Mechanische Verfahrenstechnik

BASF zeigt Hochdruck- und Oberflächentechnik sowie 3D-Druck auf der Achema

Engineering & Maintenance von BASF präsentiert sich vom 11. bis zum 15. Juni 2018 auf der Achema in Frankfurt (Halle 8, Stand C37). Im Mittelpunkt stehen Angebote aus den Bereichen Hochdruck- und Oberflächentechnik sowie Innovationen rund um das Thema Additive Manufacturing. Ebenfalls können sich Ingenieure am Stand über Einstiegsmöglichkeiten in die abwechslungsreiche Tätigkeit bei einem der weltweit führenden Chemieunternehmen informieren.

Hochdrucktechnik
Am Messestand zeigt das Unternehmen unter anderem ein aufgeschnittenes T-Notventil als Sicherheitseinrichtung für LDPE-Anlagen (low-density polyethylene, niederdichtes Polyethylen) – es handelt sich um eine besondere Konstruktion mit einer Nennweite von 89 mm, das für Drücke von bis zu 3.600 bar geeignet ist. Das Ventil verfügt trotz seiner Masse von rund zwei Tonnen über ein extrem schnelles Öffnungsverhalten von weniger als 200 Millisekunden. BASF entwickelt und liefert die Sicherheitsausrüstung für den gesamten LDPE-Prozess eines der größten PE-Herstellers der Welt und leistet so einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit der Produktionsanlagen. Zum Produktportfolio für LDPE-Anlagen zählen neben Rohrreaktoren und Schwerapparaten auch Regelventile, die im laufenden Prozess höchste Verfügbarkeit sicherstellen.

Das Unternehmen bietet nicht nur ein umfassendes Sortiment an Hochdruckventilen, sondern entwickelt auch die zum Betrieb erforderlichen Regelungen und Steuerungen. Diese sind individuell auf Prozesse und die Funktionalitäten der Regelventile abgestimmt, wie zum Beispiel bei dem aktuellen Reizventilregler (RPR+). Mit dem High Speed Data Logger erschließen sich den Anwendern umfangreiche Analysemöglichkeiten über den gesamten Prozess.

Die Hochdrucktechnik hat eine lange Tradition: Seit mehr als 100 Jahren entwickelt und fertigt das Unternehmen Komponenten und Systeme für Hochdruckanwendungen. 1931 erhielt Carl Bosch für die Entwicklung der Ammoniaksynthese unter Hochdruck den Chemienobelpreis. Heute betreibt der Konzern weltweit mehr als 40 eigene Hochdruckanlagen mit Drücken über 325 bar. Man ist damit der einzige Hersteller weltweit, der die Hochdruckkomponenten für die eigenen Produktionsanlagen selbst betreibt. Zum breiten Portfolio zählen neben Hochdruckapparate, Armaturen und Rohrleitungen auch Mess- und Regelkomponenten für Chemieverfahren für bis zu 3.600 bar Betriebsdruck.

Oberflächentechnik
Komplexe Bauteile oder Funktionsbeschichtungen: Die Fachgruppe für Polymer- und Oberflächentechnik präsentiert auf der Achema ihr Angebot für Oberflächentechnik: Besonders für die Funktionalität von Schrauben eignet sich die Beschichtung auf Fluorpolymerbasis (PTFE) mit einer Schichtdicke von < 15 μm. Als Antihaftbeschichtung verhindert sie Kontaktkorrosion und das Festfressen der Schrauben bei Temperaturen bis zu 350 °C.

Die Antihaftbeschichtung hilft außerdem dabei, neue Grenzwerte einzuhalten. Durch das Beschichten der Spindeln von Hochdruck-Ventilen wird die Reibung im Gewindebereich und insbesondere im System von Spindel und Packung reduziert. Dies ermöglicht höhere Flächenpressungen an der Packung mit deutlich reduzierten Leckage-Raten. Die Einhaltung der Grenzwerte der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft wird in vielen Fällen dadurch erst möglich. Zudem werden die Betätigungskräfte verringert, das heißt bei großen Handarmaturen kann auf Handhebel-Verlängerungen verzichtet, beziehungsweise der Stellantrieb bei automatisierten Armaturen kleiner dimensioniert werden. Auch ein Anbacken von Grafitpackungen an der Spindel bei seltener Betätigung wird durch die Antihaftbeschichtung vermieden.

3D-Druck / Additive Manufacturing
Ebenso sind am Stand additiv gefertigte Bauteile für den Einsatz im Forschungs- und Entwicklungsumfeld sowie in Produktionsanlagen zu sehen. Die additive Fertigung im Bereich von metallischen Legierungen bietet neuartige Lösungsansätze: Die so produzierten Funktionsbauteile nutzen unter Berücksichtigung der verfahrenstechnischen Anforderungen die neuen konstruktiven Freiheiten des 3D-Drucks. Es werden die ersten Bauteile beziehungsweise Demonstratoren aus dem Bereich des Hochdrucks sowie deren Möglichkeiten der Funktionsintegration gezeigt. Bei der begleitenden Fachkonferenz werden Florian Bechtold und Felix Volkmann einen Vortrag zum Thema 3D-Druck halten. Im Fachvortrag werden sie die Verbindungen zwischen dem Hochdruck-Equipment und der additiven Fertigung vorstellen.

Berufsperspektiven für Ingenieure
Auch das Recruiting ist auf der Messe vertreten und informiert Absolventen und Ingenieure mit Berufserfahrung über Einstiegsmöglichkeiten. „Auf sie warten vielfältige Aufgaben: von der Prozessentwicklung, Prozessoptimierung und der Planung neuer Chemieanlagen bis zur Automatisierung und Digitalisierung von Produktionsbetrieben,“ sagt Andrea Seibert vom Talent Resourcing des Unternehmens.

Beste Startbedingungen bietet zum Beispiel das Kompetenzzentrum Engineering & Maintenance: Hier arbeiten rund 1000 Ingenieure der Fachrichtungen Verfahrenstechnik, Elektrotechnik, Automatisierungstechnik und Maschinenbau sowie Bau- und Wirtschaftsingenieure.

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