess. Fertigungsversuche mit Teppichherstellern haben ergeben, dass sich auf diese Weise erhebliche Energieeinsparungen von bis zu 80% erzielen lassen, während kein kontaminiertes Abwasser entsteht. Mit dem Creasolv-Recycling-Verfahren kann das polypropylenbasierte LPP unter Aufrechterhaltung von mindestens 90% seiner ursprünglichen Neumaterialqualität wiedergewonnen werden, was einen Cradle-to-cradle-Ansatz sicherstellt. Damit ist es jetzt möglich, Textilien aus Bodenbelägen wiederaufzubereiten und in die Produktion zurückzuführen oder in anderen Anwendungen wiederzuverwerten. Der gesamte Prozess stellt der Branche das bisher fehlende Bindeglied zur Verfügung, um von vornherein voll recycelbare Teppiche aus Multi- und nunmehr auch Monomaterialien zu schaffen – ein signifikanter Beitrag zu einer Kreislaufwirtschaft mit ausgedienten Bodenbelägen aus Verbraucherquellen.

Darüber hinaus fördern weitere Additive den verstärkten Einsatz von Recyclaten. Auf der Prozessseite können recycelten Polymeren hochleistungsfähige Gleitmittel beigemischt werden, um das Fließverhalten und die Formtrenneigenschaften der Recyclate zu verbessern. Ein Recyclingunternehmen für Elektronikabfälle aus Verbraucherquellen nutzt in Zusammenarbeit mit Clariant zum Beispiel deren Licolub H 12, um die Rheologie von Recyclaten zu modifizieren. Das Additiv verbessert die Fließfähigkeit der Schmelze beim Verarbeiten und ermöglicht damit die Wiederverwertung von Altmaterialien aus ausgedienten Komponenten in hochwertigen neuen Produkten. Clariant steht außerdem kurz vor der Vermarktung einer Reihe von Kompatibilisatoren für den Einsatz in Recyclingprozessen, um das Problem der Aufbereitung gemischter Kunststoffabfälle aus Produktions- oder Verbraucherquellen zu überwinden, sodass Kunststoffe aus kunststoffreichen Abfallströmen wirtschaftlich in den primären Zyklus zurückgeführt werden können.

Stephan Lynen, Head of BU Additives, fügt hinzu: „Jedes Jahr entstehen 300 Millionen Tonnen Kunststoffabfall, und nur zwei Prozent davon werden effektiv recycelt. Um den Kreislauf zu schließen, braucht die Industrie Materialien, die einfacher und wirtschaftlicher zu recyceln sind. Wir freuen uns daher, dass wir in der Lage sind Additive zu entwickeln, die den Kunststoffherstellern helfen, im Wandel zur Kreislaufwirtschaft ein Teil der Lösung zu werden. Unsere Unterstützung für die Verpackungs-, Teppich- und Elektronikindustrie zeigt beispielhaft, wie fortschrittliche Innovationen Altmaterialien aus der Entsorgung auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen heraushalten und recycelbar machen können. Unsere Additive ermöglichen höhere Recyclingerträge, während sie Polymerabbau, Geruchsbildung und Verfärbung minimieren. Clariant wird auch weiterhin Additive entwickeln, die das Wiederverwertungspotenzial von Produktions- und Verbraucherabfällen steigern. Unsere Entschlossenheit ist alternativlos.“

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