Bundesministerium erforscht Nutzen von CO2

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  • Fionn Becker, Hochschule Merseburg, Achemareporter

#achema2018 – Das Projekt CO2+ des Bundesforschungsministeriums für Bildung und Forschung läuft seit 2016 und hat schon viele Unterprojekte ins Leben gerufen - unter den Überschriften Abtrennung, CO2- Nutzung für chemische Grundstoffe und Projekte zur Elektro- und Photokatalytischen Aktivierung von CO2.

Aktuell ist CO2 überall ein Thema da es einen großen Anteil an der Klimaerwärmung hat. Nur kann genau dieses Gas in vielen Bereichen als nachhaltiger Rohstoff eingesetzt werden. Speziell in der Formaldehyd-Herstellung ist es schon so rentabel, dass es in nicht allzu ferner Zukunft marktreif ist. Etwa beim Aufschäumen von Kunststoffen wird CO2 industriell verwendet und gebunden. Hingegen ist die Forschung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bei der Speicherung und Umwandlung von CO2 über künstlich erzeugte Photosynthese noch ziemlich am Anfang.

Neu ist das Thema CO2 nicht. Seit Jahren werden Reaktionen verwendet, zum Beispiel bei der Fischer-Tropsch-Synthese, nur aus den Produkten von fossilen Brennstoffen. Dies soll verändert werden, damit der CO2-Fußabdruck so gering wie möglich bleibt und die Energie hauptsächlich aus nachhaltigen Energieträgern gewonnen werden muss. Deshalb forscht das Ministerium auch in dem Bereich der effizienten Abtrennung und auf Konzentrierung  von CO2 aus der Luft um dieses dann stofflich zu verwenden. So könnte sich ein Kreislauf in der Rohstoffverwendung einstellen, da dieses Kohlenstoffdioxid auch für die Verwendung von nachhaltigen Treibstoffen und Feinchemikalien verwendet werden kann.

Da die Luft zu geringen Teilen aus Kohlenstoffdioxid besteht, befasst sich das Ministerium auch mit der Zusammenarbeit mit Stahl-, Kalk- und Betonwerken, um aus der Abluft das CO2 zu gewinnen. Die Nutzung von CO2 als Grundstoff wird speziell in der Formaldehyd- und der Methanol-Synthese verwendet, da sie bei den beiden Verfahren schon sehr effektiv ist.

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