Ineos schließt Cracker-Stillstand ab

Revisions- und Erweiterungsarbeiten schaffen Grundlagen für künftige Investitionen am Standort Köln

  • Revisions- und Erweiterungsarbeiten schaffen Grundlagen für künftige Investitionen am Ineos-Standort KölnRevisions- und Erweiterungsarbeiten schaffen Grundlagen für künftige Investitionen am Ineos-Standort Köln
  • Revisions- und Erweiterungsarbeiten schaffen Grundlagen für künftige Investitionen am Ineos-Standort Köln
  • Erfolgreicher Cracker-Stillstand
  • Umfangreiche Maßnahmen für höchste Sicherheit

Im Herbst 2013 wurde der Naphtha-Cracker am Ineos-Standort Köln für Wartungsarbeiten etwa zwei Monate lang abgeschaltet. Kurz vor Weihnachten konnte der Cracker-Stillstand erfolgreich abgeschlossen werden. Während der achtwöchigen Stillstandsphase führten rund 6.000 Arbeiter mehr als 7.600 Wartungen, Inspektionen und Überprüfungen aus.

Trotz dieser enormen Arbeitsleistung ereignete sich während der Stillstandsarbeiten kein einziger meldepflichtiger Unfall. Dieses positive Fazit zogen die beiden Geschäftsführer von Ineos in Köln, Dr. Patrick Giefers und Dr. Axel Göhrt. „Die Sicherheitsleistung aller Beschäftigten war in diesem bislang größten Stillstand der Unternehmensgeschichte überragend. Es hat sich gezeigt, dass unsere umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen vor und während des Großstillstands zu höchstem Sicherheitsbewusstsein beigetragen haben und Sicherheit bei allen Handgriffen gelebt wurde", betonten sie nach Abschluss des Projektes.

Umfangreiche Maßnahmen für höchste Sicherheit

Das Maßnahmenpaket für höchste Sicherheit war umfangreich: Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter nahm vor Arbeitsaufnahme an einer Sicherheitsunterweisung teil. Ein eigens gedrehtes Sicherheitsvideo stellte einen elementaren Bestandteil der Unterweisung dar. Sämtliche Unterweisungsinhalte konnten an zentraler Stelle auf einer Tafel eingesehen werden. Bis zu 100 Sicherheitsposten der Firma Dräger achteten vor Ort als verlängerter Arm des Ineos-Arbeitsschutzes auf die Einhaltung der Sicherheitsregeln. Die zehn Prinzipien zur verhaltensbezogenen Sicherheit von Ineos wurden in 15 Sprachen übersetzt und in Form einer Broschüre an alle eigenen und Partnerfirmenbeschäftigten verteilt.
Bei wöchentlich zwei Besprechungen mit den Bauleitern und Sicherheitsfachkräften konnten eventuelle Sicherheitsmängel besprochen und direkt behoben werden. „Es freut uns vor allem, dass wir unsere Sicherheitsphilosophie auch auf die Beschäftigten der Partnerfirmen übertragen konnten", so Dr. Giefers und Dr. Göhrt.

Technische Grundlage für langfristigen Zukunftserfolg

Sehr zufrieden mit den technischen Arbeiten im Stillstand zeigte sich Dr.

Christoph Breitkopf, Operations Manager Olefins & Polymers Köln. „Die geplanten Revisions- und Erweiterungsarbeiten haben wir im vorgesehenen Zeitplan bewerkstelligt. Das Fachwissen unserer Beschäftigten sowie die detailgenauen und frühzeitig begonnenen intensiven Planungen waren hier die Garanten für den Erfolg." Neben den Revisionsarbeiten nutzte Ineos den Anlagenstillstand, um die Crackanlagen im Rahmen des Life-Cycle-Projekts auf die nächste Lebensphase vorzubereiten. Insgesamt erneuerten die Fachleute in erster Linie 40 Wärmetauscher und setzten mit 50 Einbindungspunkten wichtige vorbereitende Maßnahmen für eine neue Hydrierung als zukünftige Betriebseinheit. 45 Kräne manövrierten zahllose Anlagenteile in die Anlage bzw. aus dem Komplex heraus. Optisches Highlight: Ein 600-t-Raupenkran mit einer Gesamthöhe von 188 m hievte die beiden jeweils 65 m langen Luftkondensatoren vom Anlagendach. An einem Wochenende wurde so 700 t Stahl aus der Anlage gehoben.
„Mit diesen erfolgreichen Arbeiten haben wir entscheidende Grundlagen für die langfristigen Investitionen geschaffen", so Dr. Breitkopf. „Alle können stolz darauf sein, was in diesem Stillstand erzielt wurde, insbesondere auf die Sicherheitsleistung, die über die Grenzen des Kölner Standorts hinaus in der Ineos-Gruppe große Anerkennung gefunden hat!"

Logistische Mammutaufgabe

Das eigens installierte Stillstandsdorf umfasste 300 Container, zudem Aufenthaltsräume und Sanitäreinrichtungen. In einem ebenfalls extra errichteten 150 m2 großen Zelt direkt am Stillstandsgelände boten die Wirtschaftsbetriebe eine komplette Verpflegung der Beschäftigten vom Frühstück bis zum Mittagessen.
Ein positives Fazit zog Gesamtstillstandsleiter Marcel Hohnroth: „Die hervorragende Planung, die Zusammenarbeit zwischen allen Gewerken, Funktionen und Firmen, die Erfahrung einer Vielzahl von Beschäftigten sowie der gemeinsame Wille, sämtliche Arbeiten mit höchster Qualität und unfallfrei umzusetzen, haben den erfolgreichen Stillstand ermöglicht."

 

 


 

Ineos-Standort Köln

Ineos wurde 1998 gegründet und ist heute mit einem Umsatz von knapp 30 Mrd. € und 15.000 Beschäftigten weltweit eines der größten Chemieunternehmen. Der Hersteller von Petro- und Spezialchemikalien sowie Mineralölprodukten betreibt ein Netzwerk von 60 Produktionsstandorten in 13 Ländern. Mit fünf Geschäftsbereichen und einem Produktionsvolumen von 5 Mio. t ist das Werk in Köln einer der wichtigsten Standorte der Ineos-Gruppe und der drittgrößte industrielle Arbeitgeber in Köln. Der Petrochemiestandort Köln wurde 1957 als Joint Venture von BP und Bayer als EC Erdölchemie gegründet und im Dezember 2005 an Ineos veräußert.

 

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