Logistik

Transporeon: Echtzeitdatenaustausch im Transportnetzwerk erweitert

Die Ulmer Transporeon Group hat ihre Mobile Order Management-App (MOM App) erneut um bedeutende Funktionen erweitert. Die App ermöglicht dem Lkw-Fahrer Echtzeit-Informationen zu Transportaufträgen zu übermitteln, eine Auslieferung mit digitaler Frachtdokumentation sowie umfassende Prozess-Transparenz vom Verlader bis zum Warenempfänger.
 

Als eine der Neuerungen ist die App neben Android-Geräten nun auch auf Smartphones und Tablets von Apple (iOS) nutzbar. Die iOS-Version steht bereits im App-Store zum Download zur Verfügung. Ebenso ist die MOM-App auch für TomTom-Bridge-Geräte verfügbar, die viele Telematics-Anbieter einsetzen.
Eine weitere Neuerung ermöglicht die Nutzung über Systemgrenzen hinweg: Bisher konnten Spediteure, die eine Speditions-Software nutzen, Echtzeit-Informationen für individuelle, verladerspezifische Prozesse über eine Schnittstelle direkt aus ihrem System via Transporeon an den Verlader übergeben.
Mit einer vereinfachten Basis-Schnittstelle können Statusmeldungen des Standard-Prozesses, die voraussichtliche Ankunftszeit und die aktuelle Position des Fahrzeugs aus der Speditionssoftware heraus übermittelt werden. Somit ist gewährleistet, dass Spediteure und ihre Fahrer mit der bestehenden Infrastruktur die Basis-Anforderungen für den Echtzeitdatenaustausch erfüllen können. Der Fahrer kann ohne Einsatz eines weiteren Endgeräts oder einer App für MOM, die Prozesse wie gewohnt bedienen.

QR-Codes und Darstellung von Sicherheitssymbolen
Mit dem aktuellen Update kann die MOM-App zudem vom Fahrer genutzt werden, um sich z.B. an automatischen Schrankensystemen anzumelden. Dies erfolgt mittels QR-Code mit dem der Transport eindeutig zugeordnet werden kann. Der Fahrer bekommt mit der App einen einfachen, autorisierten und dokumentierten Zugang zum Werksgelände und zur Ladestelle.
Auch kann der Verlader dem Fahrer nun Informationen zu Sicherheitsanforderungen für die Be- und Entladung zur Verfügung stellen. Damit kann der Fahrer schon im Vorfeld der Fahrt sicherstellen, dass die geforderte Ausstattung mitgeführt wird (z.B. Sicherheitshelm, -weste bzw. –schuhe).
Zudem ist es möglich, den Fahrer über sicherheitsrelevante, für das Werksgelände gültige Beschränkungen zu informieren. Die verwendeten Symbole entsprechen der ISO-Norm, womit sprachenbedingte Kommunikationsbarrieren vermieden werden.
Mit den Erweiterungen ermöglicht Transporeon Verladern und Speditionen einen weiteren wichtigen Schritt hin zur digitalisierten Transportlogistik.

Zukünftige Erweiterungen der MOM-App
Im Verlauf des Jahres 2018 plant Transporeon verschiedene Neuerungen vorzustellen. Hierzu zählt etwa eine neue Funktion, mit der der Verlader den Fahrer direkt aus dem Zeitfenster-Management für die Be- oder Entladung vom Lkw-Bereich des Lagerstandorts aufrufen kann. Dies wird den Fahrzeugaufruf auf dem Werksgelände vereinfachen und macht Einsatz von Pagern oder Displaysystemen überflüssig.
Zukünftig wird der Fahrer mit Hilfe der MOM-App auch in der Lage sein, QR-Codes und Barcodes an den Paletten zu scannen, die er beim Warenempfänger ablädt. Der Verlader kann damit die erfolgreiche Warenannahme in seinem ERP-System in Echtzeit nachvollziehen, je nach Prozessabbildung beim Kunden bis auf Artikelebene. Fehlverladungen werden dem Fahrer mit einem Warnhinweis angezeigt.
Auch das E-CMR-Verfahren (elektronischer Transportbrief), das bereits in Ländern wie Frankreich oder Spanien eingeführt wurde und sich in den Benelux-Staaten in der Pilotphase befindet, wird künftig von Transporeon unterstützt werden.

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